Über 44 Millionen Erwerbstätige im Mai 2017
ID: 1505823
Sperrfrist: 30.06.2017 08:00
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Im Mai 2017 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) rund 44,1 Millionen Personen mit Wohnort in
Deutschland erwerbstätig, so viele wie noch nie seit der
Wiedervereinigung Deutschlands. Gegenüber Mai 2016 nahm die Zahl der
Erwerbstätigen um 651 000 Personen oder 1,5 % zu. Auch in den Monaten
Januar bis April 2017 hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahr jeweils
bei 1,5 % gelegen. Erwerbslos waren im Mai 2017 rund 1,6 Millionen
Personen, 198 000 weniger als ein Jahr zuvor.
Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung stieg im Vormonatsvergleich
nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung die Zahl der
Erwerbstätigen im Mai 2017 um 125 000 Personen oder 0,3 % an. Der
Zuwachs gegenüber April 2017 entsprach damit dem Durchschnitt der
letzten fünf Jahre. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer
Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm
die Erwerbstätigenzahl im Mai 2017 gegenüber dem Vormonat um 36 000
Personen oder 0,1 % zu.
Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der
Erwerbslosen im Mai 2017 bei 1,57 Millionen Personen. Im Vergleich
zum Vormonat nahm sie um 11,8 % oder 210 000 Personen ab. Bereinigt
um saisonale und irreguläre Einflüsse, betrug die Zahl der
Erwerbslosen 1,66 Millionen Personen. Sie war damit um rund 10 000
Personen niedriger als im Vormonat. Die bereinigte Erwerbslosenquote
lag im Mai 2017 bei 3,9 %.
Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der
Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu
Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung sind unter den
Tabellennummern 13321-0001 (Monate), 13321-0002 (Quartale)
beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) verfügbar. Die Daten zu
Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung können
unter der Tabellennummer 13231-0001 (Monate) abgerufen werden.
Methodische Hinweise:
Die Stichprobe des Mikrozensus und der darin integrierten
Arbeitskräfteerhebung wurde zum Berichtsmonat Januar 2016 auf eine
neue Auswahlgrundlage umgestellt, die jetzt auf den Ergebnissen des
Zensus 2011 basiert. Durch den Umstieg kann die zeitliche
Vergleichbarkeit mit Ergebnissen des Mikrozensus aus früheren Jahren
eingeschränkt sein.
Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus
der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Die Abweichungen sind
auf die unterschiedlichen eingesetzten Konzepte der beiden
Statistiken zurückzuführen. Nähere Hinweise zu den Hintergründen der
Ergebnisunterschiede zwischen Arbeitskräfteerhebung und
Erwerbstätigenrechnung finden Sie in den Erläuterungen zur Statistik
unter www.destatis.de --> Zahlen & Fakten --> Gesamtwirtschaft &
Umwelt --> Arbeitsmarkt --> Methoden --> Erläuterungen zur Statistik
--> Abweichungen zwischen Erwerbstätigenrechnung und Mikrozensus bei
der Zahl der Erwerbstätigen.
Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbsstatuskonzept
der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die
ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der
registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der
Bundesagentur für Arbeit entsprechend dem Sozialgesetzbuch
veröffentlicht wird. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden
im Europäischen Statistischen System einheitlich die Ergebnisse der
Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabellen sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.
Weitere Auskünfte geben:
für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung: Ulf-Karsten Keil,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 26 33
für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung: Andreas Grau, Telefon:
+49 (0) 611 / 75 21 24, www.destatis.de/kontakt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail: presse@destatis.de
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Datum: 30.06.2017 - 08:00 Uhr
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