Brave New Digital World?
Podiumsdiskussion zur digitalen Transformation in Wirtschaft& Gesellschaft
Vor der Veranstaltung konnten sich die Gäste einen Eindruck von dem lichtdurchfluteten Gebäude im Münchener Norden verschaffen, das Microsoft erst Ende letzten Jahres bezogen hat. In den modernen Büros haben die Mitarbeiter keinen festen Arbeitsplatz, sondern suchen sich jeden Morgen einen freien Platz und haben Meetings in einer Kaffeeküche, die hier Social Hub heißt. Die digital führenden Unternehmen, sieht man hier, pflegen selbst innovative Arbeitsformen.
In seinem einleitenden Grußwort mahnte Stephan Werhahn, dass die digitale Transformation Ängste und Besorgnis hervorruft, zugleich aber mutig, kreativ und schaffend angegangen werden sollte. Damit dies in Deutschland möglich ist, muss ein gesundes Ökosystem für Start-Ups geschaffen werden. Im stetigen digitalen Wandel müssen Unternehmen sich zwingen, Dinge neu zu denken, so Sabine Bendiek. Einigen althergebrachten Unternehmen steht hierbei ihr Erbe gelegentlich im Weg, während Start-Ups frei von dieser Last innovativ sein können. Bei Microsoft unterstützt sie daher bei ihren Mitarbeitern die Haltung: "Wir probieren was aus!"
Die ungeheure Geschwindigkeit des Wandels wurde von allen Referenten betont. Bill Gates wurde vor wenigen Jahrzehnten für seine visionäre These belächelt, dass bald auf jedem Arbeitsplatz ein PC stehen würde. Heute zeigt sich, dass er nicht Visionär genug war, denn heute stehen Computer nicht nur auf jedem Arbeitsplatz, sondern befinden sich überall. Diesen Wandel muss auch Microsoft mitgehen und mitgestalten. Heute beschäftigt sich das Unternehmen mit einer Virtual Reality Brille, die auf der Internationalen Raumstation getestet wurde, und setzt seine Software bei der Wartung von Triebwerken ein. Die digitale Transformation betrifft alle - Sabine Bendiek schloss ihren Vortrag daher mit der Voraussage, dass in Zukunft jedes Unternehmen ein digitales Unternehmen sei.
Paul-Bernhard Kallen, CEO der Hubert Burda Media Holding, sprach anschließend von der schöpferischen Zerstörung durch das immense Tempo des digitalen Fortschritts, die zu einem ganzen Biotop starker Veränderungen führe. Roland Tichy wandte ein, dass dieses Tempo sich in Zukunft durchaus auch wieder verlangsamen könnte. Aber auch Schattenseiten der Digitalisierung sprach Kallen an. Viele können heute Fake Content und echten Content nicht mehr voneinander unterscheiden, die Wahrheit verliere an Bedeutung. Er schloss mit den Worten: Wir alle sollten zusehen, dass aus dem Netz das wird, was daraus werden sollte!
Die nächsten Termine zu Diskussionsrunden & Netzwerkevents der SIBE finden Sie unter Veranstaltungen.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 31.03.2017 - 06:30 Uhr
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