NOZ: CDU-Spitzenkandidat kritisiert Weils Krisenmanagement bei Homann-Krise
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Krisenmanagement bei Homann-Krise
Althusmann: Landesregierung hätte bei Restrukturierung früher
handeln müssen
Osnabrück. Niedersachsens CDU-Landesvorsitzender Bernd Althusmann
hat das Handeln der rot-grünen Landesregierung in der Homann-Krise
scharf kritisiert. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung"
(Samstag). Im Falle der drohenden Abwanderung von rund 1200
Arbeitsplätzen aus Niedersachsen nach Ostsachsen oder Polen sei die
Landesregierung zu passiv gewesen, monierte Althusmann. Die
Müller-Gruppe, Konzernmutter des Feinkostherstellers Homann, plant
die Schließung der Werke im Osnabrücker Land. Als neuer Standort wird
das sächsische Leppersdorf gehandelt.
Anders als von der Landesregierung behauptet, habe es bereits im
vergangenen Herbst Hinweise gegeben, dass die lange in Aussicht
gestellte Erweiterung am Standort Dissen gefährdet sei: "Das
Wirtschaftsministerium hätte bereits im Herbst proaktiv tätig werden
müssen, als Müller die Standort-Entscheidung für Dissen auf Eis
gelegt hat", sagte der CDU-Landesvorsitzende am Freitag der Zeitung.
"Schon beim Wort ,Restrukturierung' muss eine Landesregierung
hellhörig werden und sagen: da haben wir ein Auge drauf", sagte
Althusmann.
Der CDU-Politiker kritisierte Ministerpräsident Stephan Weil
(SPD), der aus Termingründen eine Teilnahme an einer
Protestdemonstration an diesem Sonntag am Homann-Standort Dissen
abgesagt hatte. "Ich will nicht bewerten, ob Herr Weil am Sonntag zur
Demonstration kommen sollte. Er hätte aber viel früher tätig werden
und schon längst vor Ort gewesen sein sollen."
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Datum: 28.04.2017 - 17:32 Uhr
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