Der Arbeitsmarkt im Mai 2017: Anhaltend günstige Entwicklung / BA-Presseinfo NR. 13

Der Arbeitsmarkt im Mai 2017: Anhaltend günstige Entwicklung / BA-Presseinfo NR. 13

ID: 1494841
(ots) - "Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig. Die Zahl der
arbeitslosen Menschen ist im Mai weiter zurückgegangen und die
Beschäftigung ist erneut kräftig gewachsen. Auch die Nachfrage nach
Arbeitskräften befindet sich weiterhin auf sehr hohem Niveau.", sagte
der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef
Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in
Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: -71.000 auf 2.498.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:-166.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,6
Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von April auf Mai um 71.000
auf 2.498.000 abgenommen. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang
von 9.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren
166.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung,
die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen
und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich
saisonbereinigt um 13.000 verringert. Insgesamt belief sie sich im
Mai 2017 auf 3.526.000 Personen. Das waren 24.000 weniger als vor
einem Jahr. Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich
weniger stark gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran,
dass die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik insbesondere für
geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde. Die
nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte
Erwerbslosigkeit belief sich im April auf 1,78 Millionen und die
Erwerbslosenquote auf 4,2 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung


haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach
Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen
(nach dem Inlandskonzept) im April saisonbereinigt gegenüber dem
Vormonat um 31.000 gestiegen. Mit 43,98 Millionen Personen fiel sie
im Vergleich zum Vorjahr um 652.000 höher aus. Der Anstieg geht vor
allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück.
Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Februar auf März
saisonbereinigt um 48.000 zugenommen. Insgesamt waren im März nach
hochgerechneten Angaben 31,93 Millionen Menschen
sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 734.000 mehr als ein Jahr
zuvor.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiter auf sehr
hohem Niveau. Im Mai waren 714.000 Arbeitsstellen bei der BA
gemeldet, 60.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich
die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 5.000 erhöht. Der
Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) - ein Indikator für
die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland - blieb im Mai 2017
unverändert bei 231 Punkten. Im Vorjahresvergleich fällt der Abstand
mit einem Plus von 15 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Geldleistungen

Insgesamt 699.000 Personen erhielten im Mai 2017 Arbeitslosengeld,
53.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen
Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB
II) lag im Mai bei 4.418.000. Gegenüber Mai 2016 war dies ein Anstieg
von 97.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen
im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Ausbildungsmarkt

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr
2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Mai 2017 meldeten sich bei den
Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 467.000 Bewerber für eine
Ausbildungsstelle. Das waren 3.000 mehr als im Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig waren 480.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 2.000 mehr
als vor einem Jahr. Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen
für angehende Kaufleute im Einzelhandel (29.000), Verkäuferinnen und
Verkäufer (20.000) und Kaufleute für Büromanagement (20.000). Wie in
den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und
qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und
Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungsmarkt ist im Mai aber
noch in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu
früh.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter
http://statistik.arbeitsagentur.de.

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

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Datum: 31.05.2017 - 10:00 Uhr
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