Jeder Vierte nimmt Medikamente nicht wie verordnet ein - gerade bei Antibiotika ist das besonders gefährlich
ID: 1473727
Prozent) hat im Jahr 2016 die Einnahme von Medikamenten vergessen
oder ein Medikament ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker
vorzeitig abgesetzt, weil es schnell wieder besser ging. Zu diesem
Ergebnis kommt eine repräsentative Meinungsumfrage des Deutschen
Gesundheitsmonitors des BAH im vierten Quartal 2016. Das
Marktforschungsunternehmen Nielsen führt diese Umfrage
vierteljährlich im Auftrag des Bundesverbandes der
Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) durch. Insbesondere bei
Antibiotika ist eine eigenmächtige, vorzeitige Absetzung sehr
gefährlich und sollte daher gut überlegt sein.
"Ein Antibiotikum sollte man immer strikt nach Anweisung des
Arztes einnehmen", sagt Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft
beim BAH. Das gelte auch dann noch, wenn die Krankheitssymptome schon
abgeklungen seien. Nur bei einer ausreichend hohen Konzentration im
Körper könne das Antibiotikum seine volle Wirkung entfalten. Nur dann
sei die Wahrscheinlichkeit hoch, alle krank machenden Bakterien auch
wirklich zu beseitigen, so Kroth.
Und: "Bei einer vorzeitigen Absetzung drohen nicht nur
Komplikationen für die aktuelle Erkrankung. Auch die Gefahr, dass die
Bakterien gegen das Antibiotikum resistent werden, das dann bei
künftigen Erkrankungen nicht mehr wirkt, ist hoch", ergänzt Kroth.
Laut World Health Organization (WHO) haben Antibiotika-Resistenzen
in den letzten Jahren zugenommen. Wer Antibiotika nicht wie verordnet
einnimmt, trägt zu dieser Entwicklung bei.
Über den Deutschen Gesundheitsmonitor des BAH:
Der Deutsche Gesundheitsmonitor des BAH besteht aus drei Modulen:
Der Deutsche Gesundheitsindex spiegelt als Kernstück regelmäßig die
Antworten der deutschen Bevölkerung auf Fragen zur Gesundheit und zum
allgemeinen Wohlbefinden wider. Der Image-Monitor Gesundheitssystem
bildet ebenfalls regelmäßig das Vertrauen der Bevölkerung in die
Akteure des Gesundheitswesens ab. Variierende Brennpunktthemen
reflektieren die Meinung zu aktuellen Themen. Weitere Informationen
zum Deutschen Gesundheitsmonitor des BAH finden sich auf der Website
des BAH.
Über den BAH:
Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) ist der
mitgliederstärkste Branchenverband der Arzneimittelindustrie in
Deutschland. Er vertritt die Interessen von mehr als 450
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiter
beschäftigen. Das Aufgabenspektrum des BAH umfasst sowohl die
verschreibungspflichtigen als auch die nicht
verschreibungspflichtigen Arzneimittel sowie die stofflichen
Medizinprodukte. Unter www.bah-bonn.de gibt es mehr Informationen zum
BAH.
Pressekontakt:
Christof Weingärtner
Pressesprecher
Tel.: 030 / 3087596-127
kortland@bah-bonn.de
Holger Wannenwetsch
Referent Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 3087596-122
wannenwetsch@bah-bonn.de
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Datum: 30.03.2017 - 09:57 Uhr
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