NOZ: DGB-Chef dämpft Erwartungen vor dem G20-Gipfel in Hamburg
ID: 1503034
in Hamburg
Hoffmann: Merkel wird große Schwierigkeiten haben, die
Gemeinschaft zusammenzuhalten" - "Proteste legitim und
gerechtfertigt"
Osnabrück. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dämpft die
Erwartungen an das Treffen der G20-Staats- und Regierungschefs in
Hamburg. "Nach gegenwärtigem Stand der Dinge müssen wir froh sein,
wenn es überhaupt greifbare Gipfelergebnisse gibt. Angela Merkel wird
große Schwierigkeiten haben, die Gemeinschaft zusammenzuhalten",
sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann in einem Interview mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). "Die zentrifugalen Kräfte
nehmen zu, die den bisher in den G20 erzielten Konsens in Frage
stellen", sagte Hoffmann. So stehe der "Zickzackkurs der
US-Handelspolitik, der nicht nur den USA Schaden zufügen könnte, und
die Hinwendung zu Protektionismus und America first dem Kurs der G20
diametral entgegen."
Nach Ansicht des DGB-Chefs könnten "neben außen- und
handelspolitischen Unwägbarkeiten weitere Themen von globaler
Bedeutung, die die Bundesregierung auf die Agenda gesetzt hat,
schärfere Auseinandersetzungen mit sich bringen." Ausdrücklich nannte
Hoffmann dabei "den Klimawandel, die Entwicklungspolitik, die
Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik."
Für überholt hält der Chefgewerkschafter das Gesprächsformat G20
trotz aller drohenden Schwierigkeiten nicht. "Die Wahl von Donald
Trump und dessen Kehrtwende in der Handels- und
Weltwirtschaftspolitik hat der zuletzt vor sich hin dümpelnden G20
eine neue Bedeutung verliehen. Die G20 sind aufgrund ihrer
ökonomischen und politischen Bedeutung in der Verantwortung, zu
verbindlichen, nachhaltigen Lösungen zu kommen." Hoffmann sieht
jedoch die Gefahr einer inhaltlichen Überfrachtung. "Die G20
erweitern von Gipfel zu Gipfel ihre Tagesordnung, ohne dass konkrete
und überprüfbare Ergebnisse dabei herauskämen", sagte Hoffmann.
Demonstrationen anlässlich des G20-Gipfels hält der DGB-Chef für
angebracht. "Natürlich sind friedliche Proteste legitim und
gerechtfertigt. Der DGB beteiligt sich an Aktionen und
Demonstrationen, die für eine faire Globalisierung eintreten. Krawall
oder gar Gewalt lehnen wir aber ganz entschieden ab", sagte Hoffmann.
Es lohne sich immer, "für eine gerechte Verteilung von Einkommen und
Vermögen eine klare Haltung einzunehmen und dafür zu demonstrieren".
Arbeitnehmerrechte dürfen nicht zur Verfügungsmasse von Konzern- und
Profitinteressen im weltweiten Wettbewerb werden.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.06.2017 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1503034
Anzahl Zeichen: 3066
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 312 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: DGB-Chef dämpft Erwartungen vor dem G20-Gipfel in Hamburg"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Ökonom Ferdinand Dudenhöffer fordert das Ende der 35-Stunden-Woche in der kriselnden deutschen Autoindustrie. "Das Problem der hohen Produktionskosten könnte man zumindest teilweise lösen, indem VW die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wieder einführt. So wie es gerade bei Mercedes d
"Discounter"-Star Klara Lange über ihre Kurierdienstzeit: "Manche wollten nur eine Banane" / Schauspielerin erlebte kuriose Bestellungen in wohlhabenden Hamburger Wohnvierteln ...
Eine Banane oder eine Flasche Wasser - mehr landete nach den Worten von Schauspielerin Klara Lange bei manchen Lieferdienst-Bestellungen in wohlhabenden Hamburger Wohnvierteln nicht im Einkaufskorb. "Die Leute wollten testen, ob wir wirklich so schnell da sind", sagte die 28-Jährige der &
Sparpläne von VW: Linken-Chef kritisiert "profitgierige Konzernspitze" / Luigi Pantisano vor VW-Aufsichtsratssitzung: "Management kennt keine Verantwortung" ...
Vor der Sitzung des VW-Aufsichtsrates zur Entscheidung über die geplanten Werksschließungen kritisiert Luigi Pantisano den Konzernvorstand. "Die Beschäftigten sind wütend und das zurecht. Sie erwirtschaften die Gewinne, die VW immer noch täglich einfährt", sagte der Vorsitzende der L
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
NOZ: Schmidt: EU-Kommission muss Glyphosat-Genehmigung verlängern ...
Schmidt: EU-Kommission muss Glyphosat-Genehmigung verlängern Bundesagrarminister hält Anwendung für vertretbar - "Keine rechtliche Grundlage für Verweigerung" Osnabrück. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat die EU-Kommission aufgefordert, die Genehmigung des u
N24-Emnid-Umfrage zum SPD-Parteitag: Martin Schulz hat Erwartungen der Deutschen nicht erfüllt / Mehrheit glaubt nicht an ein Comeback bis zur Wahl ...
Der SPD-Parteitag am Wochenende steht unter keinem guten Stern für die Sozialdemokraten: Die Umfragewerte sind im Keller, der Hoffnungsträger Martin Schulz ist angeschlagen. Wie schätzen die Deutschen den Zustand der SPD ein? Und wie stehen die Chancen auf ein Comeback für Martin Schulz?
phoenix Live: Außerordentlicher Bundesparteitag der SPD in Dortmund - Sonntag, 25. Juni 2017, 10.00 Uhr ...
Auf dem außerordentlichen Bundesparteitag formieren sich die Sozialdemokraten für den Bundestagswahlkampf. Mit welchen Inhalten wollen sie ihre Wähler überzeugen? Nachdem die Partei einige Säulen wie das neue Steuer- und Rentenkonzept bereits vorgestellt hat, soll in Dortmund das vollständi
NOZ: NOZ: Deutschland importiert immer mehr Schlachttiere aus dem Ausland ...
Deutschland importiert immer mehr Schlachttiere aus dem Ausland 39,5 Millionen Stück Geflügel und 4,4 Millionen Schlachtschweine - Grüne: Bundesrepublik ist Billiglohnland Osnabrück. Deutschland importiert immer mehr Schlachttiere aus dem Ausland. Die "Neue Osnabrücker Zeitung&quo




