Attac kritisiert Polizeieinsatz in Kopenhagen

Attac kritisiert Polizeieinsatz in Kopenhagen

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Attac kritisiert Polizeieinsatz in Kopenhagen



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  • 100.000 demonstrieren für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
  • Attac kritisiert Polizeieinsatz auf Großdemo in Kopenhagen
In Kopenhagen haben gestern 100.000 Menschen aus zahlreichen Ländern in einer bunten und kraftvollen Demonstration wirksamen Klimaschutz und globale Klimagerechtigkeit eingefordert. Unter dem Motto "Our climate is not for sale!" beteiligte sich das Europäische Attac-Netzwerk mit einem eigenen Block. "Uns geht es darum, die Fokussierung auf Marktmechanismen zu kritisieren und die Forderung der Länder des Südens nach globaler Klimagerechtigkeit zu unterstützen" sagte Oliver Pye von der Attac-AG Energie, Klima, Umwelt (EKU).

Im Attac-Block versammelten sich mehrere hundert Attacies aus zahlreichen europäischen Ländern. Sie riefen lautstarken Parolen wie: "Our Climate ? not your business. Our Climate ? not for sale!" oder "Change the System ? not the Climate!" Attac gehe es eben nicht um "ein bisschen mehr und ein bisschen besser", sondern um ein "ganz anderes Klima-Abkommen", mit ganz konkreten und zugleich weitgehenden Maßnahmen.

Überschattet wurde die Demonstration von einem massiven Polizeieinsatz, bei dem fast tausend Demonstrierende festgenommen wurden. Hendrik Sander, der auch für die Attac-AG EKU vor Ort ist, bezeichnete das Vorgehen als vollkommen überzogen: "Ohne Vorwarnung stürmte ein gepanzerter Polizeitrupp mit Einsatzwagen und Hunden in unseren Block und kesselte willkürlich etwa 1.000 DemonstrantInnen ein." Zu diesem Zeitpunkt war die Demonstration vollkommen friedlich.
Hunderte DemonstrantInnen mussten anschließend Stunden lang bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Handschellen auf der Straße sitzen, bevor sie abtransportiert wurden. Als die Polizei in die Demo hereinstürmte ? und zeitweise auch Attacis einkesselte ? blieben die Attac-Aktiven mit den Eingeschlossenen solidarisch, indem sie vor Ort präsent blieben.

Doch dem dänischen Staat wird es auch mit diesem vollkommen überzogenen Vorgehen nicht gelingen, die AktivistInnen einzuschüchtern. Der deutlichen Kritik wird in den nächsten Tagen durch Aktionen des zivilen Ungehorsams Ausdruck verliehen, an denen sich auch Aktive von Attac beteiligen. "Act Now!" lässt sich in diesem Sinne also nicht nur als Appell an die Regierenden verstehen, sondern auch als an die Menschen selbst gerichtet.


"Denn die Zukunft liegt in unserer Hand!", sagte Sander.

Attac fordert die Polizei in Kopenhagen dazu auf, sich im weiteren Verlauf der Gipfelproteste friedlich zu verhalten und demokratische Regeln zu achten.


Kontakte:
Matthias Schmelzer, in Kopenhagen, 0178 ? 34 71 62 8
Hendrik Sander, in Kopenhagen, 0176 - 20 54 30 60
Jutta Sundermann, in Deutschland, 0175 ? 86 66 76 9Unternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 14.12.2009 - 14:07 Uhr
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