Gemeinsam richtig stark - bayerischer Startschuss für Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland
Die europäische Halbleiter- und Elektronikindustrie steht vor der Herausforderung, angesichts einer dynamischen Marktentwicklung, rasant steigender Innovations¬geschwindigkeiten und der technischen wie gesellschaftlichen Umwälzungen durch die Digitalisierung im globalen Wettbewerb zu bestehen und ihre in vielen Bereichen führende Position auszubauen. Um dies zu unterstützen, bauen in einem deutschlandweiten Konsortium elf Institute des Fraunhofer-Verbunds Mikroelektronik zusammen mit zwei Instituten der Leibniz-Gemeinschaft eine standortübergreifende Forschungsfabrik für Mikro- und Nanoelektronik auf. Ziel ist es, den Kunden aus Großindustrie, kleinen und mittleren Unternehmen sowie den Universitäten die gesamte Wertschöpfungskette für Mikro- und Nanoelektronik aus einer Hand anzubieten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt bundesweit die dazu nötigen Investitionen in den nächsten vier Jahren mit rund 280 Millionen Euro für Fraunhofer sowie 70 Millionen Euro für Leibniz.
Die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) wird die auf die einzelnen Institute verteilte Forschung und Entwicklung in einem gemeinsamen, standortübergreifenden Technologiepool zusammenführen. Damit werden Forschungsumgebungen in Form von zentral koordinierten, umfassenden Geräteparks und Laboren sowie technologie- und institutsübergreifenden Konzepte für eine effiziente Zusammenarbeit mit der Industrie bereitgestellt. Dabei bildet das eng kooperierende Konsortium der FMD mit rund 3900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Forschungseinheit von internationalem Rang.
Gestern gab BMBF-Staatsekretär Stefan Müller am Fraunhofer IISB in Erlangen den offiziellen Startschuss für die bayerischen Vertreter in der FMD. Dazu gehören die Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS sowie für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen, Nürnberg und Fürth und die Fraunhofer-Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien EMFT in München. An die bayerischen Standorte der drei Institute mit insgesamt rund 1200 Mitarbeitern fließen zusammen 59,5 Millionen Euro aus der Gesamtfördersumme.
?Unsere Mikroelektronik-Forschung sorgt für zukunftsfeste Arbeitsplätze im digitalen Zeitalter: Die Mikroelektronik-Industrie investiert wieder in Deutschland. Damit das so bleibt, schaffen wir mit der Forschungsfabrik schon heute die Voraussetzungen für die Mikroelektronik-Technologien von morgen und übermorgen ? hier in Bayern wie in ganz Deutschland?, so Stefan Müller, der nach Übergabe der Förderurkunden feierlich die Schilder enthüllte, die IIS, IISB und EMFT als Mitglieder der Forschungsfabrik Mikroelektronik auszeichnen.
Anlässlich der Eröffnungsveranstaltung in Erlangen stellten die drei Institute gemeinsam die Angebote und Möglichkeiten der FMD sowie ihre jeweiligen technologischen Schwerpunkte und Beiträge in der Forschungsfabrik vor. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Informations- und Kommunikationstechnik, Leistungselektronik, Schaltungsdesign, Sensorik, Materialforschung und Zuverlässigkeitsuntersuchungen. Damit werden die wirtschaftlich bedeutsamen Anwendungsbereiche Energietechnik, Automotive, Aerospace, Industrie 4.0 und Digitalisierung adressiert.
Nach dem offiziellen Projektbeginn für die FMD Anfang April sind die Partner intensiv mit dem Aufbau der neuen Laboranlagen sowie mit der Umsetzung des einzigartigen Kooperationsnetzwerks beschäftigt. Ende 2020 sollen die umfangreichen Investitions-maßnahmen komplett abgeschlossen und die Infrastruktur der Forschungsfabrik vollständig betriebsfähig sein. ?Durch die neuen Möglichkeiten der FMD können die Forschungs-einrichtungen ihre Profile durch Ausbau ihrer spezifischen Stärken weiter schärfen. Auch die Erschließung von Zukunftsthemen wie Quantentechnologie, die Verarbeitung extrem großer Datenmengen oder die FMD-Vision ?Towards Zero Power?, einer Elektronik mit extrem geringer Leistungsaufnahme, wird dadurch intensiviert. Damit ist auch langfristig die Schlagkraft der deutschen Mikroelektronikforschung sichergestellt?, stellten die Leiter der drei Fraunhofer-Institute übereinstimmend fest.
Die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Das 1985 gegründete Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB betreibt entsprechend dem Fraunhofer-Modell angewandte Forschung und Entwicklung in den Geschäftsbereichen Leistungselektronik und Halbleiter. Dabei deckt das Institut in umfassender Weise die Wertschöpfungskette für komplexe Elektroniksysteme ab, vom Grundmaterial zum vollständigen System. Schwerpunkte liegen in den Anwendungsgebieten Elektromobilität und Energieversorgung.
