Bei Morbus Parkinson auf gute Mikronährstoffversorgung achten
Der Morbus Parkinson ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung und eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt. Lange Zeit wurde der Morbus Parkinson als eine Erkrankung angesehen, die sich im Wesentlichen mit motorischen Symptomen zeigt. Inzwischen weiß man aber, dass 60 Prozent der Parkinson-Patienten auch mindestens an einen der nicht-motorischen Symptome leiden.
Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle zur Prävention neurodegenerativer Erkrankungen, weil sie auf mehrere krankheitsauslösende Mechanismen regulierend einwirken. Wie bereits erwähnt, ist der oxidative Stress ein bedeutender Faktor, der eine Fehlfunktion der Zellen bei Morbus Parkinson bewirkt. Aus diesem Grund sollten Parkinson-Patienten auf eine gute Versorgung mit antioxidativen Mikronährstoffen achten, z.B. Vitamin C, Vitamin E, Selen und Coenzym Q10. Bei Parkinson-Patienten sollte auch der Homocysteinwert regelmäßig kontrolliert werden und im Bedarfsfall eine Supplementierung der Vitamine Folsäure, B12 und B6 erfolgen.
Wichtig ist auch ein guter Vitamin-D3-Status. In mehreren Studien hatten Parkinson-Patienten niedrigere Vitamin-D3-Spiegel als gesunde Personen. Es bestand auch ein Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Parkinsonsymptome und den Vitamin-D3-Spiegeln. Die Vitamin-D3-Spiegel sind bei Patienten mit Morbus Parkinson auch generell mit der Knochendichte assoziiert. Vitamin D3 stellt auch einen gewissen Schutzfaktor gegen Stürze dar, dieser Aspekt ist bei Parkinson-Patienten von großer Bedeutung.
Verschiedene Aminosäuren sind Ausgangssubstanzen für die Bildung von Neurotransmittern. In weniger kleineren Studien konnte durch eine Tyrosinsupplementierung auch eine Besserung der Parkinsonsymptomatik erreicht werden. Erwähnenswert ist auch, dass die Parkinsonbehandlung mit L-Dopa zu niedrigen Tryptophankonzentrationen im Serum führen kann, was dann wiederum mit depressiver Stimmung assoziiert sein kann. Eine zentrale Rolle für die Entstehung des Morbus Parkinson spielt die Fehlfunktion der Mitochondrien. Es gibt verschiedene Mikronährstoffe, die die Mitochondrienfunktion verbessern können, z.B. Acetyl-L-Carnitin und Coenzym Q10 sowie Vitamin B1 und Magnesium.
Vor einer Therapie mit Mikronährstoffen empfehlen wir die Durchführung einer Mikronährstoffanalyse, wie z.B. den DCMS-Neuro-Check.
Referenzen:
Shen L: Associations between B Vitamins and Parkinson's Disease. Nutrients. 2015 Aug 27;7(9):7197-208.
Rimmelzwaan LM et al.: Systematic Review of the Relationship between Vitamin D and Parkinson's Disease. J Parkinsons Dis. 2016;6(1):29-37.
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Padraig E. O'Suilleabhain, MB BCh et al.: Elevated Plasma Homocysteine Level in Patients With Parkinson DiseaseMotor, Affective, and Cognitive Associations. Arch Neurol. 2004;61(6):865-868.
Claire Henchcliffe and M Flint Beal: Mitochondrial biology and oxidative stress in Parkinson disease pathogenesis. Nature Clinical Practice Neurology (2008) 4, 600-609
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Das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie DCMS GmbH ist eine Praxis für Mikronährstoffmedizin und führt orthomolekulare Laboruntersuchungen durch: Bestimmt werden u.a. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren im Blut. Es werden Mikronährstoffprofile für bestimmte Erkrankungen und Organsysteme angeboten, wie z.B. für das Herz-Kreislauf-System, das Nervensystem, das Immunsystem, für den Bewegungsapparat oder bei ADHS. Aufgrund des Analysenergebnisses wird ein persönlicher Befundbericht mit genauer Therapieempfehlung erstellt.
Datum: 03.02.2017 - 15:25 Uhr
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