Geldvermögen wieder im Aufwärtstrend
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Geldvermögen wieder im Aufwärtstrend
Hohe Sparquote und gute Börsenentwicklung ließen Bruttogeldvermögen 2009 auf 4,64 Billionen Euro steigen
Aktien steigern Geldvermögen in 2009
Seit dem Tief im März haben sich die Börsen rasant erholt und der deutsche Leitindex DAX hat um über 60 Prozent zugelegt. Verglichen mit dem Jahresende 2008 verzeichnet er ein Plus von 24 Prozent, was zwar wieder zu einem höheren Aktienvermögen im Portfolio der privaten Haushalte führte; dennoch lag der Aktienbestand nur etwa bei dem Niveau von 1995. Die sehr volatilen Aktienmärkte im abgelaufenen Jahrzehnt haben die Anleger tief verunsichert. Seit 2001 berichtet die Deutsche Bundesbank von Nettoabflüssen aus dem Aktienbestand der privaten Geldvermögen. Auch in den ersten beiden Quartalen 2009 wurde dieses Verhalten registriert. Die Zahl der Aktien- und Fondsbesitzer ging entsprechend seit 2001 um vier Millionen zurück. Die kräftige Erholung an den Börsen im vergangenen Jahr in einem Umfeld sehr niedriger Renditen mag in der zweiten Hälfte 2009 den Negativtrend gebremst haben. So waren bei der Fondsanlage in den letzten Monaten auch wieder deutliche Mittelzuflüsse in Aktienfonds zu verzeichnen. Im Jahresvergleich konnten die Anlagen in Investmentfonds Boden gut machen; das Fondsvermögen im Bestand der privaten Haushalte dürfte wieder auf das Niveau von 2007 geklettert sein.
Hohe Abflüsse bei Terminanlagen
Nach wie vor beherrscht das Thema Sicherheit die Anlageentscheidungender privaten Anleger. Sie parkten ihr Geld lieber auf kurzfristig verfügbarenKonten. So war ein enormer Anstieg von rund 20 Prozent bei Sichteinlagen zu verzeichnen. Diese übertreffen mittlerweile mit einem Bestand von gut 630 Milliarden Euro die Spareinlagen in Höhe von 580 Milliarden Euro, die imabgelaufenen Jahr ebenfalls ein Plus verzeichnen konnten. Die größtenAbflüsse im Portfolio der privaten Haushalte mussten ? nach einem kräftigen Anstieg in 2008 ? mit minus 120 Milliarden Euro Termineinlagen hinnehmen, da sich die Effektivverzinsung für Terminanlagen bis zu einem Jahr auf ein Prozent verringerte und damit für viele Sparer zunehmend unattraktiv wurde. Die Zuflüsse bei Spar- und Sichteinlagen jedoch kompensierten diese Entwicklung; per saldo stockten die privaten Haushalte ihre Bankeinlagen um etwa 40 Milliarden Euro auf. Gerade im ersten Halbjahr 2009 erfreuten sich festverzinsliche Papiere großer Beliebtheit. Anleihen lieferten hohe Renditen, sodass auch der Bestand an Rentenwerten nach Abflüssen in 2007 und 2008 wieder aufgestockt wurde.
38 Prozent des Geldvermögens liegen bei Banken
In der Zusammensetzung des Geldvermögens der privaten Haushalte dominieren mit gut 38 Prozent weiterhin die Anlagen bei Banken und Sparkassen; rund 1,78 Billionen Euro liegen dort als Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie als Sparbriefe. Zwar konnten sich die Kapitalmarktprodukte wie Aktien, Investmentfonds, Rentenpapiere und nicht börsennotierte Beteiligungen im letzten Jahr wieder leicht verbessern, dennoch erreicht ihr Anteil derzeit nur knapp 28 Prozent, in etwa so viel wie 1996; im Jahr 2006 lagen die Anteile der Bank- und Kapitalmarktanlagen noch dicht beieinander, Anfang des Jahrtausends gleichauf. In etwa stabil blieb der Anteil der Versicherungen von gut 28 Prozent und auch die Pensionsrückstellungen konnten ihr Gewicht bei knapp 6 Prozent weitgehend konstant halten.
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen.
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Klaus Papenbrock
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Datum: 05.01.2010 - 17:35 Uhr
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