Bedrohungen aus dem Cyberspaceüberfordern Vorstände, sagen IT-Entscheider

Bedrohungen aus dem Cyberspaceüberfordern Vorstände, sagen IT-Entscheider

ID: 1494746
(ots) - Laut einer aktuellen Studie zum Thema
Cyber-Sicherheit der globalen Risikomanagementberatung Control Risks
fühlen sich viele Führungskräfte angesichts der Bedrohungen aus dem
Cyberspace überfordert. Die von Control Risks weltweit durchgeführte
Umfrage unter Führungskräften und IT-Entscheidern ergab, dass fast
die Hälfte der Befragten davon überzeugt ist, die Führungsetage ihres
Unternehmens würde Cyber-Risiken nicht ernst genug nehmen. Und dies,
obwohl 77 % der Befragten die Mitglieder der Führungsebene als
Hauptverantwortliche für Cyber Security Management in ihrem
Unternehmen ansehen - und nicht die traditionell zuständige
IT-Abteilung.

Gut 31 % der Befragten gaben zudem an, sehr oder sogar extrem
besorgt zu sein, ihr Unternehmen könne im Laufe des nächsten Jahres
Opfer einer Cyber-Attacke werden. Bei einem Drittel (34 %) der
Unternehmen sei jedoch kein Krisenmanagement-Plan für den Fall eines
Cyber-Angriffs vorhanden. Angesichts des bis dato schwersten
Malware-Angriffs vom 12. Mai 2017, der WannaCry Ransomware-Attacke,
bei der in weniger als 12 Stunden 150 Länder betroffen waren, ist
dieser Mangel an Vorbereitung erstaunlich.

Schlüsselerkenntnisse der Studie:

- Unternehmen tun sich mit einem risikobasierten Ansatz schwer:
Obwohl immer mehr Unternehmen mittlerweile erkannt haben, dass die
Erfüllung von regulatorischen Minimalanforderungen nicht ausreicht
und stärker daran arbeiten möchten, die Risiken einer Cyber-Attacke
tatsächlich zu reduzieren, sehen fast die Hälfte (45 %) die
Identifikation, Analyse und Reduzierung dieser Risiken als ihre
größte Herausforderung an.

- Verstöße durch Drittparteien bereiten
zunehmend Sorge: Etwas über ein Drittel (35 %) der Befragten gab an,
ihr Unternehmen hatte in der Vergangenheit bereits mit
Sicherheitslücken aufgrund von Drittparteien zu kämpfen. Zwar


ergriffen 9 von 10 Befragten (93 %) Schritte, um die
Cyber-Sicherheitsmaßnahmen ihrer Drittparteien zu überprüfen. Diese
beschränkten sich bei 53 % jedoch lediglich auf rein vertragliche
Klauseln.

- Cyber-Angriffe haben schwere Langzeitauswirkungen: 4 von
10 Befragten gaben an, ein Cyber-Angriff habe bereits zum Missbrauch
sensibler oder vertraulicher Informationen (43 %), beziehungsweise
zum Verlust von Kundendaten (41 %) geführt.

Harald Nikutta, Senior Partner bei Control Risks Deutschland,
meint hierzu:

"Cyber-Sicherheit wird häufig noch immer als rein technische
Herausforderung und weniger als ein übergreifendes Geschäftsrisiko
angesehen. Wie unsere Umfrage zeigt, kann diese eingeschränkte
Sichtweise vielen Unternehmen auf Dauer erhebliche Sorgen bereiten.
Wir empfehlen, einen möglichst umfassenden Blick mit Bezug zu
konkreten Bedrohungen auf das jeweilige Unternehmen zu werfen. Dabei
ist die Art und Weise, wie Cyber-Risiken identifiziert, eingeschätzt
und im Unternehmen kommuniziert werden, von zentraler Bedeutung. Es
ist wichtig, dass Unternehmen die potenziellen Folgen von Cyber-
Risiken in ihrem speziellen Fall verstehen. Erst dann können diese in
einer Risikomanagement-Strategie Berücksichtigung finden und mit
wirksamen Maßnahmen unterlegt werden."

Unternehmen müssen dafür Sorge tragen, dass Cyber-Sicherheit
fester Bestandteil auf der Agenda des Vorstands ist - einschließlich
der Überprüfung der externen Cyber-Bedrohungslage in Zusammenarbeit
mit IT. Darüber hinaus profitieren Firmen von regelmäßigen
Krisenmanagement-Übungen für alle relevanten Parteien wie die
Vorstandsetage, IT, die Rechts- sowie Kommunikationsabteilungen und
sämtliche andere Mitglieder des Krisenmanagement-Teams. Diese Übungen
stellen sicher, dass alle Beteiligten ihre Rollen und
Verantwortlichkeiten kennen und die potenziellen Folgen von
Cyber-Attacken vor Augen haben.

Über die Umfrage:

Cyber Security Landscape ist eine unabhängige, globale Umfrage
unter 482 IT- und Business-Entscheidern von Unternehmen mit über
2.000 Mitarbeitern aus dem privaten und öffentlichen Sektor in 20
Ländern. Die Umfrage wurde zwischen Januar und Februar 2017
durchgeführt.



Pressekontakt:
Felicitas Sommer, Marketing Executive Central and Eastern Europe
Felicitas.Sommer@controlrisks.com
+49 1590 44 53 336
www.controlrisks.com

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Datum: 31.05.2017 - 08:00 Uhr
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