Handel und Industrie verkennen die Relevanz der Geldwäsche-Gesetzgebung

Handel und Industrie verkennen die Relevanz der Geldwäsche-Gesetzgebung

ID: 1489970
(ots) - Zum 26. Juni 2017 erfolgt
die Umsetzung der vierten EU-Geldwäscherichtlinie in deutsches Recht
- der Gesetzentwurf dazu liegt derzeit beim Bundesrat. Viele
Unternehmen in Handel und Industrie verkennen jedoch leichtfertig,
dass sich für sie daraus Pflichten zur Bekämpfung von Geldwäsche und
anderen Formen der internationalen Kriminalität ergeben. Werden diese
vernachlässigt, drohen empfindliche Strafen. Dass die Gesetzgebung
nur Banken und andere Finanzdienstleister oder nur Bargeldgeschäfte
betrifft, ist dagegen ein Irrtum.

Warum dieses Thema für Handel und Industrie relevant ist:

1. Allgemeine Verpflichtung: Das Gesetz verpflichtet so genannte
"Güterhändler" dazu, kundenbezogene Sorgfaltspflichten zu
erfüllen. Gemeint sind Unternehmen, die gewerblich mit Gütern
handeln - also Hersteller ebenso wie Groß- und Einzelhändler.
2. Unbare Geschäfte: Bei unbaren Geschäften und unabhängig von der
Höhe einer Barzahlung treten diese Sorgfaltspflichten ein, sofern
etwas darauf hindeutet, dass es sich bei den gehandelten
Vermögenswerten um den Gegenstand einer Geldwäsche-Straftat
handelt sowie bei Zweifeln an der Identität des Kunden.
3. Strengere Aufsicht: Es kann damit gerechnet werden, dass die
Aufsichtsbehörden in den Bundesländern in Zukunft aus Anlass der
neuen Gesetzgebung genauer bei den Unternehmen nachfragen (in
Hessen z.B. das Regierungspräsidium Darmstadt).
4. Empfindliche Strafen: Das Gesetz sieht für Verstöße einen
Bußgeldrahmen von bis zu 1.000.000 Euro (bisher 100.000 Euro =
Verzehnfachung!) vor, oder das Doppelte des aus dem
Gesetzesverstoß gezogenen wirtschaftlichen Vorteils sowie eine
Nennung in öffentlich einsehbaren Listen ("Naming and Shaming").
5. Verdächtiges Verhalten: Es kann beispielsweise verdächtig sein,


wenn entsprechenden Nachfragen ausgewichen wird, wenn ein
Kaufangebot nach Anforderung weiterer Informationen zurückgezogen
wird, oder wenn der wirtschaftlich Berechtigte nicht offengelegt
wird.

Seyfi Günay, Direktor für Finanzkriminalität und Compliance für
die Region EMEA bei LexisNexis Risk Solutions
(http://www.lexisnexis.com/risk/intl/de/), erklärt: "Unternehmen sind
verpflichtet, sich darüber ein Bild zu machen, mit wem genau sie
Geschäftsbeziehungen eingehen und wer die wirtschaftlich Begünstigten
dieser Unternehmen sind. Dafür schreibt das Geldwäschegesetz
angemessene betriebsinterne Sicherungsmaßnahmen vor." Deshalb, sagt
Günay, ist es unerlässlich, entsprechende Informationen einzuholen
und zu bewerten.

Über LexisNexis® Risk Solutions

Bei LexisNexis Risk Solutions sind wir davon überzeugt, dass sehr
gute Daten und eine vertiefte Analyse das Risikomanagement
verbessern. Über 40 Jahre Erfahrung sind die Grundlage für das
Vertrauen, das unsere Kunden uns mit der Datenanalyse in ihren
Organisationen entgegenbringen. Durch die Analyse erhalten sie
belastbare Einblicke für das Risikomanagement und erzielen bessere
Ergebnisse, bei höchsten Sicherheits- und Datenschutzstandards.
LexisNexis Risk Solutions sitzt im Ballungsraum Atlanta und betreut
Kunden in mehr als 100 Ländern. Das Unternehmen gehört zur RELX
Group, einem globalen Anbieter für Informationen und Analysen von
Geschäftskunden in verschiedenen Ländern. Mehr Informationen auf der
Website: http://www.lexisnexis.com/risk/intl/de/.

