Der Staat: Wie jeder Monopolist macht er seinen Job lausig
ID: 1505958
sich, bekannt zu geben, dass Prof. Dr. iur. David Dürr ab sofort
Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Instituts ist. David
Dürr ist in Basel als Wirtschaftsanwalt und Notar tätig, darüber
hinaus lehrt er Privatrecht und Rechtstheorie an der Universität
Zürich. Im Interview mit www.misesde.org zeigt Dürr, dass er, wenn es
um die Freiheit geht, keine Kompromisse kennt. Während die
Allgemeinheit die Schweiz als "von Freiheit verwöhnt" wahrnimmt, geht
Dürr mit seiner Heimat streng ins Gericht: "Von Freiheit verwöhnt
passt nicht [...]. Zwar ist es schon so, dass es einige Länder gibt,
in denen es noch schlimmer ist, aber Trost ist das für mich als
Schweizer nicht."
Ein großes Problem sieht Dürr in der ständigen Verletzung der
eigentlichen Idee des Gesellschaftsvertrags: Der echte
Gesellschaftsvertrag geht immer nur so weit, wie Konsens möglich ist.
Das heutige Staatsparadigma hingegen fordert die generelle und
absolute Unterwerfung - eine Vorstellung, die mit der eigentlichen
Idee eines Vertrages nicht in Übereinklang zu bringen ist. Mit der
Forderung nach Unterwerfung unter den Staat kehrt sich auch das
ursprüngliche Verhältnis von Gesellschaft und gesellschaftlichen
Regelungsstrukturen um. "Gesetze müssen nicht gegeben werden, Gesetze
gibt es, als natürliche Gesetzmäßigkeiten des menschlichen
Verhaltens", so Dürr. Mord ist also nicht verboten, weil es ein
Gesetz verbietet, sondern weil Mord gesellschaftlich verboten ist,
wird ein Gesetz dazu verfasst.
Weil dies eben so ist, bedarf es im eigentlichen auch keines
Staates, um menschliches Zusammenleben zu regeln. Alles kann (und
würde) durch private Übereinkünfte geregelt werden, sogar der oft als
Kernfunktion des Staates angesehene Bereich der Sicherheit. Es mag
unstrittig als ein Wagnis erscheinen, im Bereich der äußeren oder
inneren Sicherheit auf den Staat zu verzichten. Allerdings ist es bei
nüchterner Betrachtung ein noch viel größerer Risiko, hier auf den
Staat zu setzten. Die zahllosen Fälle des staatlichen
Machtmissbrauchs - sei es in Form von Kriegen, sei es in Form von
Mord an der eigenen Bevölkerung - zeigen dies deutlich. Dürr
konstatiert: "Der Teufel, den der Staat an die Wand malt, um sein
Ruhe- und Ordnungsmonopol zu rechtfertigen, ist er selbst."
"Wir sind glücklich und stolz, mit David Dürr einen
herausragenden, kenntnisreichen und tatkräftigen Befürworter der
individuellen Freiheit gewonnen zu haben", stellt Andreas Marquart,
Vorstand des Ludwig von Mises Instituts Deutschland, fest. "Es ist
großartig, dass David Dürr daran mitwirken wird, die
liberal-libertäre Rechtsperspektive künftig auch über das Ludwig von
Mises Institut zu verbreiten."
David Dürr wird auch auf der diesjährigen Ludwig von Mises
Konferenz sprechen. Gemeinsam mit anderen namhaften Rednern wird er
die Vorteile möglichst kleiner Staatseinheiten thematisieren: "Small
is beautiful - vom Vorteil kleiner politischer Einheiten" so der
eindeutige Titel der Konferenz, die am Samstag, 21. Oktober 2017, im
Hotel "Bayerischer Hof" in München stattfinden wird. Eine Anmeldung
ist ab sofort unter www.misesde.org möglich.
"Der Staat: Wie jeder Monopolist macht er seinen Job lausig"
http://www.misesde.org/?p=16065
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Dagmar Metzger
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Datum: 30.06.2017 - 10:55 Uhr
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