Caritas zum Weltflüchtlingstag: Lasten gerechter verteilen, Chancen besser nutzen - Entwicklungsländer entlasten - Legale Wege der Zuwanderung eröffnen (FOTO)
ID: 1500876

(ots) -
Für eine gerechtere Verteilung der Lasten in der Flüchtlingshilfe
und mehr legale Wege der Zuwanderung nach Europa spricht sich der
Deutsche Caritasverband mit seinem Hilfswerk Caritas international
aus. Aus Anlass des Weltflüchtlingstages macht Caritas darauf
aufmerksam, dass 84 Prozent der Flüchtlinge von weniger entwickelten
Staaten wie beispielsweise dem Libanon oder Äthiopien aufgenommen
werden. "Es sind oft die Menschen in armen Ländern, die die größte
Solidarität mit den Opfern von Kriegen und Verfolgung zeigen", so
Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Eine
Entlastung dieser Länder sei dringend geboten.
Caritas-Präsident Neher spricht sich zudem dafür aus, neben
legalen Wegen für Flüchtlinge auch mehr legale Wege der
Arbeitsmigration nach Europa zu öffnen. "Ließe Europa mehr
Zuwanderung zu, müssten weniger Menschen ihr Leben auf gefährlichen
Überfahrten riskieren. Mehr legale Arbeitsmigration wäre aber auch
ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Heimatländer von
Migranten", so Neher. Die Summe aller Rücküberweisungen, die
großenteils direkt den Lebensunterhalt zahlreicher Familien in
Afrika, Asien und Lateinamerika sichern, belief sich im vergangenen
Jahr weltweit auf 575 Milliarden Dollar und übersteigt damit die
offizielle Entwicklungshilfe um mehr als das Dreifache.
Um die positiven Effekte dieser Transfers systematischer zu
nutzen, spricht sich der Deutsche Caritasverband mit seinem Hilfswerk
Caritas international dafür aus, eine staatlich geregelte, zeitlich
begrenzte Migration zu ermöglichen. "Ein großer Teil der Migranten
will etwas Geld verdienen, sich fortbilden und dann zurückkehren. Die
europäischen Staaten sollten Wege finden, diese Form der zeitlich
begrenzten Arbeitsmigration zu ermöglichen", so Caritas-Präsident
Neher
Der Weltflüchtlingstag wird seit dem Jahr 2001 am 20. Juni im
Gedenken an die Flüchtlinge und Vertriebenen begangen. Laut den
jüngsten verfügbaren Zahlen befinden sich weltweit rund 65,6
Millionen Menschen auf der Flucht. 40,4 Millionen von ihnen sind
Binnenflüchtlinge, die innerhalb der Grenzen ihres Heimatlandes
Schutz suchen. 22,5 Millionen Menschen haben sich jenseits der
Grenzen ihres Heimatlandes geflüchtet. Caritas international, das
Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, leistet in allen großen
Flüchtlingskrisen humanitäre Hilfe. So etwa in Syrien, im Irak und im
Südsudan.
Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden auf.
Spenden mit Stichwort "Flüchtlingshilfe" werden erbeten auf:
Caritas international, Freiburg,
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de
- Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl.
üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international
4,83 EUR)
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1 Oder online unter:
http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und
gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen
Mitgliedsverbänden.
Pressekontakt:
Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Michael Brücker (verantwortlich, Durchwahl -293), Achim
Reinke (Durchwahl -515). www.caritas-international.de
Original-Content von: Caritas international, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.06.2017 - 09:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1500876
Anzahl Zeichen: 4032
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Freiburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 323 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Caritas zum Weltflüchtlingstag: Lasten gerechter verteilen, Chancen besser nutzen - Entwicklungsländer entlasten - Legale Wege der Zuwanderung eröffnen (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Caritas international flucht.jpg (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Caritas international flucht.jpg
Presseeinladung - Terminhinweis (22.06.2017, Berlin) / 4. JAKO-O Bildungsstudie / Pressekonferenz: Präsentation der Studienergebnisse ...
4. JAKO-O Bildungsstudie Eltern beurteilen Schule und Bildungssystem in Deutschland Der Bundestagswahlkampf rückt die Themen Bildung und Schule in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Bei der Frage, was Schule besser macht, gehen die Meinungen oft weit auseinander. Wo aus Sicht der Eltern s
UfSS: Armut ein Produkt von Politik und Wirtschaftsinteressen ...
Lehrte, 19.06.2017. Permanenter Kostendruck und abgespeckte Leistungen sind Folge des Wettbewerbs in den Bereichen Bildung und Ausbildung, Gesundheitswesen, sozialem Wohnungsbau Grundrenten und Grundsicherung für Kinder, Familien- und Sozialpolitik, Mindestlöhne, Infrastruktur, Strukturreformen,
UNO-Flüchtlingshilfe verstärkt Projektförderung / Neuer Höchststand: 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht ...
Ende 2016 waren 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht - mehr als 300.000 Menschen als im Jahr zuvor und damit der höchste jemals registrierte Stand. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt die neue Weltjahresstatistik "Global Trends" des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen
WAZ: Gabriel fordert "Runden Tisch" für Siemens-Werk in Mülheim ...
Angesichts von Sorgen um das Siemens-Dampfturbinenwerk in Mülheim spricht sich Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) für einen "Runden Tisch" mit Unternehmensleitung, Arbeitnehmern und Regierungsvertretern aus. "Ein gemeinsamer Runder Tisch von Management, Belegschaft und der




