Anfassen erlaubt
Detaillierte Anamnese schützt vor Fehlbehandlungen
Auf den richtigen Griff kommt es an
Anstatt eine ausführliche Befragung durchzuführen und sich die Zeit zu nehmen, Patienten anzufassen, greifen Mediziner oftmals zur Erstellung ihrer Diagnose auf Röntgenbilder zurück. Allerdings lassen sich ISG-Blockaden auf diesen kaum wahrnehmen, weshalb es selten zur Diagnostizierung kommt. "Mithilfe von einfachen sogenannten Provokationstests lässt sich das ISG jedoch schnell als Auslöser entdecken. Dabei liegen Patienten entweder in Rücken- oder Seitenlage, während Ärzte an bestimmten Stellen Druck auf das Becken ausüben", weiß Dr. Hölper. Wenn mindestens drei der fünf Tests positiv ausfallen, also Beschwerden auslösen, gilt dies als Hinweis auf eine ISG-Problematik. Zu guter Letzt sorgt jedoch eine Schmerzmittelinjektion direkt in das wenig bewegliche Gelenk für Klarheit. Tritt eine Linderung auf, ist das ISG als Auslöser bestätigt.
Leidensweg verkürzen
Bleibt eine gründliche Anamnese aus, kommt es häufig zu folgenschweren Fehldiagnosen. Patienten erleben jahrelange Arztodysseen, bei denen sich Beschwerden stetig verschlimmern und im schlimmsten Fall chronisch werden. Bei anfänglichen Schmerzzuständen helfen bereits leichte körperliche Aktivitäten wie lange Spaziergänge, Schwimmen oder Radfahren, um das blockierte Gelenk einzurenken. Zusätzlich empfiehlt es sich, einen Physiotherapeuten aufzusuchen, der mit passenden Übungen die Muskeln nachhaltig stärkt. In einigen Fällen sprechen Patienten auf keine dieser konservativen und manualtherapeutischen Behandlungen an und gelten medizinisch als austherapiert. An dieser Stelle stabilisieren heutzutage sogenannte Dreiecksimplantate das beanspruchte Gelenk. Dank ihrer porösen Oberflächenstruktur wachsen die sogenannten iFuse-Implantate sehr schnell mit dem umliegenden Gewebe zusammen und sorgen für neuen Halt. Der minimalinvasive Eingriff dauert lediglich 40 Minuten und bereits drei Wochen später kehren Patienten in ihren gewohnten Alltag zurück. Weiterer Vorteil: Krankenkassen übernehmen die Kosten der Behandlung. "Um lange Leidenswege zu vermeiden, sollten sich Patienten nicht davor scheuen, ihren Arzt in die Pflicht zu nehmen und eine umfangreiche Schmerzanamnese zu verlangen", rät der Experte abschließend.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
SI-BONE wurde im April 2008 in San Jose, Kalifornien, USA, gegründet. Im November 2010 folgte das Tochterunternehmen in Italien und 2014 das in Deutschland mit Sitz in Mannheim. Seinen Fokus legt das technologiebestimmte Unternehmen auf einen stark unterbehandelten Bereich der Orthopädie, das Iliosakralgelenk (ISG). Laut mehreren orthopädischen Studien und wissenschaftlichen Publikationen gehen zwischen 15 und 25 Prozent aller Beschwerden im unteren Rückenbereich auf Probleme dieses Gelenks zurück. Viele Patienten werden aufgrund nahezu gleicher Symptomatik wie bei Bandscheibenschmerzen falsch behandelt und erhalten eine lumbale Spondylodese statt einer Stabilisierung des Iliosakralgelenks. Hierfür entwickelte SI-BONE ein innovatives, patentiertes Verfahren, das iFuse Implant System®. Dabei stellt das porös titanbeschichtete Implantat eine weniger invasive Alternative zur herkömmlichen Fixierung mittels Schrauben dar. Schonend fusionieren die dreieckigen riegelförmigen Implantate mit dem umliegenden Knochengewebe und sorgen somit für eine stabile Verbindung. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
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Datum: 25.04.2017 - 10:55 Uhr
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Kategorie:
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