Mehr als 250 Mitarbeiter erarbeiten Lösungen auf den Feldern Materialentwicklung, Halbleitertechnologie und -fertigung, elektronische Bauelemente und Module, Aufbau- und Verbindungstechnik, Simulation, Zuverlässigkeit, bis hin zur Systementwicklung in der Fahrzeugelektronik, Energieelektronik und Energieinfrastruktur. Das IISB verfügt u.a. über umfangreiche Halbleiterprozesstechnik, ein Testzentrum für Elektrofahrzeuge und ein Anwendungszentrum für Gleichstromtechnik. Der Hauptstandort des Fraunhofer IISB ist in Erlangen, daneben gibt es Standorte am Energie Campus Nürnberg sowie in Freiberg und Chemnitz.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das 1985 gegründete Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB betreibt entsprechend dem Fraunhofer-Modell angewandte Forschung und Entwicklung in den Geschäftsbereichen Leistungselektronik und Halbleiter. Dabei deckt das Institut in umfassender Weise die Wertschöpfungskette für komplexe Elektroniksysteme ab, vom Grundmaterial zum vollständigen System. Schwerpunkte liegen in den Anwendungsgebieten Elektromobilität und Energieversorgung.
Mehr als 250 Mitarbeiter erarbeiten Lösungen auf den Feldern Materialentwicklung, Halbleitertechnologie und -fertigung, elektronische Bauelemente und Module, Aufbau- und Verbindungstechnik, Simulation, Zuverlässigkeit, bis hin zur Systementwicklung in der Fahrzeugelektronik, Energieelektronik und Energieinfrastruktur. Das IISB verfügt u.a. über umfangreiche Halbleiterprozesstechnik, ein Testzentrum für Elektrofahrzeuge und ein Anwendungszentrum für Gleichstromtechnik. Der Hauptstandort des Fraunhofer IISB ist in Erlangen, daneben gibt es Standorte am Energie Campus Nürnberg sowie in Freiberg und Chemnitz.
Datum: 14.07.2017 - 13:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1511075
Anzahl Zeichen: 6127
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Erlangen
Kategorie:
Elektro- und Elektronik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 778 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gemeinsam richtig stark - bayerischer Startschuss für Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB und die PVA TePla AG bündeln ihre Kompetenzen zur Herstellung von Aluminiumnitrid-Kristallen (AlN) in einem neuen Joint Lab. Die Partnerschaft ermöglicht erstmalig in Europa eine industriell unterstützte Kleinserienp
Wirtschaftliches, flexibles und effizientes Energiemanagement für Unternehmen mit der Softwaretoolbox intEMT® ...
Energiesysteme in Unternehmen, Quartieren und allgemeiner Infrastruktur sind komplex und bieten häufig Potenzial, durch intelligentes Energiemanagement sowohl Kosten als auch klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Dabei unterstützt die universelle Softwaretoolbox intEMT® (intelligent Energy M
Labor statt Klassenzimmer: Schulkinder der Montessori Schule Herzogenaurach erforschen Kristalle am Fraunhofer IISB ...
Im Rahmen der MINT-Projektwoche »Kristalle« steht für die Schülerinnen und Schüler der Montessori Schule Herzogenaurach echte Forschung auf dem Stundenplan: Sie schlüpfen in Laborkittel, Schutzbrillen und Handschuhe und tauchen voll in die Welt dieser spannenden Werkstoffe ein. Halbleiter-Kris
Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB
Faber Kabel becomes main sponsor of SV Auersmacher ...
Saarbrücken cable wholesaler Faber Kabel will be supporting the SV Auersmacher sports club and soccer team as one of the main official sponsors for the coming three years. The contract was officially signed and the jerseys were handed over last Tuesday in the presence of the company?s entire manag
Die VR Brillen von CELEXON heben Entertainment auf ein neues Level ...
Virtual Reality ist nicht länger die Zukunft, sondern bereits Teil unserer Gegenwart. Mit einer Virtual Reality-Brille wird das Smartphone blitzschnell zur Kinoleinwand, Videospiele bieten eine neue Art der Immersion. Aber auch in anderen Bereichen ist der Einsatz einer solchen Brille denkbar, etwa
CC24plus: Das multifunktionale IKT Modul für Condition and Facility Monitoring ...
Eingesetzt wird das CC24plus zur Überwachung von Betriebs und Versorgungs-einrichtungen mit Erfassung, Anzeige und Weitermeldung von bis zu 24 Stör- Betriebs- und Statusmeldungen. In einem kompakten Wandaufbau- Gehäuse (233x200x100mm / IP54) biete das CC24plus als ?Two in One? Modul einen Mehrfa
auvisio Autarker Audio-Digitalisierer AD-400 ...
Wertvolle Erinnerungen schützen: Mit diesem Set lassen sich alte analoge Medien digitalisieren und restaurieren. So kommt die Lieblings-Musik von Vinyl-Platten und Audio-Kassetten auf Smartphone & Co. Musik ins MP3-Format bringen: Kassettenspieler, Radio & Co. werden direkt an den Digi




