Rechtsanwälte Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstreiten Urteil gegen freien Finanzdienstleister
ID: 1485541
HSC Aufbauplan IV Schiff GmbH & Co. KG: Landgericht Fulda verurteilt freien Finanzdienstleister zu Schadensersatz
In einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstrittenen Urteil vom 04. November 2016 hat das Landgericht Fulda den beklagten freien Finanzdienstleister zum Schadensersatz und zur Rückabwicklung der Schiffsfondsbeteiligung am HSC Aufbauplan IV verurteilt.
Der Sachverhalt der Entscheidung:
Nach dem, dem Urteil zugrunde liegenden Sachverhalt, wurde der verstorbenen Zeichnerin, die Ehefrau des Klägers und Mutter der Klägerin (Erben), welche bereits Kundin des beklagten Finanzdienstleisters war, der streitgegenständliche HSC Aufbauplan IV-Fonds von dem Finanzdienstleister als sichere und risikolose Kapitalanlage empfohlen. Nach Überzeugung des Gerichts, auf Grund der durchgeführten Beweisaufnahme, wurden die wesentlichen Risiken der Beteiligung im Rahmen der mündlichen Beratung durch den Finanzdienstleister nicht aufgezeigt. Vorliegend wollte die Anlegerin eine sichere Kapitalanlage für ihre Altersvorsorge erwerben Die Anlegerin wurde jedoch nicht hinreichend darüber aufgeklärt, dass bzgl. der von ihr erworbenen Beteiligung das Risiko des Totalverlustes des in den Fonds investierten Kapitals besteht und sich die von ihre erworbene Fondsbeteiligung gerade nicht für die Altersvorsorge eignet. Zudem wurde die Anlegerin nicht hinreichend darüber aufgeklärt, dass sie erhaltene Ausschüttungen ggf. wieder zurückzuzahlen hat. Nach Überzeugung des Gerichts, erhielt die Anlegerin auch den Emissionsprospekt nicht rechtzeitig übergeben.
Landgericht Fulda entscheidet zugunsten der Kläger (hier der Erben der ursprünglichen Anlegerin):
Das Landgericht Fulda hat der Klage der Erben stattgegeben und den Finanzdienstleister insoweit zur Zahlung von Schadensersatz gegen Abtretung der Ansprüche aus dem Treuhandvertrag mit der Treuhänderin des Fonds verurteilt. Die Beklagte behauptete im Prozess, dass sie keinerlei Beratungsfehler begangen habe, so habe sie durch rechtzeitige Übergabe des Emissionsprospektes die Anlegerin vollumfänglich aufgeklärt. Der Beweisaufnahme vor dem Landgericht Fulda, hielten die Behauptungen des beklagten Finanzdienstleisters jedoch nicht stand. So stand nach der Zeugenvernehmung des damaligen Beraters nach Überzeugung des Gerichts fest, dass die Beratung fehlerhaft war. Der beklagte Finanzdienstleister wurde daher zum Schadensersatz, wie beantragt, verurteilt. Steuervorteile hat das Gericht, im Einklang mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung, auf den Schadensersatzanspruch des Klägers nicht schadensmindernd angerechnet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Fazit:
Das Urteil stärkt ein weiteres Mal die Stellung wirtschaftlich geschädigter Fonds-Anleger. Die Entscheidung des Landgerichts Fulda reiht sich in eine Vielzahl von Urteilen im Zusammenhang mit geschlossenen Fonds-Beteiligungen ein, die die Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann bis hin zum Bundesgerichtshof für ihre Mandanten erstritten hat.
Es zeigt deutlich, dass – entgegen einer weit verbreiteten Auffassung – nicht nur für Anleger geschlossener Fondsbeteiligungen, die über eine Bank oder Sparkasse gezeichnet haben, gute Chancen auf ein rechtliches Vorgehen bestehen, sondern auch für solche Zeichner, die – wie vorliegend – die Beteiligung über einen freien Finanzdienstleister oder Vertrieb erworben haben.
Was können betroffene Fondsanleger jetzt tun?
Anlegern geschlossener Fonds wird geraten ihre in Betracht kommenden Ansprüche durch einen auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: AFR2015
Datum: 29.04.2017 - 21:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1485541
Anzahl Zeichen: 3874
Kontakt-Informationen:
Kategorie:
Fonds
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1053 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rechtsanwälte Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstreiten Urteil gegen freien Finanzdienstleister"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rechtsanwälte Aslanidis, Kress & Häcker- Hollmann (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstrittenen Urteil vom 22. Dezember 2016 hat die 11. Zivilkammer des Landgerichts Magdeburg die wegen Beratungsfehlern beklagte Salzlandsparkasse zur Rückabwicklung der Schiffsfondsbeteiligung am HCI Shipping Select XVII verurteilt.
Anlegern der Gewa-Tower-Anleihe drohen hohe Verluste ...
Nach einer Pressemitteilung der Stuttgarter Zeitung hat die Projektgesellschaft der Gewa-Tower-Anleihe einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Esslingen eröffnete am 21. November 2016 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gewa 5 to 1 GmbH & Co. KG (Az.: 13 IN 789/16). Den Gläu
OLG Karlsruhe: Bausparkassen dürfen zuteilungsreife Verträge nicht kündigen ...
Der für Bankrecht zuständige 17. Zivilsenat des OLG Karlsruhe hat die Kündigung eines Bausparvertrags durch die Bausparkasse mit seinem Urteil vom 8.11.2016 (Az. 17 U 185/15) für unwirksam erklärt. Geklagt hatte ein Ehepaar, das bereits im Jahr 1991 einen Bausparvertrag über eine Bausp
Weitere Mitteilungen von Rechtsanwälte Aslanidis, Kress & Häcker- Hollmann
OLG Frankfurt am Main bestätigt Urteil gegen Sparkasse Oberhessen ...
Es wurde an dieser Stelle bereits berichtet, dass das Landgericht Gießen die Sparkasse Oberhessen zu Schadensersatz und Rückabwicklung bezüglich der Beteiligung an zwei geschlossenen Fonds (Hannover Leasing 169 MS „Merkur Gulf“ und Hannover Leasing 183 „Wachstumswerte USA 1 – Shopping Cen
Rechtsanwälte Aslanidis, Kress & Häcker- Hollmann erstreiten obsiegendes Urteil gegen Sparkasse Mainz ...
In einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstrittenen Urteil vom 11. November 2016 hat die 2. Zivilkammer des Landgerichts Mainz die beklagte Sparkasse Mainz zum Schadensersatz und zur Rückabwicklung der Schiffsfondsbeteiligungen am HCI Shipping Select XI und HSC Shipping Pr
Lloyd Fonds Schiffsportfolio II: Landgericht Frankfurt am Main verurteilt die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG zu Schadensersatz ...
In einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstrittenen Urteil vom 12. Oktober 2016 hat die 2. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main die beklagte Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG zum Schadensersatz und zur Rückabwicklung der Schiffsfondsbeteiligung am Llo
Lloyd Schiffsfonds: Rechtsanwälte Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstreiten obsiegendes Urteil gegen Steuerberater ...
Lloyd Fonds 71 MS „LLOYD PARSIFAL“, Lloyd Fonds 75 MS „ALMATHEA“ und Zweite Lloyd Fonds TradeOn Portfolio GmbH & Co. KG - Best of Shipping II: LG Tübingen verurteilt Steuerberater wegen Falschberatung zu Schadensersatz und Rückabwicklung In einem von der Kanzlei Aslanidis & Häck




