"Pragmatischste Form der Völkerverständigung" / MDR-Rundfunkrat unterstützt Initiativen für weitere Kooperationen mit Rundfunkanstalten der östlichen Nachbarn
ID: 1501107
ausdrücklich in seinen weiteren Bemühungen um Kooperationen mit
mittel- und osteuropäischen Hörfunk- und Fernsehanstalten,
vornehmlich mit den öffentlich-rechtlichen in Polen und Tschechien.
Rundfunkratsvorsitzender Steffen Flath unterstrich die Bedeutung
der vertieften Zusammenarbeit insbesondere mit den unmittelbaren
Nachbarn in Polen und Tschechien: "Der Austausch gerade auch von
regionalen Informationen über die Grenze hinweg ist die
pragmatischste Form der Völkerverständigung. Wir haben viele
gemeinsame Interessen und Themen". MDR-Intendantin Karola Wille hatte
dem Gremium einen Bericht über den in den vergangenen Jahren
erreichten Stand der Zusammenarbeit mit osteuropäischen Nachbarn und
über die nach politischen Veränderungen ins Stocken geratenen
Kooperationen vorgelegt.
In jüngster Zeit hat der MDR sowohl mit den öffentlich-rechtlichen
Medienhäusern in Polen als auch in Tschechien die Gespräche wieder
verstärkt aufgenommen und sein unvermindertes Interesse an einer
engeren Zusammenarbeit deutlich gemacht. Intendantin Karola Wille
wertete die aktuellen Gespräche als "ermutigende Anzeichen dafür, den
gegenseitigen Austausch wieder intensivieren zu können und weiter
Brücken der Verständigung zu bauen".
Unabhängig von den Perspektiven der Zusammenarbeit hat der MDR
sein Programmangebot zu Themen aus Osteuropa ausgeweitet. Die Anzahl
der Osteuropareportagen wird 2017 von 16 auf fast 30 verdoppelt. Das
Profil der Osteuropaberichterstattung im Internet wird darüber hinaus
gestärkt durch den neuen Auftritt der "Ostblogger", einem Netzwerk
von sieben Journalisten aus Russland, Tschechien, Polen, der Ukraine,
Litauen, Ungarn und Serbien. Zudem werden 2017 drei Reportagen
produziert, in denen die Ostblogger ihr Land (Serbien, Ungarn,
Litauen) vorstellen. Geplant sind ein ARTE-Themenabend zu neuen
populistischen Strömungen in den Visegrad-Staaten und die
Verflechtungen rechtspopulistischer Gruppen mit Russland. Ebenfalls
2017 noch soll ein Film über die Ostseepipeline entstehen.
Pressekontakt:
Steffen Flath, Vorsitzender des MDR-Rundfunkrates,
Tel.: (0341) 3 00 62 21, E-Mail: rundfunkrat@mdr.de
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Datum: 19.06.2017 - 13:54 Uhr
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