Der richtige Weg / Position der VSB-Verbandsspitze zum offenen Brief der Verteidigungsministerin
ID: 1487894
Bundeswehr wiegt schwer. Eine Welle der Entrüstung schwappt über die
Medienkanäle und es scheint nur zwei Wege der Bewältigung zu geben.
Zum einen den der Bestätigung und uneingeschränkten Zustimmung. Zum
anderen den der emotionalen Betroffenheit und strikten Zurückweisung.
Die Bundesleitung des Verbands der Soldaten der Bundeswehr e.V.
(VSB) geht hiermit einen dritten Weg, den der konstruktiven
Auseinandersetzung. Warum?
Die Ressortchefin Dr. Ursula von der Leyen kritisiert offen
bekanntgewordene Missstände, aber sie solidarisiert sich gleichzeitig
mit der Truppe. Sie vermutet, dass es ein Problem im System gibt, ist
aber davon überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit der
Bundeswehrangehörigen nicht Teil dessen ist. Die Ministerin legt
ihrer Armee einen harten Aufklärungs- und Veränderungsprozess auf,
sieht sich dabei aber an der Seite jedes rechtschaffenden Soldaten.
Welche Einwände soll eine zukunftsorientierte, aufgeklärte und
loyale Bundeswehr gegen dieses Vorgehen ihrer Ministerin haben? Es
steht ihr gut zu Gesicht die jüngste Kritik von der Leyens
anzunehmen, zu prüfen und in den Dialog zu treten.
Denn wenn es Wenige sind, die dem Ansehen der Bundeswehr schaden,
dann muss die pflichtbewusste Mehrheit ein unbedingtes Interesse an
der Aufklärung haben. Wenn es Strukturen in der Bundewehr gibt, die
solch ein Fehlverhalten begünstigen, dann gehören diese abgeschafft.
Wenn es eine Chance gibt sich als Arbeitgeber weiterzuentwickeln,
dann muss diese genutzt werden. Sollte sich bei der Untersuchung der
Vorfälle die Kritik als haltlos erweisen, so hat die Armee ihre
Vertrauenswürdigkeit und Kooperation einmal mehr unter Beweis
gestellt. Die Institution Bundeswehr und deren Angehörigen können so
am Ende nur gewinnen.
Dieser Weg der konstruktiven Auseinandersetzung mit der
schwerwiegenden Kritik der Verteidigungsministerin ist nicht der
populärste. Aber es ist der richtige Weg für eine moderne Armee und
ein Zeichen an alle, dass sie ihre Haltung zur freiheitlich
demokratischen Grundordnung und den Tugenden des Soldatentums wahrt.
Die Bundeswehr muss sich bereit zeigen für den richtigen Weg und der
VSB geht hiermit voran.
Miteinander - Füreinander!
Ansprechpartner: Stabshauptmann Jürgen Zeiler, Telefon: +49 173 /
73 19 79 5
Pressekontakt:
Verband der Soldaten der Bundeswehr e.V. (VSB)
Herr Oberstleutnant Markus Herholt
Pressesprecher VSB
Malvenweg 1 A
51061 Köln
Telefon: 0173 / 73 19 795
E-Mail: bundesgeschaeftsstelle@vsb-bund.de
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Datum: 05.05.2017 - 12:17 Uhr
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