Apothekenzahl weiter rückläufig / Tiefstand seit 1990
ID: 1449926
weiter gesunken. Wie der Branchendienst APOTHEKE ADHOC unter Berufung
auf vorläufige Zahlen der Landesapothekerkammern berichtet, gab es
zum Jahreswechsel 20.032 Apotheken - 217 weniger als im Vorjahr.
Damit liegt die Zahl der Apotheken auf dem Niveau von 1990.
Die größten Rückgänge gab es 2016 in großen Ländern wie
Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. In
keinem einzigen Bundesland wuchs die Zahl der Apotheken: In keiner
Region gab es mehr Neueröffnungen als Schließungen.
Die Zahl der Apotheken geht seit dem Höchststand im Jahr 2008
zurück: Seitdem haben 1570 Geschäfte aufgegeben, das entspricht einem
Rückgang um 7,3 Prozent. Zweistellig sind die Rückgänge in Bremen,
Hamburg und Westfalen-Lippe. Überdurchschnittliche Verluste gibt es
auch im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Nordrhein, Schleswig-Holstein,
Baden-Württemberg und Hessen. In den neuen Bundesländern sind die
Apothekenzahlen dagegen weitgehend stabil geblieben.
Nach wie vor wird der negative Trend dadurch aufgefangen, dass
unrentable Apotheken in Filialen umgewandelt werden. Jeder Apotheker
darf seit 2004 neben seiner Hauptapotheke bis zu drei Filialen
betreiben. Die Zahl der selbstständigen Apothekenleiter ist bereits
2015 unter 16.000 gesunken.
Die Apothekendichte in Deutschland liegt bei 24,4 Apotheken pro
100.000 Einwohner, 2008 lag die Quote noch bei 26,3. Unter
Durchschnitt liegen die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin, aber
auch Flächenländer wie Brandenburg, Baden-Württemberg und
Schleswig-Holstein. Das Mittel der EU-Mitgliedstaaten liegt bei 31
Apotheken pro 100.000 Einwohner.
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Sie unter: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/apothekenpraxis/n
achricht-detail-apothekenpraxis/apothekenzahlen-20000-filialen-apothe
ke-pharmazie-arzneimittel-abda-statistik-kammer/
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Datum: 30.01.2017 - 12:10 Uhr
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