Neuer Mainzer Stadtschreiber Josef Haslinger wird am 25. Februar 2010 ins Amt eingeführt - Laudator ist Amtsvorgänger Ilija Trojanow
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Neuer Mainzer Stadtschreiber Josef Haslinger wird am 25. Februar 2010 ins Amt eingeführt - Laudator ist Amtsvorgänger Ilija Trojanow
Der Mainzer Stadtschreiber des Jahres 2010, Josef Haslinger, wird am Donnerstag, 25. Februar 2010, im Ratssaal des Mainzer Rathauses feierlich in sein Amt eingeführt. Die Laudatio hält der Schriftsteller Ilija Trojanow, der im Jahr 2007 Mainzer Stadtschreiber war. Ein Rollenwechsel der besonderen Art, da Haslinger seinerzeit die Laudatio auf seinen Kollegen Trojanow hielt.
Der mit 12 500 Euro dotierte Literaturpreis wird vom ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz gestiftet. Haslinger ist der 26. Träger des Preises. Er wird - wie seine Vorgängerin Monika Maron - gemeinsam mit dem ZDF eine Dokumentation nach freier Themenwahl produzieren und die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenbergmuseum beziehen.
Josef Haslinger ist einer der herausragenden Schriftsteller Österreichs und lehrt als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, dessen geschäftsführender Direktor er ist.
Berühmt wurde Haslinger 1995 mit seinem Roman "Opernball", der in Form eines Politthrillers einen Giftgasanschlag Rechtsradikaler auf den Wiener Opernball beschreibt. Eine packend geschriebene Gesellschaftsdiagnose, in der machtgierige Politiker und sensationslüsterne Medien die Hauptrollen spielen. Der Bestseller ist erfolgreich verfilmt worden. 2000 erschien Haslingers zweiter Roman "Vaterspiel", in dem es um österreichische Familiengeschichten geht, die schicksalhaft mit der Nazizeit verbunden sind. Auch dieses Buch ist, mit Ulrich Tukur und Christian Tramitz in den Hauptrollen, verfilmt worden. Hochgelobt wurde der Erzählband "Zugvögel" (2006), eindringlich und berührend verarbeitete Haslinger in "Phi Phi Island" (2007) seine persönlichen Erlebnisse während der Tsunami-Katastrophe in Thailand, bei der er und seine Familie fast ums Leben gekommen wären. Aufsehen erregte Haslinger auch immer wieder mit seinen essayistischen Arbeiten, so mit "Das Elend Amerikas. Elf Versuche über ein gelobtes Land" (1987), "Hausdurchsuchungen im Elfenbeinturm" (1996) oder "Klasse Burschen. Politische Essays" (2001).
Josef Haslinger lebt in Wien und Leipzig und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, unter anderem mit dem Theodor-Körner-Preis (1980), dem Preis der Stadt Wien für Literatur (2000), dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels (2000) oder dem Preis der LiteraTour Nord (2001).
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Mainz, 17. Dezember 2009
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Datum: 18.12.2009 - 08:35 Uhr
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