Selbstwahrnehmung: "Auf mich hört ja keiner!"
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"Sie verstehen das nicht!" Den Spruch hat bestimmt schon jeder gehört. Zu dumm, um zu begreifen, aber intelligent genug um zu arbeiten? Mund halten und das Denken den anderen überlassen?
Selbstüberschätzung: "Ich kann auch Picasso!"(firmenpresse) - Problemlösungskompetenz Beschäftigter wird von Chefs einfach nicht wahrgenommen, in dem sie als Vorgesetzte Fähigkeiten und Können von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschätzen, um sich selbst zu überschätzen.
Die Selbstüberschätzung geht oft mit dem Status einher. Nicht die Kompetenz, sondern die Hierarchie entscheidet. War die Entscheidung falsch, dann folgt die Schuldzuweisung an Dritte. Alle sind schuld: Der Markt, die Kunden, der Wettbewerb, der Preis und natürlich die unfähigen Beschäftigten. Vorgesetzte benachteiligen, Kollegen sind ahnungslos und die Chefs von ganz oben verstehen sowieso nichts. Kurzum, die Verantwortungslosigkeit begibt sich in die Opferrolle. Das Problembewusstsein schwindet und somit auch die Erarbeitung möglicher Lösungen. Ergebnis: Beschäftigte resignieren frei nach dem Motto „auf mich hört ja keiner“.
Zugeordnete Beschäftigte nicht ernst nehmen und ihnen die Kompetenz absprechen ist ein klassischer Fehler von Führungskräften. Damit säen sie einen fruchtbaren Nährboden zur Förderung von Konflikten. Untersuchungen zeigen, ein Großteil der Führungskräfte leidet, ohne es zu wissen, am *DKE-Syndrom.
Eine logische Regel besagt, wer selbst schlechte Leistungen bringt kann auf diesem Gebiet auch nicht die Leistungen anderer beurteilen. Beurteilt er dennoch, so neigt er oder sie zur Selbstüberschätzung.
Ein Beispiel: Alle halten sich für gute Autofahrer. Jeder fährt bestimmt besser als der Durchschnitt? Garantiert besser als 80 Prozent aller Autofahrer? Fast jeder hält sich am Lenkrad für überdurchschnittlich kompetent. Die „Pfeifen“ sitzen in den anderen Fahrzeugen. Genauso verhält es sich auch mit der Selbsteinschätzung, wenn es um intellektuelle Fähigkeiten, um Sozialkompetenz oder um Humor geht, obwohl logischerweise auf jedem Gebiet nur jeder Zweite zu den besten 50 Prozent gehören kann. Dieses Paradoxon untersuchten die US-Professoren Justin Kruger und David Dunning. Seither sprechen Psychologen vom *DKE-Effekt.
Nun stellte sich die Frage, wie es denn überhaupt möglich sei, inkompetenten Personen die eigene Inkompetenz klar zu machen? Kruger und Dunning fanden darauf eine ganz einfache Antwort: Wenn sich Selbsterkenntnis mit Kompetenz in einer Wechselbeziehung befindet, dann muss man die Kompetenz erhöhen, um die Selbsteinschätzung näher an die Realität zu bringen. Dafür gibt es nur eine Möglichkeit: Bildung! Viel Wissen für alle, damit möglichst viele Beschäftigte, Führungskräfte und Chefs über ein solides Basiswissen verfügen. Selbst wenn der Wissenserwerb nicht bei allen gleichmäßig ankommt, so weckt er zumindest die Erkenntnis über das, was man nicht weiß und doch wissen sollte.
Ein verbessertes Wissensniveau vermeidet zudem die üblichen Konflikte, die auf der Basis von „auf mich hört ja keiner“, entstehen.
* DKE-EFFEKT benannt nach den US-Professoren David Dunning und Justin Kruger. Entdeckt auf der Grundlage von Charles Darwin über die Selbstwahrnehmung: "Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen.“
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Datum: 07.06.2017 - 16:18 Uhr
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