Bewerbungsschluss an der Münchner Berufsfachschule für Rock, Pop & Jazz
Der Berufsfachschul-Träger Neue Jazzschool München e.V. nimmt bis 22. Juni 2017 Anmeldungen für seine diesjährige Aufnahmeprüfung an.
Bei regelmäßigen Schulkonzerten sammeln die Berufsfachschüler der Jazzschool Bühnenerfahrung.(firmenpresse) - Mit seinen Berufsfachschulen für Musik geht Bayern im deutschen Bildungssystem einen Sonderweg. Deren zwei- bis dreijährige staatliche Vollzeitausbildung ist eine Stufe unter den Musikhochschulen angesiedelt. Weil es jedoch vergleichsweise wenige Studiengänge für Popularmusik in der Bundesrepublik gibt, schließen Berufsfachschulen mit der Fachrichtung Rock, Pop und Jazz häufig diese Lücke. In der bayerischen Hauptstadt übernimmt der Verein Neue Jazzschool München diese Aufgabe. Für seine zweitägige Aufnahmeprüfung am 7. und 8. Juli 2017 können sich Bewerber bis 22. Juni anmelden.
18 Schüler nimmt die Münchner Berufsfachschule jedes Jahr in ihre zweijährige Ausbildung zum „Staatlich geprüften Ensembleleiter in der Fachrichtung Rock/Pop/Jazz“ auf. In einem zweitägigen Eignungstest prüft die Jazzschool die praktischen Fähigkeiten ihre Bewerber auf dem gewählten Hauptfachinstrument bzw. im Gesang und deren theoretische Kenntnisse in Harmonielehre, tonaler Gehörbildung, Rhythmik und allgemeiner Musiklehre. „Bei unserer umfangreichen Aufnahmeprüfung ist es uns wichtig, dass jemand nicht nur Talent mitbringt sondern sich auch umfassend vorbereitet hat. Weil Bewerber uns damit zeigen, dass sie die sehr breit angelegte Ausbildung an einer Berufsfachschule ernst nehmen und durchziehen können.“, erklärt Schulleiter Franz-David Baumann.
Jüngere Absolventen des Münchner Instituts schließen häufig ein Jazz-Studium an einer Musikhochschule an. „Um sich als eigenständige Künstlerpersönlichkeiten unter Anleitung weiterzuentwickeln. Denn die Ausbildung an einer Berufsfachschule mit 30 Wochenstunden ist sehr weit gefächert und verbindet künstlerische, pädagogische und allgemeinbildende Aspekte.“, beschreibt Baumann. Knapp die Hälfte seiner Schüler entscheide sich nach ihrem Abschluss bei einem entsprechend guten Notendurschnitt aber für das dritte pädagogische Aufbaujahr an seiner Berufsfachschule. Diese Zusatzausbildung berechtigt, bis zur Mittelstufe an öffentlich geförderten Sing- und Musikschulen zu unterrichten. Parallel dazu nutzen Schüler des pädagogischen Aufbaujahrs in München die reduzierte Wochenstundenzahl, um eigene Bandprojekte intensiver voranzutreiben. Nur etwa 5% der Absolventen lassen sich am Staatsinstitut für Fachlehrerausbildung für die musikpädagogische Arbeit an Realschulen, Mittel- und Grundschulen ausbilden.
„Natürlich hat jeder, der zu uns kommt den Traum, mit einer eigenen Band durchzustarten. Viele erkennen während der Ausbildung dann aber, wie viel Spaß ihnen das Unterrichten macht. Und dass das nicht einfach ein zweites Standbein aus Mangel an Alternativen sein muss.“, bekräftigt Baumann. Um seine Schüler auf den internationalen Musikmarkt vorzubereiten, setzen er und sein Team seit Kurzem auf europäischen Praxisaustausch. Als einzige Berufsfachschule für Musik nimmt das Münchner Institut an dem Programm Erasmus+ teil und sendet Schüler und Dozenten mit der Unterstützung von EU-Fördergeldern an vergleichbare Partnerschulen in Großbritannien, Finnland, Holland, Lettland und Slowenien.
Mehr Informationen zur Berufsfachschul-Ausbildung und Aufnahmeprüfung in München gibt es auf www.jazzschool.de oder direkt unter 089/ 72 63 52 96-0.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Pianist Joe Haider gründete 1974 die erste Ausbildungsstätte für Jazz und Popularmusik in Deutschland: die Jazz School München. Seine Ausbildung lehnte sich eng an das Konzept des renommierten „Berklee College of Music" in Boston und der „Swiss Jazz School” in Bern an. In den folgenden Jahren erwarb sich die Schule als Ausbildungsstätte für Jazz und Popularmusik einen weit über die Grenzen Münchens und Bayerns hinausgehenden Ruf. Aus dem ganzen Bundesgebiet und auch aus dem nahen Ausland bewarben sich Musiker um einen Ausbildungsplatz. Es folgte eine enge Zusammenarbeit mit dem in den 1970er Jahren international bekannten Münchener Jazzclub Domicile. Zusätzliche Workshops entstanden und die Studenten bekamen die Chance, mit internationalen Jazzgrößen zusammenzuarbeiten.
Nach dem Ausscheiden von Joe Haider übernahm der Pianist, Sänger und langjährige Jazzschool-Dozent Max Neissendorfer 1985 die Leitung. Er gründete den gemeinnützigen Verein „Neue Jazzschool München e.V.”, der die Trägerschaft des Instituts übernahm. Bald darauf begann die Zusammenarbeit mit der privaten Musikschule Ohrwurm. Neben allgemeinem Gesangs- und Instrumentalunterricht setzte die Jazzschool mit der Intensivausbildung für Jazz und Popularmusik Haiders Ausbildung für Berufsmusiker fort.
Im Herbst 2007 gründete Max Neissendorfer gemeinsam mit dem Komponisten, Trompeter und Jazzschool-Dozenten Franz-David Baumann die erste Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz in Oberbayern. Die beiden erweiterten damit das Angebot um einen staatlichen Ausbildungszweig. Im Zuge der Berufsfachschulgründung bezog der Neue Jazzschool München e.V. ein neues, eigenes Schulgebäude im Stadtteil Pasing. Seit November 2011 ist seine Berufsfachschule staatlich anerkannt. Auch nach über 40 Jahren gestaltet die Jazzschool neben ihrem Ausbildungs- und Unterrichtsprogramm mit Jam Sessions, Wettbewerben und Konzerten das musikalische Leben in München und ganz Bayern mit.
Katrin Neoral
Neue Jazzschool München e.V.
Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz München
Manzingerweg 7
81241 München
Tel. 089-72635296-0
Fax 089-72635296-96
E-Mail: neoral(at)jazzschool.de
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E-Mail: neoral(at)jazzschool.de
Datum: 30.05.2017 - 13:48 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Katrin Neoral
Stadt:
München
Telefon: +4989726352960
Kategorie:
Bildung & Beruf
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Freigabedatum: 29.05.2017
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