Ist Handystrahlung gefährlich?
ID: 1480384
Wodurch entsteht Handystrahlung?
"Könnte ich noch die Handynummer haben?" Die wenigsten
Menschen in Deutschland dürften auf diese Frage antworten, dass
sie kein Mobiltelefon besitzen. Die ständige Erreichbarkeit wird
inzwischen vom privaten wie auch vom beruflichen Umfeld
schlichtweg vorausgesetzt. Durch das Aufkommen der
Smartphones hat sich zudem die Nutzung des Internets mehr und
mehr von den klassischen Computern weg entwickelt. Mit der
Nutzung von Mobiltelefonen steigt parallel auch das Maß an
Handystrahlung, der Sie tagtäglich ausgesetzt sind. Doch wie
gefährlich und gesundheitlich schädlich ist die von Handys ausgehende Strahlung
eigentlich?
(Link: Ärzte-Meinungen zur Handystrahlung)
Wodurch entsteht Handystrahlung?
Der menschliche Körper ist jeden Tag einer Vielzahl von nicht sichtbaren Einflüssen
ausgesetzt. Neben Elektrosmog zählt hierzu auch die Strahlung von Handys. Diese
entsteht beim Betrieb von Mobiltelefonen weil die Gespräche, Texte und Bilder, die von
Handys verarbeitet werden, als Daten in Form von elektromagnetischen Wellen über das
Mobilfunknetz an das jeweilige Zielgerät weiter geleitet werden. Solche
elektromagnetischen Wellen werden in weit stärkerer Form unter anderem auch dazu
benutzt, Getränke oder Lebensmittel in Mikrowellenöfen zu erhitzen. Dasselbe geschieht
in weit geringerem Maße beim Telefonieren oder Surfen mit Handys: die Temperatur in den
Körperzellen erhöht sich. Auch wenn die Steigerung der Temperatur eher gering ist, da ein
mit Akku betriebenes Mobiltelefon wesentlich weniger Leistung hat als ein ans Stromnetz
angeschlossenes Mikrowellengerät. Trotzdem ist die auf diese Weise in den Körper
gelangende Strahlung gefährlich und vor allem auf die Dauer gesehen
gesundheitsschädlich. Denn auch im Rahmen von Fieber steigt die Körpertemperatur nur
um wenige Grad Celsius und wirkt sich trotzdem schädlich auf die Gesundheit aus.
Insofern sollte Handystrahlung genauso ernst genommen werden wie Elektrosmog.
Die Wissenschaft steht noch am Anfang
Die Nutzung von Mobiltelefonen durch breite Bevölkerungsschichten begann langsam
aber stetig vor etwa zwanzig Jahren. Außerdem nahm das Maß der Nutzung von Handys
noch einmal stark zu, als das Internet auf diesen Geräten Einzug hielt. Entsprechend gibt
es zwar Studien, die sich mit den langfristigen Auswirkungen der intensiven Nutzung von
Mobiltelefonen beschäftigen, aber es wird logischerweise noch viele Jahre dauern bis die
endgültigen Ergebnisse dieser Langzeitstudien vorliegen.
Trotzdem gibt es bereits klare Anzeichen dafür, dass Handystrahlung schädlich und
gefährlich für die Gesundheit ist. Beispiele hierfür sind Untersuchungen, die eine
Erhöhung des Risikos einer Krebserkrankung durch Handynutzung sehr wahrscheinlich
erscheinen lassen. Gleiches gilt für eine erhöhte Gefahr im Hinblick auf die Entwicklung
von Gehirntumoren (Link: Hirntumor-Urteil durch Handy). Anders als beim Thema
Elektrosmog haben diese Befürchtungen sogar bereits konkrete gesetzgeberische Folgen.
Denn die Strahlungsintensität von Mobiltelefonen unterliegt in Deutschland klaren
Beschränkungen.
Auf den SAR-Wert achten
[caption id="attachment_4646" align="alignleft" width="236"] Bildquelle: University of Bradford[/caption]
Gemessen wird die Handystrahlung in Form der
Spezifischen Absorptionsrate kurz SAR. Die Werte von
in Deutschland vertriebenen Handys dürfen einen Wert
von 2,0 SAR nicht überschreiten. Diese Beschränkung
wird streng kontrolliert. Unterhalb dieser Schwelle
können allerdings die Hersteller selbst entscheiden,
wieviel Handystrahlung vom einzelnen Gerät ausgeht.
Wie beim Elektrosmog macht auch hier vor allem die
Menge das Gift. Während einzelne Geräte den
gesetzgeberischen Rahmen weitgehend ausschöpfen
kommen andere Handys mit gut einem Sechstel der
höchstmöglichen Strahlung aus. Insofern macht es vor
dem Kauf eines neuen Handys Sinn, dass Sie sich
vorab darüber informieren wie hoch der SAR Wert des
gewünschten Geräts ist.
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Quelle: http://www.elektrosmog.com/handystrahlung/ist-es-gefaehrlichWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 15.04.2017 - 11:45 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
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