Immer mehr Studierende ohne Abitur

Immer mehr Studierende ohne Abitur

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Niedersachsen zählt zu den Pionieren beim Studieren mit beruflicher Hochschulzugangsberechtigung.



(PresseBox) - Die Zahl der Studierenden ohne Abitur hat einen neuen Höchststand erreicht. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervor. Rund 51.000 Personen studierten im Jahr 2015 aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation an einer deutschen Hochschule.
Den größten Zuwachs an Studienanfängern ohne Abitur oder Fachhochschulreife verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr die Ingenieurswissenschaften. Die verbesserten Zugangsmöglichkeiten für beruflich qualifizierte Fachkräfte zeigen hier offenbar Wirkung: Zwischen 2002 und 2015 hat sich die Anzahl der Studienanfänger mit beruflicher Qualifikation in den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften mehr als vervierfacht. Das CHE führt diese Entwicklung auch auf den besonders hohen Fachkräftebedarf in diesen Bereichen zurück.
Im Bundesländervergleich der Studienanfängerzahlen ohne Abitur und Fachhochschulreife belegt Niedersachsen aktuell Platz 8 und bewegt sich damit im guten Mittelfeld. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur stellt bis 2020 etwa 12,5 Millionen Euro bereit, um unter anderem das Beratungs- und Unterstützungsangebot für beruflich qualifizierte Studieninteressierte  zu verbessern und weitere berufsbegleitende Studienangebote zu entwickeln. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds sowie aus dem Haushalt des Ministeriums.
Niedersachsen zählt laut CHE zu den Pionieren beim Studieren ohne Abitur und hat eine bundesweit einmalige Servicestelle eingerichtet. Die ?Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen? unterstützt Unternehmen bei der Suche nach passgenauen Qualifizierungsangeboten für ihre Mitarbeitenden, berät berufstätige Studien- und Weiterbildungsinteressierte mit und ohne Abitur und unterstützt die weitere Öffnung der niedersächsischen Hochschulen durch Kooperationen, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit. 



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Datum: 28.03.2017 - 13:07 Uhr
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