Gas-Infrastruktur ist zentrales Element einer kostengünstigen Dekarbonisierung von Strom und Wärme

Gas-Infrastruktur ist zentrales Element einer kostengünstigen Dekarbonisierung von Strom und Wärme

ID: 1469965
(ots) - In einer Studie hat die Unternehmensberatung
enervis verschiedene Pfade zur Sektorenkopplung, also der Vernetzung
von Strom und Wärme bis 2050, analysiert. Im Fokus stehen die Themen
Kosten und Versorgungssicherheit. Thüga hatte die Studie zusammen mit
mehreren Unternehmen in Auftrag gegeben.

Aus Sicht der Thüga sind folgende Ergebnisse besonders wichtig:

- Erdgas bleibt bis mindestens 2040 die kosteneffizienteste
CO2-Vermeidungsoption für Wärme und bis 2050 und darüber hinaus
ein kosteneffizienter CO2-armer Energieträger für
Backup-Kraftwerke.

- Um die Klimaschutzziele kosteneffizient zu erreichen, gilt es,
Vorfestlegungen zu vermeiden und Technologieoffenheit
sicherzustellen: So stellt die Gasinfrastruktur eine wichtige
Flexibilitätsoption für die Flankierung der erneuerbaren
Energien dar. Eine dekarbonisierte Welt mit Power to Gas
(Umwandlung von Strom zu Gas) kann volkswirtschaftlich günstiger
sein als eine Welt ohne Gas.

Die Studie zeigt unterschiedliche Pfade in eine CO2-arme Zukunft
auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Effekte von Kohleausstieg,
Vollelektrifizierung und Einsatz von Strom zu Gas bis 2030 und 2050.

Michael Riechel: "Strom zu Gas ist flexible Zukunftstechnologie"

Der Vorsitzende des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft,
Michael Riechel, kommentiert das Ergebnis: "Die Studie zeigt, dass
Strom zu Gas eine flexible Zukunftstechnologie ist. Für die
Dekarbonisierung des Strom- und Wärmemarkts ist sie notwendig.
Gemeinsam mit Partnerunternehmen aus der Gruppe haben wir daher schon
seit 2012 in die Praxiserprobung dieser Technologie investiert und
bewiesen, dass sie in der Lage ist, Primärregelleistung zur Verfügung
zu stellen. Zudem erreicht sie einen Wirkungsgrad von über 70 Prozent


und ist smart grid-tauglich. Von der Bundesregierung erwarten wir
jetzt, dass sie Rahmenbedingungen für einen stabilen Ausbau dieser
Technologie schafft. Das Ziel muss sein, die Kosten weiter zu senken
und die Entwicklung wirtschaftlich auskömmlicher Geschäftsmodelle zu
ermöglichen."

Technologieoffenheit sorgt für Kosteneffizienz

Ausgewertet wurden sechs Szenarien zur Dekarbonisierung des
Wärmemarktes durch Voll- bzw. Teilelektrifizierung - mit und ohne
Strom zu Gas. Die Ergebnisse zeigen klar: Eine weitreichende
Sektorenkopplung ist teuer. Dabei liegen die Sektorenkopplungen per
reiner "Vollelektrifizierung" und "Elektrifizierung mit Strom zu Gas"
auf einem ähnlichen Kostenniveau, mit leichten Vorteilen für die
Sektorenkopplung mit Strom zu Gas.

Julius Ecke von der Unternehmensberatung enervis erklärt dazu:

"Unsere Modellierungen zeigen die enormen Kosten einer
Vollelektrifzierung des Wärmemarktes. Diese Kosten dürfen nicht
weiter aus der aktuellen Energiewende-Diskussion ausgeblendet werden.
Das gilt insbesondere, wenn über die "Grüne Vollelektrifizierung"
gesprochen wird, die mittlere Mehrkosten von rd. 30 Mrd. Euro pro
Jahr verursachen würde. Um diese volkswirtschaftlichen Kosten zu
senken, brauchen wir einen Wettbewerb der Technologien und keine
Vorfestlegung auf einzelne Technologien und Infrastrukturen."

Michael Riechel unterstreicht: "Wer auf dem Weg in die
dekarbonisierte Welt vorhandene Infrastrukturen nicht bestmöglich
nutzt, vernichtet unternehmerische Werte, schwächt die
Versorgungssicherheit in Deutschland und treibt die Kosten für die
Endkunden."