Logo - http://photos.prnewswire.com/prnh/20160120/324390LOGO



Pressekontakt:
Carsten Michael
cometis AG
Tel.: +49-611-20-585-5-18
Email: michael@cometis.de oder Jean Creech Avent
LexisNexis® Risk Solutions
Director
Business Services
Media and Analyst Relations
Tel.: +1-770-862-7978 oder +1-770-807-4816
Email: jean.creech@lexisnexis.com

Original-Content von: LexisNexis Risk Solutions, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  4. Santander Atrium-Dialog: Nachhaltigkeit und die Mobilität der Zukunft (FOTO) Moti Shahani von Blue Ridge Partners wird auf INSEAD Private Equity-Konferenz im französischen Fontainebleau Panel zum Thema Wertschaffung moderieren
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.05.2017 - 08:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1489970
Anzahl Zeichen: 4290

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Frankfurt und Atlanta



Kategorie:

Banken



Diese Pressemitteilung wurde bisher 313 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Handel und Industrie verkennen die Relevanz der Geldwäsche-Gesetzgebung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

LexisNexis Risk Solutions (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Studie zeigt, dass globale Organisationen ihre Fähigkeit, risikoreiche Transaktionen zu erkennen, durch bessere Zusammenarbeit um mehr als das Zehnfache steigern können ...
- Der Einsatz von KI-Tools zur Verbreitung von Phishing, Deepfakes und anderen Scams untergräbt das Verbrauchervertrauen in digitale Dienstleistungen Banken und Online-Händler können ihre Fähigkeit, risikoreiche und schwer zu entdeckende betrügerische Transaktionen zu erkennen, erheblich verb

Jährlicher Anstieg um 19% der globalen digitalen Angriffsrate von Menschen initiierter Angriffe, laut dem Cybercrime Report von LexisNexis Risk Solutions ...
- Das Volumen der von Menschen initiierte Angriffe stieg um 40%, automatisierte Bot-Angriffe um 2%. - Cyber-Kriminelle nutzen abgelegene Betrugszentren in Südostasien, um Verbraucher weltweit anzugreifen. - Die Übernahme von Konten durch Dritte ist die häufigste von Kunden gemeldete Betrugskate

Jeder Euro, der in Deutschland durch Betrug verloren geht, kostet Unternehmen 4,18 Euro, laut der LexisNexis True Cost of Fraud Studie ...
- Bei 58 % der deutschen Unternehmen hat der Betrug im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. - Erstmals in der EMEA-Region verursachen digitale Kanäle mehr Betrugsverluste als die konventionellen Kanäle. - Fast alle deutschen Unternehmen geben an, dass Betrug sich negativ auf die Kundenkonversion aus


Weitere Mitteilungen von LexisNexis Risk Solutions


4. Santander Atrium-Dialog: Nachhaltigkeit und die Mobilität der Zukunft (FOTO) ...
Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Warum sollte Nachhaltigkeit heutzutage ein bedeutender Faktor der Unternehmenskultur sein? Und welche Rolle kann der Finanzsektor bei der Bewältigung von Klimazielen und Energiewende spielen? Diese und andere Fragen standen unter der Überschrift &q

Santander macht e-mobil ...
- Einweihung der ersten Santander Elektro-Ladesäule - Weitere Ladestationen bundesweit an Filialstandorten der Bank geplant Die Santander Consumer Bank AG eröffnete vor der Unternehmenszentrale in Mönchengladbach die erste eigene E-Ladesäule und setzt so ein Zeichen für die E

Milchbranche sammelt Know-how zu Warentermingeschäften - Vertreter der milchverarbeitenden Industrie zu Gast beim zweiten Milchwirtschaftstag der Bremer Landesbank (BLB) (FOTO) ...
In Zeiten von Deregulierung und Internationalisierung wird das Risikomanagement auch für den Milchsektor immer wichtiger. Die Bremer Landesbank (BLB) ist hier seit Jahren Spezialist und zuverlässiger Partner in den Segmenten Rohstoffmanagement und -finanzierung. Um ihre Kompetenz für die U

Erstes Quartal 2017: Weiterhin starke Nachfrage nach Förderung in Deutschland ...
- Gesamtfördervolumen von 18,2 Mrd. EUR (+16 %) - Steigerung der inländischen Förderung auf 14,6 Mrd. EUR (+20 %) - Starke Nachfrage nach Mittelstands- und Wohnungsbaufinanzierungen setzt sich fort - Zusageanstieg des Geschäftsbereichs KfW Entwicklungsbank auf 1,1 Mrd. E


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z