Coface aktualisiert Länderbewertungen
ID: 1448733
wirtschaftliches Klima / Welthandel von Protektionismus bedroht /
Mexiko und Südafrika herabgestuft
Anlässlich der Country Risk Conference in Paris veröffentlicht der
internationale Kreditversicherer Coface seine aktualisierten
Länderrisikobewertungen und die Wachstums-Aussichten für das Jahr
2017. Nach zwei Jahren langsamerem Weltwirtschaftswachstum in Folge,
rechnen die Coface-Experten mit einer leichten Verbesserung des
Wachstums von 2,5% in 2016 auf 2,7% für 2017. Verantwortlich dafür
ist der Aufschwung der Geschäfte in den Schwellenländern (4,1%
Wachstum) aufgrund der leichten Erholung in Brasilien und Russland,
die die Abkühlung in China mehr als ausgleichen. Für die
Industrieländer erwartet Coface ein stabiles Wachstum von 1,6%.
Die trübe Entwicklung des Welthandels (Prognose bei 2,4% für 2017)
könnte durch eine Wiederkehr von protektionistischen Maßnahmen - in
Folge der Wahl Donald Trumps - weiter verschlimmert werden.
Kurzfristig würden solche Maßnahmen aufgrund des langjährigen
Aufschwungs in den USA (für 2017 wird ein Wachstum von 1,8% erwartet)
allerdings einen geringeren Effekt auf die dortige Wirtschaft haben,
als auf die Länder, die stark vom Export in die USA abhängen-
insbesondere Honduras, El Salvador, Mexiko und Ecuador sowie einige
asiatische Länder wie Vietnam und Thailand.
Aufgrund von Mexikos starker Abhängigkeit von Exporten in die USA,
die 7% des BIP ausmachen, und einer höheren Inflation und sinkender
Investitionen, stuft Coface die Länderrisikobewertung des Landes auf
B herab. Argentinien hingegen sollte nach einem schwierigen Jahr die
ersten positiven Effekte seiner Reformen ernten und wird daher auf B
herauf gestuft. Der Anstieg von politischen und sozialen Spannungen
plus sehr schwaches Wachstum in Südafrika ist u.a. Grund für die
Herabstufung der Länderbewertung auf C. Spanien wird auf A3
heraufgestuft, während Island und Zypern, wo die Risiken im
Zusammenhang mit den auferlegten Kapitalverkehrskontrollen sinken,
nun mit A2 und B bewertet werden. Estland (A2), Serbien (B) und
Bosnien-Herzegowina (C) verbessern sich im Geschäftsklima und das
Wachstum erreicht ein komfortables Niveau. Bulgarien (A4) bestätigt
die beobachtete Erholung dank eines moderaten Wachstums und der
andauernden Konsolidierung im Bankensektor. Ghana (B) hat den
demokratischen Reifetest im Dezember bestanden und steuert die
öffentlichen Finanzen besser. Auch Kenia (A4), das einen Anstieg im
Tourismus und höhere staatliche Investitionen verzeichnet, hat Coface
heraufgestuft.
Über Coface
Die Coface-Gruppe, ein weltweit führender Kreditversicherer,
schützt Unternehmen überall auf der Welt vor Forderungsverlusten, im
Inlandsgeschäft und im Export. 2015 erreichte die Gruppe mit rund
4.200 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 1,49 Mrd. Euro.
Coface ist in 100 Ländern direkt oder durch Partner vertreten und
sichert Geschäfte von 50.000 Unternehmen in mehr als 200 Ländern ab.
Jedes Quartal veröffentlicht Coface Bewertungen von 160 Ländern.
Diese Länderbewertungen basieren auf der spezifischen Kenntnis des
Zahlungsverhaltens von Unternehmen und der Expertise von 660
Kreditprüfern und Kreditanalysten, die nah bei den Kunden und deren
Debitoren arbeiten. www.coface.de
Pressekontakt:
Erich Hieronimus /
Pressesprecher / Kommunikation
T.: +49 (0) 6131 / 323-541
erich.hieronimus@coface.com
Coface, Niederlassung in Deutschland
Isaac-Fulda-Allee 1, 55124 Mainz
T. +49 (0) 6131 / 323-0 - www.coface.de
Compagnie Française d'Assurance pour le Commerce Extérieur SA,
Niederlassung in Deutschland (Coface)
Amtsgericht Mainz HRB 44266 - Hauptbevollmächtigter: Téva Perreau
Hauptsitz: Compagnie Française d'Assurance pour le Commerce Extérieur
SA, Paris
R.C.S. Nanterre 552069791 - Directeur Général: Xavier Durand
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Datum: 26.01.2017 - 09:54 Uhr
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