"Einigkeit und Recht und Freiheit": Grundsteinlegung Axel Springer Neubau in Berlin
ID: 1486061
Filmdokumentation zur Geschichte des Baugrundstücks
Es ist gute Tradition bei Axel Springer, dass die
Grundsteinlegungen für neue Verlagsgebäude oder Druckereien am
Geburtstag des Verlegers stattfinden. Gemäß dieser Tradition feierte
die Axel Springer SE am Vormittag des 2. Mai 2017 die
Grundsteinlegung des Berliner Axel Springer Neubaus, der seit dem
offiziellen Baubeginn am 6. Oktober 2016 in unmittelbarer
Nachbarschaft zu den bestehenden Verlagsgebäuden auf dem Gelände
zwischen Axel-Springer-, Schützen-, Zimmer- und Jerusalemer Straße
entsteht. Das für die digitale Arbeitswelt vom niederländischen
Architekten Rem Koolhaas mit einem spektakulären Entwurf konzipierte
dreizehngeschossige Bürogebäude bietet Platz für 3500 Arbeitsplätze.
Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE,
begrüßte die über 140 Gäste, darunter den Regierenden Bürgermeister
von Berlin, Michael Müller, sowie zahlreiche Baubeteiligte und sagte:
"Wir freuen uns, dass unser Neubauprojekt jetzt Gestalt annimmt. Wir
bauen auf geschichtsgeladenem Grund, direkt an der ehemaligen Mauer,
im früherem Osten, also so, dass Axel Springer die Grenzen der einst
geteilten Stadt auch baulich überwindet. Wir bauen auf einem
Grundstück, das deutsch-deutsche, vor allem auch deutsch-jüdische
Tragödien erlebt hat. An diese Geschichte denkend, in die Zukunft zu
blicken, ist unser Ziel. Das radikal moderne Design von Rem Koolhaas
definiert Arbeitsräume in der digitalen Welt neu. Es soll ein Symbol
und ein Verstärker für den Wandel und für die Verbindung der
Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen werden."
Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, brachte in
einem Grußwort die Bedeutung des Neubaus für die Stadt Berlin zum
Ausdruck: "Dieser Bau ist eine große Investition in den
Medienstandort Berlin. Die tiefe Verbundenheit zwischen Axel Springer
und unserer Stadt wird an dieser Stelle fortgesetzt. Vor 50 Jahren
errichtete Springer im geteilten Berlin ein Verlagshaus als Symbol
der Freiheit und eines friedlichen Europas. Dieser Neubau steht für
das heutige Berlin: eine digitale Haupt- und Medienstadt."
Ebenfalls in der Tradition des Verlegers Axel Springer vollzog
Friede Springer mit den Worten "Einigkeit und Recht und Freiheit" den
symbolischen Hammerschlag auf den Grundstein, in dem zuvor eine
Edelstahlkapsel eingelassen wurde. Die Inhalte der Kapsel sollen
Zeit- und Unternehmenstypisches für nachfolgende Generationen
dokumentieren und bewahren. Mitarbeiter hatten sich zuvor mit einem
unternehmensweiten Ideenwettbewerb an der Auswahl der Gegenstände
beteiligt. So fehlten selbstverständlich nicht tagesaktuelle
Zeitungen (WELT, BILD, B.Z.) oder die Unternehmensgrundsätze. Hinzu
kamen bauübliche Dokumente, wie Baupläne und - ganz digital,
zusätzlich zu den analogen Münzen - ein Datenträger mit einem Code
für BitCoin Satoshis. Ein kleiner silberner Anker soll an die
Hamburger Verlagsheimat erinnern. Auf einem Smartphone wurden die
Angebote der digitalen Marken des Unternehmens heruntergeladen.
In einer ebenfalls beigefügten Bauurkunde heißt es unter anderem:
"So legen auch wir diesen Grundstein an einer Grenze wie einst Axel
Springer. Wir legen ihn an einer Epochengrenze, den Blick ins
Ungewisse gerichtet. Wir legen ihn aber im Wissen, die Zukunft
gestalten zu können. Deshalb bauen wir mit großem Optimismus. Die
offene, helle Architektur des Gebäudes wird uns künftig ein Symbol
und Ansporn sein für die Transparenz unserer Arbeit, die Zuversicht,
mit der wir sie angehen und das Licht, das sie in die Gesellschaft
tragen soll und wird."
Im Anschluss an den feierlichen Akt der Grundsteinlegung auf dem
Baugelände wurde die Veranstaltung im 19. Stock des Verlagsgebäudes
mit der Uraufführung einer 15-minütigen Filmdokumentation
fortgesetzt. Eine umfangreiche markenübergreifende Recherche zur
Historie des Baugrundstücks von Sven Felix Kellerhoff, Leitender
Redakteur Zeit- und Kulturgeschichte WELTN24, und Hans-Wilhelm Saure,
Chefreporter im BILD-Ressort Investigative Recherche, brachten eine
Fülle von Geschichten zutage, die in einer neu gedrehten
Dokumentation nachgezeichnet wurden. Der Film, produziert von der
Zeitsprung Pictures GmbH, zeigt, dass der heutige Baugrund nicht nur
die Geschichte der Stadt Berlin, sondern gesamtdeutsche Geschichte
widerspiegelt. Die Axel Springer SE widmet den Film den Opfern und
den Helden, deren Schicksal mit dem Baugrundstück verbunden war.
In einem von Claus Strunz, SAT.1-Moderator und Geschäftsführer TV-
und Videoproduktionen bei Axel Springer, moderierten Gespräch
zwischen Mathias Döpfner und Rem Koolhaas zur Architektur und den
Bedürfnissen der modernen Arbeitswelt betonte Döpfner, dass der Axel
Springer Neubau die kulturelle Transformation von Europas führendem
Digitalverlag weiter unterstützen werde und diese gleichzeitig
sichtbar und greifbar mache. Koolhaas sagte: "Die Möglichkeit, durch
Architektur der besonderen Geschichte dieses Grundstücks ein weiteres
Kapitel hinzuzufügen und dieses Unternehmen mit seiner zentralen
Rolle im modernen Deutschland in die Zukunft zu begleiten, hat uns
sehr inspiriert."
Pressekontakt:
Axel Springer SE
Anne Müller
Tel: +49 30 2591 77606
anne.müller@axelspringer.de
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Datum: 02.05.2017 - 12:49 Uhr
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