taz: taz-Kommentar von Ingo Arzt zu Trumps Handelspolitik/
Freihandel, der geliebte Feind
ID: 1448029
Freihandelsabkommen TPP aus. So verkündet es Donald Trump. Was daran
schlimm ist? Aus ökonomischer Sicht zunächst nichts.
So lange Donald Trump nicht den Zollberserker spielt und einen
Wirtschaftskrieg mit China beginnt, handeln US-Unternehmen wie
vorher.
Für alle Kritiker von Freihandelsverträgen klingt das trotzdem
nach einer guten Nachricht. Kein TPP, wahrscheinlich auch kein TTIP,
das in der Linken in Deutschland so verhasste Abkommen zwischen der
EU und den USA. Und trotzdem wird das alles die Welt nicht besser
machen.
Denn die bekannten, großen Probleme der Weltwirtschaft sind die
Lieferketten der Großkonzerne. Wer billig produzieren will, der tut
das in einem Land ohne Arbeitnehmerrechte und Umweltstandards.
Und doch hat sich in den letzten Jahren einiges getan, und zwar
auf drei Ebenen: Das eine sind nationale Gesetze. In den USA
beispielsweise müssen Unternehmen seit 2010 offenlegen, ob sie
Rohstoffe aus Kriegsgebieten verarbeiten und machen sich
möglicherweise strafbar. Die EU hat mittlerweile ähnliche Regeln. Das
Zweite ist die Zivilgesellschaft. Lebensmittelkonzerne wissen
mittlerweile, dass Bilder von Lohnsklaven in ihren Zulieferketten
ziemlich schnell zu Umsatzeinbußen führen. Das Dritte sind die Regeln
des Welthandels selbst. Die werden entweder über Freihandelsabkommen
oder über die Welthandelsorganisation definiert. Allzu oft setzen
sich da Unternehmen durch, denen es beispielsweise wichtiger ist,
ihre weltweiten Patente auf Medikamente durchzusetzen, als
Menschenleben zu retten.
Trotzdem sind das die einzigen globalen Strukturen, in denen sich
überhaupt Regeln für einen gerechteren Handel formulieren lassen.
Einfach nur über ein Ende von Handelsabkommen zu jubeln ist auch
keine Lösung.
Pressekontakt:
taz - die tageszeitung
taz Redaktion
Telefon: 030 259 02-255, -251, -250
Original-Content von: taz - die tageszeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.01.2017 - 17:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1448029
Anzahl Zeichen: 2263
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 264 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"taz: taz-Kommentar von Ingo Arzt zu Trumps Handelspolitik/
Freihandel, der geliebte Feind"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
taz - die tageszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
(Brot für die Welt hat nach Erscheinen des Artikels das Zitat im 2. Absatz dahingehend korrigiert, dass rund 60 Prozent des in Deutschland verbrauchten Weizens in Trog und Tank landeten, also nicht 80 Prozent des Weizens in Deutschland.) Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" hat d
Brot für die Welt verteidigt Indiens Exportverbot für Weizen / Regierung verhindere Hunger im eigenen Land. Statt das zu kritisieren sollten die G7 ihren Verbrauch für Kraftstoff und Futter reduzie ...
Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" hat die Kritik der G7-Staaten an Indiens Exportverbot für Weizen zurückgewiesen. "Es ist nur gerechtfertigt, wenn die indische Regierung Hunger im eigenen Lan durch einen Ausfuhrstopp verhindern will", sagte Francisco Marí, Welte
FDP sieht Pläne für weniger Biosprit skeptisch / Kraftstoff aus Pflanzen sei nötig im Kampf gegen Klimawandel, so Vizefraktionschefin Konrad. Sie sieht keine große Konkurrenz zu Lebensmittelproduk ...
Die von mehreren Bundesministerien angestrebte Reduzierung des Einsatzes von Lebensmitteln als Kraftstoff droht an der FDP zu scheitern. "Biokraftstoffe sind eine wichtige Technologie zum Übergang in die Klimaneutralität des Verkehrs und oftmals durch den Einsatz von Abfällen und Reststoff
Weitere Mitteilungen von taz - die tageszeitung
Le Duff Gruppe startet B2B-Online-Marktplatz für französische Lebensmittel ...
Düsseldorf, Januar 2017 - Der erste Online-Marktplatz für französische Lebensmittel bietet Fachleuten aus der Foodbranche seit Anfang des Jahres mehr als 600 regionale Spezialitäten und mehr als 300 Bioprodukte aus allen Ecken Frankreichs. Die frisch gelaunchte Webseite www.gourming.com (der Na
Noventum Consulting ist Persis-Partner ...
noventum consulting ist seit dem 01.01.2017 Partner des schwäbischen Softwareherstellers Persis. Die modulare HR Software von Persis unterstützt die Personalverwaltung von mehr als 500 mittelständischen Unternehmen und Konzernen aus der DACH-Region. Das HRM Team von noventum betreut, als
Deutsche Stammzellbank bei Einlagerungstechnologie führend ...
Leipzig, 24. Januar 2017. Das Europäische Patentamt hat der Stammzellbank Vita 34 ein Patent für die Bearbeitung und Kryokonservierung von Nabelschnurgewebe und den darin enthaltenen Zellen erteilt. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Desinfektion, Aufbereitung, Konservierung und Zell-Isoli
eCobalt meldet Empfangsbestätigung für endgültigen Basisprospekt ...
eCobalt meldet Empfangsbestätigung für endgültigen Basisprospekt Vancouver (British Columbia), 16. Januar 2017. eCobalt Solutions Inc. (TSX: ECS; OTCQB: ECSIF) (eCobalt oder das Unternehmen) gibt bekannt, dass es am 12. Januar 2017 von der British Columbia Securities Co




