EMNID-Umfrage / Mehrheit für höhere Einkommensgrenze beim Spitzensteuersatz

EMNID-Umfrage / Mehrheit für höhere Einkommensgrenze beim Spitzensteuersatz

ID: 1486573
(ots) - Ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von
53.666 Euro wird derzeit der Spitzensteuersatz von 42 Prozent fällig.
Somit trifft der Spitzensteuersatz Steuerpflichtige, die das
1,9-fache des durchschnittlichen Bruttogehalts aller Arbeitnehmer in
Deutschland erhalten. Im Jahr 1965 lag der Wert beim 15-fachen.

Die Deutschen halten mehrheitlich die derzeitige Einkommensgrenze,
ab der der Spitzensteuersatz fällig wird, für zu niedrig. In einer
repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar EMNID
sagte fast jeder Zweite (48 Prozent), das der Spitzensteuersatz erst
bei höheren Gehältern greifen solle. Ein Drittel (34 Prozent) hält
die aktuelle Einkommensgrenze für angemessen. Lediglich sieben
Prozent meinen, der Spitzensteuersatz solle bereits bei geringeren
Gehältern gezahlt werden. Dieses Ergebnis zeigt sich sehr konstant in
Ost und West, bei Alt und Jung, Männern wie Frauen.

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM: "Während die
Beschäftigten sich ihre Lohnsteigerungen mit Fleiß und Leistung
erarbeiten müssen, füllt sich die Staatskasse immer schneller, weil
die Politik die Steuertarife seit Jahrzehnten nicht richtig an die
Preissteigerung anpasst. Die Bürger haben ein sehr gutes Gespür für
Gerechtigkeit und wissen, dass man inzwischen auch ohne Spitzengehalt
zum Spitzensteuersatzzahler werden kann. Das sollte die nächste
Bundesregierung korrigieren und sowohl untere und mittlere Einkommen
durch die Abflachung der Tarife entlasten, als auch die
Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz spürbar anheben. Gerecht
geht nur mit Marktwirtschaft."

Eine Grafik zum Ergebnis der EMNID-Umfrage finden Sie unter
www.insm.de.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein
überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in


Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche
Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und
Elektro-Industrie finanziert.



Pressekontakt:
Pressesprecher INSM:
Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174; hennet@insm.de

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Datum: 03.05.2017 - 10:31 Uhr
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