Zahlungsrisiken in Asien steigen / Coface-Studie in acht Ländern zeigt: Probleme mit längeren Verzögerungen
ID: 1510591
Asien-Pazifik haben 2016 Zahlungsverzögerungen erlebt. Das hat die
Neuauflage der jährlichen Coface-Studie zu den Zahlungserfahrungen in
acht Ländern ergeben. Das ist zwar quantitativ eine leichte
Verbesserung zum Vorjahr, als 69,8 Prozent Verzögerungen gemeldet
hatten. 12,5 Prozent (plus 4.3 Punkte im Vergleich zu 2015)
berichteten aber von Überziehungen länger als 120 Tage. Das ist der
höchste Wert seit vier Jahren. Damit steigt das Ausfallrisiko
substanziell weiter an.
Für die jüngste Zahlungsstudie im Raum Asien-Pazifik hat der
internationale Kreditversicherer Coface 2795 Unternehmen in acht
Märkten befragt: Australien, China, Hongkong, Indien, Japan,
Singapur, Taiwan und Thailand. Am auffälligsten ist der Anstieg des
Nichtzahlungsrisikos in China, gefolgt von Thailand. Verbessert haben
sich die Zahlungserfahrungen der Unternehmen in Singapur und
Hongkong, Taiwan blieb stabil.
In Australien (14%) und Japan (9%), wo die Anzahl der
Verzögerungen am niedrigsten ist, berichteten mehr Unternehmen von
extrem langen Überschreitungen der Zahlungsziele und von Summen
größer als zwei Prozent des Jahresumsatzes. Die Zwei-Prozent-Marke
erachtet Coface nach Erkenntnissen aus der Kreditversicherungspraxis
als gefährlich für den Cashflow und die Liquidität. 2016 erlitten in
den untersuchten Ländern zusammen mehr Unternehmen
Zahlungsverzögerungen in einer Höhe, die mehr als zwei Prozent des
Jahresumsatzes ausmachten: 25,8 Prozent nach 24,2 Prozent im Vorjahr.
Genauer betrachtet ist die Entwicklung noch schlechter, denn der
Anteil der Firmen, bei denen sich die sehr langen Verzögerungen auf
zehn oder mehr Prozent des Jahresumsatzes beliefen, stieg von 3,4
Prozent 2014 über 5,1 Prozent 2015 auf 5,4 Prozent 2016.
Die Ergebnisse zeigen auch die Zahlungserfahrungen in Branchen. So
stellt Coface fest, dass die Überziehungen in der Hälfte der
untersuchten Branchen zunehmen. Am riskantesten sind demnach Bau,
Industriemaschinen und Elektronik, IT-Telekommunikation und Metall.
Im Bausektor verbuchten 33 Prozent der Unternehmen Zahlungsstörungen
mit mehr als zwei Prozent vom Jahresumsatz. Das ist der größte Wert
unter allen untersuchten Branchen. Auf der Risikoskala folgt knapp
nach der Baubranche der Sektor Industriemaschinen und Elektronik. 32
Prozent der Unternehmen hatten hier extrem lange Verzögerungen. Das
Nichtzahlungsrisiko beginnt sich auch in der
IT-Telekommunikationsbranche zu erhöhen. Mehr Unternehmen (68 Prozent
nach 63 Prozent 2015) berichteten von gestiegenen Zahlungsstörungen.
"2017 dürfte ein weiteres herausforderndes Jahr werden, gespickt
mit zunehmenden globalen Unwägbarkeiten, auch in Verbindung mit dem
gebremsten Wachstum in China", erwartet Carlos Casanova, Economist
für Asien-Pazifik bei Coface. "Dies wird verstärkt durch die
Finanzpolitik der Rohstoff-exportierenden Länder und in den USA. In
Anbetracht dieser Rahmenbedingungen bleibt das Zahlungsverhalten in
den acht untersuchten asiatischen Ländern voraussichtlich schwach."
Die komplette Studie auf www.coface.de
Pressekontakt:
Coface, Niederlassung in Deutschland
Pressesprecher Erich Hieronimus
Tel. 06131/323-541
erich.hieronimus@coface.com
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Datum: 13.07.2017 - 11:37 Uhr
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