"Zusammenhang zwischen Windpocken und Gürtelrose" - Verbraucherfrage der Woche der DKV

"Zusammenhang zwischen Windpocken und Gürtelrose" - Verbraucherfrage der Woche der DKV

ID: 1471072

Gut beraten von den Experten der ERGO Group



(firmenpresse) - Melanie Z. aus Bad Bramstedt:

Als Kind hatte ich Windpocken. Stimmt es, dass ich dadurch gegen Gürtelrose immun bin, weil es sich um dasselbe Virus handelt?



Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Windpocken und Gürtelrose haben tatsächlich einen gemeinsamen Krankheitserreger: das Varicella-Zoster-Virus. Dieses Virus gehört zur Familie der Herpesviren. Wer als Kind Windpocken, sogenannte "Varizellen", hatte, ist zwar für den Rest seines Lebens gegen diese Krankheit immun. Allerdings besteht weiterhin die Gefahr, später einmal an Gürtelrose, auch als "Herpes Zoster" bezeichnet, zu erkranken. Denn trotz überstandener Windpocken bleiben ein paar Varicella-Zoster-Viren in den Hirnnerven und den Nervenwurzeln des Rückenmarks zurück. Wenn dann beispielsweise Erkrankungen oder Stress das Immunsystem schwächen, werden die Viren wieder aktiv und lösen eine Gürtelrose aus. Manche Menschen infizieren sich auch mit dem Varicella-Zoster-Virus, ohne dass es zu einer Windpocken-Erkrankung kommt. Bei ihnen besteht dann ebenfalls die Möglichkeit, dass der Virus wieder aktiv wird. Auch Menschen, die gegen das Varicella-Zoster-Virus geimpft sind, können an Gürtelrose erkranken. Allerdings verläuft die Krankheit dann meistens leichter. Da die Abwehrkräfte im Alter nachlassen, erkranken vor allem Menschen jenseits des 50. Lebensjahres an Gürtelrose. Daher sollte zum Beispiel eine Großmutter vorsichtig sein, wenn ihr Enkel an Windpocken erkrankt: Hatte sie früher schon einmal Windpocken beziehungsweise hat sie sich mit dem Varicella-Zoster-Virus infiziert, besteht durch eine erneute Infektion die Gefahr einer Gürtelrose. Ansonsten muss sie mit einer Windpocken-Erkrankung rechnen.

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Datum: 23.03.2017 - 10:40 Uhr
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