Der Schulz-"Defekt": Warum die SPD in Schleswig-Holstein verlor (FOTO)

Der Schulz-"Defekt": Warum die SPD in Schleswig-Holstein verlor (FOTO)

ID: 1488428

(ots) -
Kaum hat die SPD ihren "Heiland" Martin Schulz zum
Kanzlerkandidaten ausgerufen, verliert die Partei die Landtagswahlen
im Saarland und jetzt in Schleswig-Holstein. Eine
komm.passion-Analyse der Schulz-Anhänger auf Facebook zeigt, warum:
Seine Fanbase ist zu klein.

Schulz weiß seine Fans im liberal-intellektuellen Lager und im
Arbeitermilieu hinter sich. "Das Problem ist: Es handelt sich um
Randgruppen der Bevölkerung, um das Brötchen beim Burger: Lediglich
9,4 Prozent sind liberal-intellektuell, nur 3,9 Prozent gehören zur
klassischen Arbeiterschaft - Tendenz sinkend", sagt
Kommunikationsexperte Prof. Dr. Alexander Güttler, Initiator der
Studie der Pragmatic Analytic Services (PAS), einer gemeinsamen
Initiative der Unternehmensberatung und Kommunikationsberatung
komm.passion und Data.Science.Consulting.

PAS hat die Fanbase von Martin Schulz auf Facebook untersucht.
Schulz-Anhänger stehen auf die Bürgerbewegung "Campact", das
Satiremagazin "Der Postillon", "Zeit Online", "Ärzte ohne Grenzen",
"fairtrade" und "Amnesty International". Auch das traditionelle
Arbeitermilieu mit Facebook-Vorlieben für Gewerkschaften,
Grundeinkommen und Arbeiterwohlfahrt wählt eher Schulz als
beispielsweise Kanzlerin Merkel.

"So beseelt der traditionelle Arbeiter von Schulz auch sein mag,
große Wählermasse bringt das nicht. Wer die Wahl gewinnen will, muss
die Mitte der Gesellschaft auf seine Seite bringen. Sonst gehen
Wahlen verloren. Das hat Schleswig-Holstein gestern eindrucksvoll
bewiesen", sagt komm.passion-CEO Prof. Dr. Alexander Güttler.

Martin Schulz tritt als eine Art "Helmut Kohl reloaded" auf, wie
Sprachanalysen der ersten Reden beider zeigen. Kohl beschwor in
seiner historischen Antrittsrede als CDU-Vorsitzender von 1973
"Wohlstand" und die "Gemeinschaft der nach uns Kommenden". "Rot-Kohl"


Schulz spricht von "Gerechtigkeit" und "Perspektive für unsere
Kinder". Beide blieben unkonkret und in der eigenen Retter-Rolle
verhaftet. Vielfach sind die Formulierungen austauschbar.

Weitere Informationen zur PAS-Studie stehen hier:
http://ots.de/eg1do



Pressekontakt:
Gernot Speck
Pressesprecher
komm.passion GmbH
Tel.: 0211.60046-271
E-Mail: gernot.speck@komm-passion.de

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Datum: 08.05.2017 - 11:49 Uhr
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