MDR-Umfrage im Rahmen der ARD-Themenwoche "Woran glaubst Du?" / Wirtschaftlicher Aufschwung lässt Kirchensteuer sprudeln
ID: 1498733
Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Kirchenmitglieder in Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen haben im vergangenen Jahr insgesamt
288,46 Millionen Euro Kirchensteuer von ihrem Einkommen abgeführt.
Das sind rund elf Millionen Euro mehr als noch im Jahr zuvor, wie aus
einer MDR-Umfrage bei den Finanzämtern der Länder hervorgeht. Damit
stiegen die Einkünfte der Kirchen aus Kirchensteuern das fünfte Jahr
in Folge.
In Sachsen sind im vergangenen Jahr 145,98 Millionen Euro
Kirchensteuer über das Einkommen veranlagt worden, 8,86 Millionen
Euro mehr als 2015. Davon wurden 112,59 Millionen Euro von
Mitgliedern der evangelischen Kirche eingezogen, 33,39 Millionen Euro
von denen der katholischen Glaubensgemeinschaft.
In Thüringen haben die Kirchenmitglieder im vergangenen Jahr 87,44
Millionen Euro Kirchensteuer bezahlt, 3,04 Millionen Euro mehr als im
Jahr zuvor. Davon entfielen 60,42 Millionen Euro auf Mitglieder der
evangelischen und 27,02 Millionen Euro auf die der katholischen
Kirche.
Während die Sachsen und Thüringer das fünfte Plus in Folge
verzeichneten, mussten die Kirchen Sachsen-Anhalts mit 55,03
Millionen Euro 2016 mit knapp 100.000 Euro weniger Vorlieb nehmen,
als im Jahr zuvor. 2016 waren die Mitglieder der evangelischen Kirche
mit 40,1 Millionen an der Steuerabgabe beteiligt, die der
katholischen mit 14,93 Millionen Euro.
Die Steuer auf das Einkommen ist nur eine Abgabe für die Kirchen.
Über die Finanzämter werden auch Kirchensteuern auf Kapitalerträge
eingezogen. 2016 betrug diese Summe in Sachsen 4,01 Millionen Euro
und in Sachsen-Anhalt waren es 976.000 Euro. Für Thüringen liegen
diese Angaben dem MDR nicht vor. Die Kirchensteuer wird durch die
Finanzämter eingezogen. Für den Verwaltungsakt behalten die
Bundesländer zwischen zwei und vier Prozent Aufwandsentschädigung
ein.
Weitere Informationen zur ARD-Themenwoche 2017 finden Sie unter:
www.themenwoche.ARD.de
Pressekontakt:
MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Margit Parchomenko,
Tel.: (0341) 3 00 64 72, Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse
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Datum: 12.06.2017 - 09:57 Uhr
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