Zwischenbilanz BIGE
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Zwischenbilanz BIGE
Innenminister Joachim Herrmann: Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus erfolgreich ? Zwischenbilanz zeigt große Akzeptanz des Beratungsangebots der Staatsregierung
"BIGE ? die im Frühjahr 2009 neu eingerichtete Informationsstelle gegen Extremismus findet große Akzeptanz bei der Bevölkerung, bei den Kommunen, Schulen und den Verbänden." Diese Bilanz zog Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum Jahresende.
7.500 Zugriffe in den ersten drei Monaten zeigen, wie gut das Informationsportal der Staatsregierung http://www.bayern-gegen-rechtsextremismus.deangenommen wird. Die Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus betreibt das Internetportal zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung. Es enthält detailliertes Fachwissen zum Thema Rechtsextremismus, insbesondere regionale Lageberichte für alle Regierungsbezirke in Bayern und die Landeshauptstadt München. Dort sind genaue und aktuelle Informationen zu rechtsextremistischen Strukturen, deren Aktivitäten sowie Straftaten abrufbar. Ferner enthält es ein breites Beratungs- und Hilfsangebot zum Beispiel für Aussteiger, Opfer, Kommunen und Vereine. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungstätigkeit liegt im schulischen Bereich bei den Eltern, Schülern und Lehrern.
Auch das Bürgertelefon wird nach den Worten Herrmanns gut angenommen. "Über die Rufnummer 089/2192-2192 kann sich jeder an die Informationsstelle gegen Extremismus wenden. Insgesamt gingen bislang mehr als 100 Anfragen bei der BIGE ein."
Erfolgreich ist auch das bayerische Aussteigerprogramm, das seit mehreren Jahren arbeitet und inzwischen in die BIGE integriert ist. "13 ausstiegswillige Angehörige der rechtsextremistischen Szene, die eine zeitintensive Betreuung brauchen, konnten in den letzten Wochen neu in das Programm aufgenommen werden", so Herrmann.
Auch zehn Kommunen in Bayern haben inzwischen das Beratungsangebot der BIGE in Anspruch genommen. Das Spektrum reicht dabei von Lösungsansätzen für konkrete Probleme vor Ort bis zur allgemeinen Information, was Kommunen präventiv tun können, um rechtsextremistischem Gedankengut keinen Nährboden zu bieten.
Die Präventionsarbeit nimmt breiten Raum ein, insbesondere bei Jugendlichen und Heranwachsenden. Die Informationsstelle ist auch in die Aus- und Fortbildungsarbeit der Polizei intensiv eingebunden. Die BIGE ist zudem vernetzt mit anderen Präventions- und Beratungsstellen auf staatlicher, kommunaler und kirchlicher Ebene.
Herrmanns Fazit: "Die neue staatliche Informationsstelle agiert sehr erfolgreich. Neben vielen bereits bestehenden sozialen, gesellschaftlichen und kirchlichen Initiativen gegen Rechtsextremismus hat sie ein eigenes Profil und bereichert die bestehenden Maßnahmen und Initiativen gegen Rechtsextremismus in besonderer Weise."
Pressesprecher: Oliver Platzer
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Datum: 30.12.2009 - 17:06 Uhr
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