Europäischer CIVIS Medienpreis 2017 für MDR-Hörspiel - MDR KULTUR mit dem renommierten Preis ausgezeichnet
ID: 1496147
Migration, Integration und kulturelle Vielfalt, wurde gestern Abend
im Auswärtigen Amt in Berlin während einer von Ingo Zamperoni
moderierten TV-Gala zum 30. Mal verliehen. Im Wettbewerb um den
europäischen Medienpreis, der seit drei Jahrzehnten
Programmleistungen in Radio, Film, Fernsehen und Internet
auszeichnet, die das friedliche Zusammenleben von Menschen
unterschiedlichster geografischer und kultureller Herkunft fördern,
nahmen insgesamt 783 Programme aus 24 EU-Staaten und der Schweiz
teil. 27 Programme wurden nominiert - darunter zwei Produktionen des
MDR: eine "FAKT"-Reportage und ein MDR KULTUR-Hörspiel.
Den europäischen CIVIS Radiopreis in der Kategorie "Lange
Programme" erhielt das Hörspiel "Jenseits der Kastanien" von MDR
KULTUR - Das Radio. Autorin des Hörspiels ist Marina Frenk, Regie und
Redaktion liegen bei Stefan Kanis.
Jurybegründung: "Eine starke beeindruckende Stimme, ein
musikalischer Genius. Die Autorin erzählt von ihrer eigenen
Integration, aus verschiedenen und überraschenden Perspektiven. Mal
wütend gegen Vorurteile und rassistisches Schubladendenken, dann
wieder zärtlich in der Erinnerung, mit Leidenschaft und entwaffnendem
Humor. Das Hörspiel erzählt in präzisen Bildern vom Daheimsein im
Unbekannten. Es geht um Migration, Heimat, Herkunft. Es geht um
Begegnungen und gegen Vereinnahmung und Ausgrenzung. Sehr
nachdenklich, sehr komisch, sehr politisch - einfach brillant. Ein
Meisterwerk.".
Nathalie Wappler Hagen, MDR-Programmdirektorin, freut sich: "Wir
sind stolz, dass das Hörspiel der vielseitigen Künstlerin Marina
Frenk diese bedeutende Auszeichnung gewonnen hat. Sie gibt mit ihrer
eigenen Migrations- und Integrationsgeschichte ein berührendes
Zeugnis ab, das stellvertretend für so viele Flüchtlingsschicksale
steht. Ein starkes Plädoyer gegen Ausgrenzung und für gegenseitiges
Verständnis."
Zum Inhalt: "Wissen Sie, was ein DDON ist? Ein DDON ist ein
'Definitiver Depp Ohne Nationalität'. Ich bin einer." Marina Frenk,
in eine russisch-jüdische Familie geboren, kam 1993 mit ihren Eltern
nach Deutschland, genauer: nach Dortmund-Nordstadt. Mitten in den
Migrantendschungel des Ruhrgebiets, wie sie sagt, wenn sie - mit
Blick auf Flüchtlingsschicksale von heute - von ihrer eigenen
"Integration" erzählt. Das Hörspiel handelt von kultureller
Transformation und Identitätsschlamassel, vom Verlorengehen einer
Sprache, einer Herkunft.
Schirmherren des CIVIS Medienpreises 2017 sind Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier und der Präsident des Europäischen
Parlaments, Antonio Tajani.
Pressekontakt:
MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Bianca Hopp,
Tel.: (0341) 3 00 64 32, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse
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Datum: 02.06.2017 - 10:12 Uhr
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