"Wer die Pflege nicht oben auf der Agenda hat, kann nicht unser Favorit sein." / Private Pflegedienste und Heime wollen klare Positionen der Parteien vor der Landtagswahl
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Beschäftigte aus Pflegediensten und stationären Einrichtungen wissen,
wie die Parteien drängende Aufgaben in der Branche lösen möchten,
fühlt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
aktuell den Spitzenkandidaten zur Landtagswahl auf den Zahn.
"Hilfestellungen bei unseren Bemühungen um mehr Fachkräfte, eine
zukunftssichere Finanzierung der Pflege und ein klares Bekenntnis zur
eigenständigen Altenpflegeausbildung, das sind die Prioritäten
unserer Mitgliedsunternehmen", erklärt der saarländische
bpa-Landesvorsitzende Helmut Mersdorf.
Alle Spitzenkandidaten zur Landtagswahl haben deshalb konkrete
Fragen zur Zukunft der Pflegeausbildung, zur Fachkräftesicherung, zum
Bürokratieabbau und zur künftigen Rolle der privaten Pflege im
Saarland erhalten. "Wir alle wissen, dass die Versorgung einer weiter
steigenden Zahl von Pflegebedürftigen in unserem Bundesland nur durch
großes privatwirtschaftliches Engagement zu gewährleisten sein wird",
so Mersdorf. Damit private Betreiber die Versorgungsformen schaffen
können, die von Pflegebedürftigen und ihren Familien gewollt und
gebraucht werden, benötigen sie jedoch Planungssicherheit und
vernünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. "Aktuell gibt es aber
Bereiche, vor allem in der häuslichen Krankenpflege, die nicht
kostendeckend zu erbringen sind. Das wird bald zu
Versorgungsengpässen gerade im ländlichen Raum führen."
Die Antworten der Spitzenkandidaten werden ausgewertet und mit den
Mitgliedsunternehmen diskutiert. "Wir werden sehr genau hinschauen,
wie wirksam die Pläne der einzelnen Parteien aus unserer fachlichen
Sicht sind", verspricht der bpa-Landesvorsitzende Mersdorf. Klar sei
aber: "Wer die Pflege nicht oben auf der Agenda hat, kann nicht unser
Favorit bei der Landtagswahl sein."
Die Wahlprüfsteine des bpa finden Sie hier: http://www.bpa.de/uplo
ads/media/Wahlpruefsteine_LT-Wahl_SL_2017_01.pdf
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast
150 im Saarland) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
290.000 Arbeitsplätze und circa 22.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 23 Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Angela Eicher, bpa-Landesbeauftragte, Tel.: 0681/948
88 40, www.bpa.de
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Datum: 01.02.2017 - 10:14 Uhr
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