neues deutschland: Kommentar zu neuer Teilstreitkraft: Cyberspannung
ID: 1477137
gegangen im sogenannten Cyber- und Informationsraum. Als Vorreiter,
wie man stolz betont, wenn man europäische Verbündete zur Teilhabe
einlädt. Dass man zugleich die modernste aller Rüstungsspiralen
antreibt, wird ausgeklammert. Die Militärs haben - nachdrücklich von
der Ministerin motiviert - in kurzer Zeit eine Fülle von
organisatorischen Problemen gemeistert. Politisch und rechtlich ist
im Spannungsfeld zwischen Frieden, Krisen, Konflikten und Kriegen
allzu viel im Grauen belassen. Ganz zu schweigen von den ethischen
Fragen. Denn dass Cyberangriffe sogar ungleich brutaler sein können
als der höchst umstrittene Einsatz von Kampfdrohnen, ist nicht neu.
Werde man angegriffen, so dürfe man sich »offensiv verteidigen«, sagt
die Ministerin. Doch auf wen schießt man denn dann zurück? Die
Identifizierung eines Angreifers sei, so betont auch Cyber-Inspekteur
Leinhos, »sehr schwierig und nicht immer mit vertretbarem Aufwand
machbar«. Selbst wenn es gelingt, die Quelle einer feindlichen
Attacke auszumachen, weiß man noch lange nicht, in wessen Auftrag -
so es einen gibt - sie operiert. Dennoch »Feuer frei«? Die Bundeswehr
ist eine Parlamentsarmee. Gehen Soldaten bewaffnet über
Bündnisgrenzen hinaus, brauchen sie ein Mandat. Elektronische
Einsätze kann man jedoch vom heimischen Hackerschreibtisch starten.
Es wird spannend sein, zu sehen, wie bereits jetzt überforderte
Abgeordnete ihrer zusätzlichen Kontrollverantwortung gerecht werden.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.04.2017 - 17:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1477137
Anzahl Zeichen: 1868
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 214 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zu neuer Teilstreitkraft: Cyberspannung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
neues deutschland: Politikwissenschaftler: Französische Regierungslinke bedient reaktionäre Elemente des Alltagsverstandes ...
Der Politikwissenschaftler Kolja Lindner warnt davor, die französische Spitzenkandidatin der Front National, Marine Le Pen, zu unterschätzen. "Trotz all des Bemühens Le Pens, sich von dem kolonialen und faschistischen Erbe ihres Vaters zu distanzieren, dürfen die Kontinuitäten nicht un
Bain-Studie zum Brexit: Chancen und Risiken / In der britischen Wirtschaft sind Systematik und Flexibilität gefragt (FOTO) ...
Ein harter Brexit könnte die Gewinne wichtiger Branchen um ein Drittel schmälern - Automobil- und Technologiesektor leiden am stärksten unter Zöllen, steigenden Arbeitskosten und einem Wertverlust des Pfunds - Betroffene Unternehmen müssen in Zeiten der Unsicherheit
Kauder: Freihandelsabkommen zwischen EU und Japan muss schnell kommen ...
Siebte Reise des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden nach Tokio Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, besucht in dieser Woche erneut Japan. Zu seiner Reise erklärt Kauder: "Gerade in diesen weltpolitisch schwierigen Zeiten lohnt es sich, die Beziehungen zu Japan we
Lausitzer Rundschau: Düstere Perspektiven Zu Russland nach dem Anschlag von St. Petersburg ...
Cui bono, wem nutzt die Tat? In Russland sind es Kritiker des Präsidenten Wladimir Putin, die diese Frage nach dem Anschlag in Sankt Petersburg aufwerfen. Sie antworten: Das Attentat nutzt vor allem dem Kreml, der nach Korruptionsvorwürfen gegen Premier Dmitri Medwedew zuletzt in die Defensive




