EU-Agrarminister beraten über neue Tierversuchs-Richtlinie
ID: 145521
EU-Agrarminister beraten über neue Tierversuchs-Richtlinie
Der EU-Agrarministerrat wird auf seinem heute beginnenden zweitägigen Treffen in Brüssel auch über den aktuellen Ent
Der erste Entwurf vom November 2008 war hinter den Forderungen der Tierschutzorganisationen zurückgeblieben und durch das EU-Parlament und nachfolgende Beratungen hinsichtlich des Tierschutzes noch weiter verschlechtert worden. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat daher an Bundesministerin Ilse Aigner appelliert, den Verschlechterungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus hat der Verband für die Bürger über das Internet eine Brief-Aktion gestartet.
Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, fordert: "Ministerin Aigner muss jetzt zumindest sicherstellen, dass die Tierversuchs-Richtlinie, wie auch andere EU-Richtlinien, nur Mindestanforderungen für die EU-Länder vorgibt. Das bedeutet, dass Deutschland bei der Umsetzung in nationales Recht über diese Mindestanforderungen hinausgehen kann ? und muss! Denn Tierschutz ist bei uns als Staatsziel im Grundgesetz verankert und hat bei den Menschen einen überaus hohen Stellenwert."
Bereits der ursprüngliche Entwurf der EU-Kommission ließ erhebliche Tierschutzforderungen vermissen, z. B. die verpflichtende Veröffentlichung der Tierversuchsergebnisse, die rückwirkende Bewertung aller Tierexperimente sowie ein Verbot von Affenversuchen. Es folgten dann die komplette Streichung der ethischen Bewertung von Tierversuchen, die ein zentrales Anliegen für die Revision der Richtlinie war und vom Bundesverband als gravierender Rückschritt gesehen wird, sowie die Aufweichung des Einsatzes von Alternativverfahren. Letzteres bedeutet: Obwohl schon die derzeitige Richtlinie 86/609 sowie der Kommissionsentwurf vorsehen, dass Alternativmethoden zum Tierversuch bereits dann verpflichtend anzuwenden sind, sobald ihre wissenschaftliche Aussagefähigkeit nachgewiesen wurde, zielen die Kompromissverhandlungen darauf, Alternativen erst nach der behördlichen Anerkennung einzusetzen. Dies dauert aus bürokratischen und politischen Gründen aber durchschnittlich zehn Jahre.
Das EU-Parlament wird voraussichtlich im Februar oder März 2010 über den aktuellen Entwurf abstimmen. Über die Website des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte kann online ein Brief an die EU-Parlamentarier unterzeichnet werden, den Verbandsvertreter ausdrucken und vor der Abstimmung den deutschen Abgeordneten überreichen werden.
Mitmach-Aktion für alle EU-Bürger unter: www.tierrechte.de
Kontakt: Pressestelle - Stephanie Elsner, Tel.: 05237 - 2319790, E-Mail: elsner@tierrechte.de
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich auf rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung und Umsetzung elementarer Tierrechte ein. Als Dachverband sind ihm etwa 100 Vereine sowie persönliche Fördermitglieder angeschlossen. Seit seiner Gründung ist er als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 14.12.2009 - 20:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 145521
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 282 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"EU-Agrarminister beraten über neue Tierversuchs-Richtlinie"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Menschen für Tierrechte (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
herzliche Einladung zum Veganbrunch mit Referat: "Massentierhaltung in Afrika Bedrohung für Mensch, Tier und Umwelt durch Landgrabbing, Gentechnik und Fleischproduktion" 16. Oktober - von 10:00 - 16:00 Uhr 66117 Saarbrücken Gustav-Adolf-Haus, Gärtnerstr. 2, Das Buffet kann selb
Tierschutz-Forschungspreis: Rheinland-Pfalz zeichnet künstliches Darmmodell aus ...
Umweltministerin Ulrike Höfken verleiht heute der Forschergruppe Dr. Eva-Maria Collnot, Fransisca Leonard und Professor Dr. Claus-Michael Lehr vom Institut für Biopharmazie und Pharmazeutische Industrie der Universität des Saarlandes (Saarbrücken) den Preis der Landesregierung zur Erforschung
Weitere Mitteilungen von Menschen für Tierrechte
NABU schützt einzigartige Wildkaffeewälder in Äthiopien ...
> Tschimpke: Afrikas Wälder durch Abholzung bedroht - Waldschutz ist Klimaschutz Kopenhagen/Berlin/Kafa - NABU will im Rahmen eines Klimaschutzprojektes gemeinsam mit der äthiopischen Regierung und weiteren Partnern in den kommenden vier Jahren die letzten natürlichen Wildkaffeewälder i
NABU: Sturmtaucher können nicht länger auf Schutzmaßnahmen warten ...
> Tschimpke: Deutschland muss seiner Führungsrolle im Meeresschutz gerecht werden Berlin - Anlässlich der heute beginnenden Tagung der Fischereiminister in Brüssel hat der NABU die Bundesregierung aufgefordert, Seevögel effektiver zu schützen. Lediglich Großbritannien habe sich bislan
12 Postkarten für Gartenfreunde zu Weihnachten: Die Gärten der Götter - eine Garten-Parklandschaft in Planung ...
Die einzelnen Entwürfe orientieren sich an den in unserem Kulturkreis verankerten Urprinzipien bzw. Symbolen. Diese Symbole finden sich z.B. in den Göttergestalten des griechischen Olymp und der römischen Mythologie wie auch in der Symbolsprache unserer Mythen und Märchen. Ein Beispiel: Der
IG BAU-Vorsitzender unterzeichnet Kopenhagen-Appell ...
> Frankfurt am Main - Die Klimaschutzverhandlungen in Kopenhagen treten Anfang der Woche in die heiße Phase. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unterstützt Kanzlerin Merkel im Sinne einer deutschen und europäischen Vorreiterrolle bei den UN-Klimaverhandlungen. Zu diesem Zweck hat IG BAU-Vorsi




