Neue Versorgungsmodelle - Krankenhäuser und chirurgische Praxen als Konkurrenten oder als Partner
ID: 1465975
sind dringend notwendig, um den aktuellen Herausforderungen des
Gesundheitswesens zu begegnen. Die Zunahme chronischer Erkrankungen
in Deutschland, die demografische Entwicklung, aber auch Faktoren wie
die Landflucht und die steigenden Informationsmöglichkeiten der
Patienten sorgen für einen Wandel in der medizinischen Versorgung. Ob
Krankenhäuser und chirurgische Praxen innerhalb dieser neuen
Versorgungsmodelle als Partner oder Konkurrenten auftreten,
diskutieren Chirurgen auf dem diesjährigen Bundeskongress Chirurgie
vom 10. bis zum 12. März 2017 in Nürnberg.
Es seien dringend innovative Konzepte notwendig, welche die
bisherige sektorale Organisation des Gesundheitswesens überwinden
helfen, sagt Dr. med. Peter Kalbe, Referatsleiter der
niedergelassenen Chirurgen des Berufsverbandes der Deutschen
Chirurgen e.V. (BDC). "Bisherige Versorgungssysteme haben einen Keil
zwischen den ambulanten und den stationären Sektor getrieben. Es ist
eine Konkurrenzsituation entstanden, die wir beseitigen müssen." Laut
Kalbe könnten die zukünftigen Herausforderungen des Gesundheitswesens
nur durch Kooperation und sektorenverbindende Zusammenarbeit
gemeistert werden. "Wir Chirurgen müssen das alle verinnerlichen",
fordert Kalbe. "Um noch patientenorientierter behandeln zu können,
genügt es allerdings nicht, dass wir als Ärzte zusammenarbeiten
wollen, sondern es ist Aufgabe der Politik, die notwendigen
Rahmenbedingung zu schaffen, um Sektorengrenzen in der prä-, peri-
und postoperativen Versorgung weiter abbauen zu können", so Kalbe.
Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC) Der Berufsverband
der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC) ist mit über 17.000 Mitgliedern
die größte europäische Chirurgenvereinigung. Er vertritt die
berufspolitischen Interessen deutscher Chirurginnen und Chirurgen in
Klinik und Praxis.
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Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V.
Julia Weilbach
Luisenstr. 58/59
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Datum: 10.03.2017 - 08:00 Uhr
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