Südwest Presse: Kommentar zu den Plänen von Martin Schulz
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sich in einen Satz fassen: Der SPD ihr Selbstvertrauen zurückgeben.
Dazu gehört offenbar, die Partei vom Agenda-Fluch zu erlösen - vom
jahrelangen Hadern mit einer teilweise erfolgreichen, aber zutiefst
ungeliebten Reform. Nun liegen die ersten konkreten Punkte vor, und
eines ist klar: Schulz zielt nicht auf die Armen und Abgehängten,
sondern vor allem dorthin, wo er die abtrünnigen SPD-Wähler verortet:
in die Mittelschicht jener Arbeiter und Facharbeiter, die wegen der
Hartz-Gesetze um ihren bescheidenen Wohlstand fürchten, sollten sie
arbeitslos werden. Inhaltlich enthalten Schulz' und Nahles'
Vorschläge einen richtigen Kern. Qualifizierung ist gerade bei
älteren Arbeitslosen ein wesentlicher Baustein, um sie wieder in Jobs
zu bringen. Neu ist dieser Gedanke allerdings nicht. Darum sollte die
SPD, bevor sie die Bundesagentur für Arbeit zu einer
Qualifizierungszentrale umbaut, genau überprüfen, was bei den
derzeitigen Weiterbildungsbemühungen falsch läuft. Die anhaltend hohe
Zahl von Langzeitarbeitslosen lässt vermuten, dass es einiges ist.
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Südwest Presse
Ulrike Sosalla
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Datum: 05.03.2017 - 18:31 Uhr
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