Rückenwind für G20 nutzen: EU und Japan einigen sich auf Freihandelsabkommen

Rückenwind für G20 nutzen: EU und Japan einigen sich auf Freihandelsabkommen

ID: 1508210
(ots) - Der Verband der Chemischen Industrie (VCI)
begrüßt das Signal für Freihandel und internationale Regeln, das von
der politischen Einigung in Brüssel auf ein Freihandelsabkommen
zwischen der EU und Japan ausgeht. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz
Tillmann zu diesem Schritt: "Es ist der richtige Weg, die
Globalisierung über internationale Verträge in Richtung offene Märkte
und fairen Wettbewerb zu lenken. Die EU und Japan senden damit eine
klare Botschaft für Freihandel und gegen Protektionismus an die
anderen Teilnehmer des G20-Gipfels."

Japan gehört zu den großen Handelspartnern der Chemieindustrie in
Deutschland: Im letzten Jahr exportierten die Unternehmen Chemikalien
und Pharmazeutika für 4,3 Milliarden Euro nach Japan. Gleichzeitig
importierte die Branche entsprechende Erzeugnisse für gut 2,8
Milliarden Euro vom viertgrößten Chemieproduzenten der Welt. "Die
Beziehungen mit Japan zeigen, welche Bedeutung Freihandel für die
exportintensive deutsche Chemieindustrie hat", unterstreicht der
Hauptgeschäftsführer des VCI.

Kraftakt Klimaschutz gemeinsam bewältigen

Ein weiteres wichtiges Thema auf dem Gipfeltreffen der G20-Staaten
ist der weltweite Klimaschutz. "Die chemische Industrie hofft, dass
es der EU als Region mit ambitionierten Zielen für den Klimaschutz
und einem verpflichtenden Emissionshandel für Industrie und
Energiewirtschaft mit Unterstützung der deutschen Präsidentschaft
gelingt, so viele G20-Länder wie möglich mit ins Boot zu holen",
betont der VCI-Hauptgeschäftsführer. Die Verringerung von
Treibhausgasen sei für alle Länder ein erheblicher, aber notwendiger
Kraftakt. Tillmann: "Grundsätzlich wäre es das Beste, wenn sich die
G20 als wirtschaftlicher Kern der internationalen Staatengemeinschaft
in Hamburg zu gemeinsamen Anstrengungen für den Klimaschutz bekennen.


Damit würde die Tür geöffnet, um einen globalen CO2-Preis auf den Weg
zu bringen."

Um bis 2050 die notwendige globale Minderung von Treibhausgasen
sicherzustellen, brauche es weltumspannende Regelungen und den Willen
zur Kooperation. Die deutsche Chemie habe sich vom Pariser
Klimaabkommen Fortschritte in der internationalen Zusammenarbeit
erhofft, so Tillmann. Der angekündigte Ausstieg der USA sei aber ein
politischer Dämpfer für diese Bemühungen, auch wenn sich durch die
Maßnahmen in den US-Bundesstaaten und durch den Einsatz von
Schiefergas die CO2-Emissionen in den Vereinigten Staaten verringern.
"Umso wichtiger ist es, dass die G20 in Hamburg versuchen,
Kompromisslinien auf Basis des Pariser Klimaabkommens zu finden."

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund
1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen
ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen
der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für
mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2016
rund 185 Milliarden Euro um und beschäftigte über 447.000
Mitarbeiter.



Pressekontakt:
Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496,
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Datum: 06.07.2017 - 12:21 Uhr
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