Mit mobiler Diagnostik aufs Land
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Universität untersucht 5000 Menschen in Brandenburg wohnortnah auf Metabolisches Syndrom
Ab 9. Mai 2017 werden die Wissenschaftler in verschiedene ländliche Regionen Brandenburgs fahren. Jeweils nach zwei Tagen wechseln die Standorte. Angedacht sind Wochenmärkte, Plätze vor Gemeindeämtern, Bahnhöfen oder Supermärkten. Die nächsten Untersuchungen finden am 9./10. Mai in Neustadt/Dosse (Marktplatz), am 11./12. Mai in Rathenow (Marktplatz) sowie beim Potsdamer Tag der Wissenschaften in Golm am 13. Mai statt.
Zunächst war in einem ersten Schritt die mobile Diagnostik etabliert worden. ?Wir haben einen Transporter wie ein Untersuchungszimmer ausgestattet, sind damit aufs Land gefahren und haben verschiedene mobile Geräte zur Bestimmung von Blutparametern auf ihre Genauigkeit im Vergleich zu einem Referenzlabor getestet. Der Vorteil dabei ist, dass wir dem Patienten bereits nach wenigen Minuten die Ergebnisse vor Ort mitteilen können?, so Prof. Dr. Frank Mayer, Sprecher der Forschungsinitiative Gesundheitswissenschaften und Ärztlicher Direktor der Hochschulambulanz der Universität Potsdam. Etwa 23 Prozent der Erwachsenen sind in Brandenburg vom Metabolischen Syndrom betroffen. Das ist die dritthöchste Quote bundesweit. Das Risiko, daran zu erkranken, kann durch regelmäßige Bewegung und eine Optimierung der Ernährung reduziert werden. Vor allem ist es möglich, auf diese Weise die Häufigkeit und den Verlauf von Folgeerkrankungen positiv zu beeinflussen.
Insgesamt will das Team 5.000 Brandenburger im Alter von 47 bis 70 Jahren durchchecken. Teilnehmer, die das Metabolische Syndrom aufweisen, können sich zusätzlich einer umfangreichen ärztlichen Untersuchung in einem mobilen Sprechzimmer unterziehen, um mögliche Folgeerscheinungen auszuschließen. Liegen diese jedoch bereits vor, werden die Patienten an regionale Versorger weitervermittelt. Andernfalls empfehlen die Uni-Mitarbeiter vor Ort insbesondere spezielle Bewegungsprogramme, die helfen sollen, das Metabolische Syndrom zu verhindern oder die Symptomatik zu lindern.
Bei der Studie handelt es sich um ein Kooperationsprojekt innerhalb der 2015 neu gegründeten Forschungsinitiative ?Gesundheitswissenschaften? der Universität Potsdam. Hier arbeiten verschiedene Professuren der Humanwissenschaftlichen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät mit dem Schwerpunkt ?Bewegung und Ernährung? zusammen.
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Datum: 18.04.2017 - 10:47 Uhr
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