Medical Data Institute gründet Expertengruppe Lymphtherapie
ID: 1489124
Erkrankungen ist eine multidisziplinäre Versorgungsform, an der
verschiedene Behandler beteiligt sind. Grundlage der erfolgreichen
Therapie dieser Patienten ist der zeitnahe und professionelle
Austausch aller Beteiligten in barrierefreier Kommunikation auf
Augenhöhe. Das Starnberger Medical Data Institute (MDI) wird mit der
neuen Expertengruppe Lymphtherapie die aktuelle Versorgungssituation
erfassen, Strukturen benennen und Möglichkeiten aufzeigen.
Die Lymphtherapie setzt zeitgleich mehrere Behandlungsschritte um.
Hierzu gehören die Lymphdrainage, die Kompressionstherapie, die
Aufklärung und Einbindung des Betroffenen, sowie deren
bedarfsgerechte und passgenaue Versorgung mit benötigten Materialien.
Daher erfolgt die Lymphtherapie zeitnah und koordiniert unter
Zusammenwirken von Versorgern verschiedener ärztlicher Fachrichtungen
sowie medizinischer und pflegerischer Einrichtungen. Auf Anordnung
des behandelnden Arztes werden in der Therapie von Menschen mit
lymphatischen Erkrankungen unter anderem die ambulante Pflege und
Physiotherapeuten mit Zusatzqualifikationen im Lymphbereich tätig.
Hinzu kommen weitere Versorger, beispielsweise Sanitätshäuser, die
für die Bereitstellung der benötigten Materialien sorgen.
"Die optimale Lymphtherapie findet in einem Raum statt, in dem
alle Versorger gleichzeitig tätig werden", fasst Dr. Anya Miller,
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lymphologie (DGL), den
Idealzustand zusammen. Die Berliner Ärztin ist Ressortleiterin der
Expertengruppe Lymphtherapie, die das Medical Data Institute im März
2017 ins Leben gerufen hat. Auch Prof. Dr. Gerd Lulay konnte als
Ressortleiter gewonnen werden. Der Gefäßchirurg leitet die Klinik für
Gefäßchirurgie am Mathias Spital in Rheine.
Miller erläuterte auf einem Expertenworkshop im Rahmen des
Kongress Pflege in Berlin den aktuellen Stand der Versorgung von
Menschen mit lymphatischen Erkrankungen, der ein ernüchterndes Bild
zeigt. Viele Materialien werden inadäquat verwendet, zudem erhalten
Betroffene mehr als sie benötigen. Im Gegensatz dazu bekommen Andere
wenig oder keine angemessene Versorgung. Gründe dafür liegen in
mangelnder Absprache oder fehlender Koordination der Versorger.
Manchmal gibt es auch andere Ursachen, so Miller. ''Das mit den
Strümpfen geht bei mir nicht", sei eine typische Patientenaussage,
die auf ungenügende Aufklärung über Methoden und Material der
Lymphtherapie hinweist. Unzureichende Kommunikation, sowohl der
Versorger untereinander, als auch mit dem Patienten, erschwert die
Therapie. Die Folgen sind Versorgungsmängel, Behandlungsrisiken und
Therapiebrüche. Auch die Gesetzeslage birgt so manche Fußangel.
Beispielsweise erlaubt es das aktuelle Anti-Korruptionsgesetz im
Gesundheitswesen nicht, dem Patienten von Seiten des Krankenhauses
einen Weiterversorger zu empfehlen.
Die Expertengruppe Lymphtherapie wird diese und weitere Faktoren,
die eine einheitliche und konsequente Versorgung von Menschen mit
lymphatischen Erkrankungen erschweren, ansprechen und Lösungswege
aufzeigen.
Weitere Informationen: https://www.md-institute.com/de/home.html
Pressekontakt:
Jan H. Timm
jtimm@md-institute.com
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Datum: 09.05.2017 - 13:46 Uhr
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Forschung und Entwicklung
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