NOZ: Weniger tote Küken: Handelsunternehmen setzen auf spezielle Hühnerrasse
ID: 1449185
auf spezielle Hühnerrasse
Penny und Rewe verkaufen bald deutschlandweit "Sandy"-Eier
Osnabrück. Penny und Rewe wollen künftig deutlich weniger Eier von
Legehennenrassen verkaufen, bei denen männliche Küken getötet werden.
Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Freitag) berichtet, sollen ab dem
1. Februar in allen 2150 Märkten des Rewe-Discounters Penny Eier der
Rasse "Sandy" verkauft werden, bei der männliche Tiere bis zur
Schlachtreife gemästet werden. Bis Jahresende sollen die Eier dann
auch bundesweit in sämtlichen Rewe-Filialen erhältlich sein. Bislang
werden in Deutschland jedes Jahr etwa 50 Millionen Küken direkt nach
dem Schlüpfen getötet, weil sie weder Eier legen noch schnell genug
Fleisch ansetzen.
Penny-Geschäftsführer Stefan Magel sagte: "Als erster Discounter
geben wir ein klares Signal in den Markt, dass wir die bisherige
Praxis so schnell als möglich überwinden müssen." Nach
Unternehmensangaben sind daher vor einigen Wochen 72.000 männliche
und weibliche Küken der Rasse "Sandy" eingestallt worden. Deren
sandfarbene Eier sollen in Kürze unter der Marke "Herzbube" verkauft
werden. Das jährliche Volumen beziffert Penny laut "NOZ" auf 20
Millionen Eier. Rewe verkauft nach eigenen Angaben bereits in 600
Märkten in Ostdeutschland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen und
Rheinland-Pfalz Eier der Rasse.
Auf der "Grünen Woche" in Berlin präsentiert das
Bundeslandwirtschaftsministerium derzeit das Modell einer Maschine,
die bereits am dritten Tag nach Befruchtung vorhersagen kann, welches
Geschlecht ein Küken haben wird. "Männliche" Eier können so
aussortiert und anderweitig verwendet werden. Wann das Gerät
allerdings praxisreif für den Einsatz in Brütereien seien wird, ist
unklar. In einem Interview mit der "NOZ" hatte
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gesagt: "Wir
schaffen 2017 den Einstieg in den Ausstieg."
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Datum: 27.01.2017 - 05:00 Uhr
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