Nur noch nachhaltiges Palmöl für den EU-Markt
ID: 1501049
Deutschland bereits auf gutem Weg
Rund die Hälfte des in Deutschland genutzten Palmöls entfällt aktuell auf den Energiesektor (Transport/Strom), hier ist der Einsatz von nachhaltigem Palmöl laut der Nachhaltigkeitsverordnung der Bundesregierung bereits verpflichtend. Dieser Anteil soll den Forderungen des EU-Parlaments zufolge allerdings schrittweise bis zum Jahr 2020 komplett wegfallen, da ein Ausstieg aus der Verwendung von Palmöl für Biokraftstoffe angestrebt wird. Der zweitgrößte Einsatzbereich für Palmöl betrifft mit etwa 370.000 Tonnen die Lebensmittelbranche. Nach Zahlen von OVID (Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland) kann in diesem Bereich erst für gut 50 Prozent des eingesetzten Palmöls eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung belegt werden. Hier besteht also noch Nachholbedarf. Das gilt in noch größerem Maße für das Segment der Wasch-, Reinigungs- sowie Körperpflegemittel und die Chemie/Pharmazie-Branche.
Mit gutem Beispiel voran gehen Unternehmen, die Mitglied des "Forums Nachhaltiges Palmöl" (FONAP) sind. Erklärtes Ziel des Forums ist es, den Anteil von zertifiziertem Palmöl auf dem deutschen, österreichischen und Schweizer Markt signifikant zu erhöhen. Die Mitglieder haben bereits eine öffentliche Selbstverpflichtung abgegeben und verwenden ausschließlich nachhaltig zertifiziertes Palmöl. Zu ihnen gehören z. B. so bekannte Hersteller wie Bahlsen, Beiersdorf, Daabon Organic, Ferrero, Henkel, Kneipp, ThyssenKrupp und Unilever.
Verbraucher haben somit auch heute schon die Möglichkeit, durch ihr Einkaufsverhalten die Forderung des Europäischen Parlaments zum Schutz des Regenwaldes zu unterstützen. Skepsis ist allerdings bei Herstellern angebracht, die ihre Produkte gezielt mit dem Hinweis "ohne Palmöl" bewerben. Konsumenten, die glauben, bei der Bevorzugung solcher Ware besonders umweltbewusst zu handeln, liegen auch nach Einschätzung von anerkannten Umweltschutzorganisationen falsch. "Der simple Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle löst die Probleme nicht, sondern kann sie sogar verschlimmern", warnt Ilka Petersen vom WWF Deutschland. Dafür gibt es einen schlichten Grund: "Würde man Palmöl durch einen Mix aus Raps-, Sonnenblumen-, Kokos- und Sojaöl ersetzen, so würde Deutschland das 5-fache an Fläche benötigen", so der WWF.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
palm-l
eu
markt
regenwald
europ-isches-parlament
energiesektor
nachhaltigkeitsverordnung
ovid
fonap
wwf-deutschland
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Supress
Redaktion Ilona Kruchen
Supress
Ilona Kruchen
Alt-Heerdt 22
40549 Düsseldorf
redaktion(at)supress-redaktion.de
0211/555548
http://www.supress-redaktion.de
Datum: 19.06.2017 - 13:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1501049
Anzahl Zeichen: 3206
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ilona Kruchen
Stadt:
Düsseldorf
Telefon: 0211/555548
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 826 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Nur noch nachhaltiges Palmöl für den EU-Markt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Supress (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
sup.- Für viele Menschen ist Gentechnik ein Reizwort. Vor allem mit der Biologie der Landwirtschaft identifiziert, wird sie von zwei Drittel der Deutschen abgelehnt. In der Medizin spielen dagegen gentechnische Methoden von der Diagnose über die Prävention bis zur Behandlung eine wichtige Rolle.
Irreführung statt Aufklärung ...
sup.- Foodwatch fordert einmal mehr die verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Nutri-Score. In der aktuellen Kritik der Essens-Ideologen an der Ernährungsstrategie der Bundesregierung, die sie als wohlklingendes, aber folgenloses Papier der Ampel bezeichnen, wiederholen die Aktivist
Lebensmittel-Werbeverbote verfassungsrechtlich fraglich ...
sup.- Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geplanten Werbeverbote stehen jetzt auch unter verfassungsrechtlichen Aspekten auf dem Prüfstand. Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages haben sich mit dem brisanten Thema beschäftigt. Die ideologisch getri
Weitere Mitteilungen von Supress
Verbraucherschutz beim Brennstoff-Einkauf ...
sup.- Der Verbraucherschutz ist in Deutschland ein gut ausgebautes System aus Aufklärungsmaßnahmen, gesetzlichen Vorgaben und Qualitätskontrollen. Gekaufte Produkte haben diesen Prozess in aller Regel durchlaufen. Es gibt allerdings Waren, bei denen der Kunde seine Kaufentscheidung durch anerkann
Ausreichend Energiepotenzial in der Umgebungsluft ...
sup.- Um die überall verfügbare Umgebungswärme als Energiequelle für Haustechnik zu nutzen, muss nicht unbedingt ein aufwändiges Wärmepumpensystem zum Heizen installiert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, mit einer reinen Warmwasser-Wärmepumpe die Wohnnebenkosten spürbar zu senken. De
Gute Luft am Arbeitsplatz ...
sup.- Dass die Temperatur nicht das einzige Kriterium für ein behagliches Innenraumklima ist, dürfte den meisten Bauherren bekannt sein. Ob der Aufenthalt in einem Gebäude als angenehm empfunden wird, hängt auch wesentlich von Faktoren wie Luftqualität, Raumluftfeuchte und Zugluftrate ab. Noch
Kraftstoffversorgung von Betriebstankstellen absichern! ...
sup.- Für zahlreiche Speditionen, Paketzusteller, Pflegedienste, Taxibetriebe oder andere Unternehmen mit eigener Fahrzeugflotte gehört die Beschaffung von Diesel bzw. Biodiesel zum Tagesgeschäft. Der Bedarf an diesen Kraftstoffen ist häufig so hoch, dass sich die Errichtung einer eigenen Betrie




