Laut, schmutzig, gefährlich: "ZDFzoom" über immer mehr Lkw (FOTO)

Laut, schmutzig, gefährlich: "ZDFzoom" über immer mehr Lkw (FOTO)

ID: 1503852

(ots) -
Immer mehr Güter werden in Deutschland per Lkw transportiert - mit
Folgen für Mensch, Natur und Infrastruktur: "Laut, schmutzig,
gefährlich" - "ZDFzoom" geht am Mittwoch, 28. Juni 2017, 22.45 Uhr,
der Frage nach, warum immer mehr Lkw die Straßen verstopfen.

Zum Verkehrsalltag gehören endlose Staus und schwere Unfälle mit
Lkw-Beteiligung. "ZDFzoom" fragt: Warum hat sich der Güterverkehr auf
der Straße seit 1999 fast verdoppelt, während er auf der Schiene
stagniert? Und das obwohl Züge sicherer und umweltfreundlicher sind.

Wo immer mehr Lkw unterwegs sind, werden sie auch immer häufiger
in Unfälle verwickelt - meist zum Schaden der Pkw-Fahrer. Die Polizei
kontrolliert Fahrer und Fahrzeuge deshalb gezielt auf Sicherheit und
Einhaltung von Ruhezeiten. Doch reicht das, um die Sicherheit anderer
Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten?

Wie Ruhezeiten bewusst umgangen werden, weiß Trucker Thomas K. aus
eigener Erfahrung. So beschäftigen zum Beispiel viele Handelsketten
in ihren Zentrallagern keine eigenen Mitarbeiter, um ankommende Lkw
zu entladen. Diese Arbeit wird von den Fahrern erwartet. Die
gesetzlich vorgeschriebene Ruhephase nach mehreren Stunden hinterm
Steuer entfällt so, weil die Fahrer ihren Fahrtenschreiber während
des Entladens auf Pause stellen.

Lkw-Transport ist meist einfach und billig, Bahntransport oft
kompliziert und teurer. Die Speditionen unterbieten sich gegenseitig
bei den Preisen, besonders osteuropäische Firmen drücken das
Lohnniveau ihrer Fahrer. Deutsche Trucker und Gewerkschafter prangern
diese offensichtliche Umgehung des Mindestlohns sowie die mangelnde
Kontrolle des Zolls seit Jahren an.

Ein wesentlicher Vorteil für den Lkw-Transport sind die stetig
gesunkenen Mautgebühren. Seit 2011 wurde die Straßenmaut vom
Verkehrsministerium um 16 Prozent gesenkt, während die


Trassengebühren für die Bahn im gleichen Zeitraum um 13 Prozent
erhöht wurden. Seit Jahren fördern die Bundesverkehrsminister, erst
Peter Ramsauer, dann Alexander Dobrindt, auf diese Weise den
Güterverkehr auf der Straße. Und das, obwohl im Wahlkampf jedes Mal
das Gegenteil gefordert wird. Ein klarer Fall von Lobbyismus?

Filmautor Oliver Koytek und sein Team sprechen mit Unfallopfern,
Spediteuren und Politikern. Am Beispiel Österreichs zeigen sie
schließlich, dass Güterverkehr mit der Bahn auch funktionieren kann -
wenn die Politik sich nicht zu sehr von der Auto-Lobby beeinflussen
lässt.

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Datum: 26.06.2017 - 13:15 Uhr
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