Die Studie "Klimaschutz durch Sektorenkopplung: Optionen,
Szenarien, Kosten" ist unter folgendem Link abrufbar:
http://ots.de/GfKJU

Über Thüga:

Die Thüga Aktiengesellschaft (Thüga) ist eine Beteiligungs- und
Fachberatungsgesellschaft mit kommunaler Verankerung. Sie ist als
Minderheitsgesellschafterin bundesweit an rund 100 Unternehmen der
kommunalen Energie- und Wasserwirtschaft beteiligt. Die jeweiligen
Mehrheitsgesellschafter sind Städte und Gemeinden. Aus Überzeugung,
dass Zusammenarbeit Mehrwert schafft, bildet Thüga gemeinsam mit
ihren Partnern den größten kommunalen Verbund lokaler und regionaler
Energie- und Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland - die
Thüga-Gruppe. Gemeinsames Ziel ist es, die Zukunft der kommunalen
Energie- und Wasserversorgung zu gestalten. Im Verbund sind die
Rollen klar verteilt. Thüga ist mit der unternehmerischen Entwicklung
beauftragt: Ausbau und Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios,
Steigerung der Ertragskraft des Beteiligungsportfolios durch das
Angebot von Beratungsleistungen sowie durch die Weiterentwicklung von
Kooperationsplattformen mit dem Angebot wettbewerbsfähiger
Dienstleistungen. Die rund 100 Partner verantworten die aktive
Marktbearbeitung mit ihren lokalen und regionalen Marken: insgesamt
versorgen 17.100 Mitarbeiter bundesweit 4,0 Millionen Kunden mit
Strom, 2,0 Millionen Kunden mit Erdgas und 0,9 Millionen Kunden mit
Trinkwasser. 2015 haben sie dabei einen Umsatz von 19,8 Milliarden
Euro erwirtschaftet.



Pressekontakt:

Pressesprecher
Christoph Kahlen
Nymphenburger Straße 39
80335 München
Christoph.kahlen@thuega.de
Tel. +49 (0) 89-38197-1215

Original-Content von: Th?ga AG, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Solarstrom in den Speicher packen Grenzenlose grüne Energie: SOLARWATT entwickelt ersten vollständig modularen Stromspeicher der Welt
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.03.2017 - 10:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1469965
Anzahl Zeichen: 5843

Kontakt-Informationen:
Stadt:

München



Kategorie:

Energie & Umwelt



Diese Pressemitteilung wurde bisher 243 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gas-Infrastruktur ist zentrales Element einer kostengünstigen Dekarbonisierung von Strom und Wärme"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Thüga AG (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Bayerischer Energiepreis 2026 für Wasserstoffprojekt H2Direkt ...
- Bayerischer Energiepreis 2026 für das gemeinsame Wasserstoffprojekt H2Direkt von Thüga, Energie Südbayern und Energienetze Bayern in der Kategorie "Energieforschung". - H2Direkt zeigt erstmals den sicheren Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff. -

Nach EuGH-Urteil: Thüga fordert KWKG-Verlängerung bis 2035 ...
Thüga-Chef Dr. Constantin H. Alsheimer drängt auf rasche Verlängerung und mehr Vielfalt beim Kraftwerkszubau. Zum heutigen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), wonach das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) nicht als Beihilfe zu bewerten ist, erklärt der Vorsitzende des Vorstands der T

Das Geschäftsjahr 2025 zeigt: Stärke entsteht im Verbund ...
Mit einem guten Jahresergebnis behauptet sich die Thüga-Gruppe in einem Marktumfeld, das von geopolitischen Umbrüchen, regulatorischem Druck und hohem Investitionsbedarf geprägt ist. Die mehr als 100 kommunalen Energie- und Wasserversorger im Netzwerk beweisen: Gemeinsam lässt sich Wandel nicht


Weitere Mitteilungen von Thüga AG


"Start Up Energy Transition Award": Preisträger stehen fest (FOTO) ...
- Sechs Gewinner im Rahmen der Abendveranstaltung des Berlin Energy Transition Dialogue gekürt - Innovative Geschäftsideen für die Energiewende ausgezeichnet Die Preisträger des "Start Up Energy Transition Award" der Deutschen Energie-Agentur (dena) stehen fest: Sechs

Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen ...
Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie "Die Zukunft der Energie: Was Verbrauch

Flach, klein, vielseitig: Gedruckte Batterien im Fokus ...
Elektronische Bauelemente und Anwendungen können ganz oder teilweise über Druckverfahren hergestellt werden. Die Vorteile der gedruckten Elektronik im Gegensatz zur konventionellen: die Herstellung ist einfacher und kostengünstiger, die Anwendungsmöglichkeiten sind noch vielseitiger. Auch das T

Würfelkonstruktion mit Hohlprofilschaufel ...
Die im Markt etablierte Radialventilator-Baureihe RadiPac von ebm-papst erhält weiter Zuwachs. Strömungstechnische Verbesserungen führen dazu, dass alle Ventilatoren dieser Baureihe mit einem breiten Wirkungsgradoptimum arbeiten und darüber hinaus auch noch weitere praxisgerechte Eigenschaften


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z