Deutsch-Chinesische Konferenz zu Digitalisierung und Industrie 4.0 in Potsdam
Wirtschaftsförderung Brandenburg und IHK Potsdam erwarten über 300 Teilnehmer
Potsdam wird Schauplatz des bislang größten deutsch-chinesischen Unternehmertreffens in Brandenburg. 360 Teilnehmer haben sich zur Konferenz zu Digitalisierung und Industrie 4.0 angemeldet. Davon kommen etwa 140 aus Deutschland, 220 aus China. „Die große Anzahl der Anmeldungen zeigt, dass Brandenburg ein sehr attraktiver Standort für chinesische Unternehmen ist“, sagte Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, im Vorfeld des Treffens, das am heutigen Abend eröffnet wird. Die dreitägige Konferenz wird veranstaltet von der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), die IHK Potsdam und das Cluster Medien, IKT und Kreativwirtschaft Berlin Brandenburg.
„Brandenburger Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind in China begehrte Kooperationspartner“, betonte WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt. „Das Interesse aus China bezieht sich sowohl auf den Aufbau von Handelsbeziehungen als auch auf Investitionschancen in Brandenburg.“ „Unser Land bietet vieles: Innovative Unternehmen und wettbewerbsfähige Produkte ,Made in Brandenburg‘, die in jedem Markt der Welt bestehen können. Darüber hinaus ist Brandenburgs Hauptstadtregion hoch attraktiv für chinesische Unternehmen, die von hier aus den europäischen Markt erobern wollen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Mario Tobias.
Morgen bieten die Veranstalter in der IHK Potsdam ein ganztägiges Programm mit herausragenden Beispielen der Digitalisierung industrieller Produktionsprozesse aus Brandenburg und China. Daran nehmen unter anderem Siemens und Rolls-Royce teil. Nach den Vorträgen im Plenum finden sich die Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in fünf Fachpanels zusammen, um zu diskutieren, wie chinesische und deutsche Unternehmen kooperieren können, so dass beide Seiten davon profitieren. Themen sind u.a. IT-Sicherheit im globalen Datenaustausch, Virtual Reality für industrielle Anwendungen, autonomes Fahren und Geo-Informationssysteme.
Zur anschließenden Kooperationsbörse haben sich 230 Teilnehmer angemeldet, die 360 Gespräche führen werden. Am zweiten Konferenztag (28. April) lernen die Gäste aus China die Region Berlin Brandenburg auf fünf Exkursionen kennen. Die Touren führen u.a. ins Hasso Plattner Institut und die Universität Potsdam, zur Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, ins Energie-Modelldorf Feldheim und nach Frankfurt (Oder) ins Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) sowie zum größten der 28 chinesischen Unternehmen in Brandenburg, dem Solarmodulhersteller Astronergy.
Die WFBB hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich ihr Beziehungsnetz in China ausgebaut, u.a. zu den High-Tech-Zentren Zhongguancun in Peking, in die Partnerprovinz Hebei und nach Shanghai. Die Idee zur Digitalisierungskonferenz in Potsdam entstand im Rahmen einer Unternehmensreise mit Ministerpräsident Dietmar Woidke im Juli 2015 nach China. Im Juli dieses Jahres wird wieder eine Unternehmensreise der WFBB China besuchen, mit dem Schwerpunkt Medien, IKT.
China ist Brandenburgs wichtigster Handelspartner in Asien. Die Brandenburger Exporte in die Volksrepublik haben sich in den vergangenen zehn Jahren auf fast 300 Millionen Euro verdreifacht. Das Importvolumen liegt bei 664 Millionen Euro. China war 2016 der elftwichtigste Exportmarkt für Brandenburger Unternehmen. Bei den Einfuhren liegt China auf Rang 6.
Mehr zur Konferenz:
https://www.b2match.eu/chinese-german-it-conference-potsdam
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Die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) ist Ansprechpartner für Investoren, ansässige Unternehmen und technologieorientierte Existenzgründungen im Land Brandenburg. Die WFBB bietet alle Leistungen zur Wirtschafts- und Arbeitsförderung aus einer Hand - von der Unterstützung bei der Ansiedlung und Erweiterung über Innovationen, Internationalisierung und Vernetzung bis zur Fachkräfteakquisition und -qualifizierung. Sie unterstützt damit die Weiterentwicklung der branchenbezogenen Wirtschaftscluster des Landes Brandenburg und der deutschen Hauptstadtregion. Als Energiesparagentur ist die WFBB zudem eng eingebunden in die Umsetzung der Energiestrategie des Landes.
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Datum: 26.04.2017 - 16:21 Uhr
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Freigabedatum: 26.04.2017
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