Tierrechtler dokumentieren Tierquälerei und massive Gesetzesverstöße in mehreren Bio- und Freilandställen - Qualitätssiegel KAT versagt - MORGEN Aktion vor KAT-Zentrale in Bonn
ID: 1515805
der Bodenhaltung für Tierquälerei steht, ist vielen Verbrauchern
bekannt. In den letzten Jahren ist primär deswegen die Nachfrage an
Eiern aus Freilandhaltung und Biohaltung massiv gestiegen. Gerne wird
im Supermarkt nach der vermeintlich tiergerechten Alternative
gegriffen. Pro Jahr werden rund 1,2 Milliarden Bio-Eier in
Deutschland verzehrt. Ein Großteil der Bio- und Freilandeier stammt
aus den Niederlanden.
Die aktuelle Undercover-Recherche vom Deutschen Tierschutzbüro
zeigt auf, wie Hühner in Bio- und Freilandställen gehalten werden. 8
Ställe wurden in Deutschland und in den Niederlanden dokumentiert.
"Betriebe mit 35.000 und mehr Tieren sind offenbar völlig normal,
auch im Biosektor", so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des
Deutschen Tierschutzbüros. Die Tierrechtler haben auch Ställe
vorgefunden, in denen der Hühnerhalter die Tiere nicht in den
gesetzlich vorgeschriebenen Auslauf gelassen hat. "In 2 Betrieben
wurden an den Auslaufklappen ein Stromdraht oder Nägel montiert,
offenbar mit dem Ziel, dass die Tiere nicht in den Auslauf gelangen
können", kritisiert Peifer, der die Gesetzesverstöße dokumentiert und
angezeigt hat. Zudem haben die Aktivisten bei ihren Vorort Recherchen
ungestempelte Eier vorgefunden, die zum Verkauf angeboten worden
sind.
Aber auch in den Ställen sieht es nicht nach Bio-Idylle aus. Auf
mehreren Etagen, übereinandergestapelt, werden die Hühner teilweise
gehalten. Über Förderbänder werden das Futter und die Eier
transportiert "Bio ist mittlerweile auch Massentierhaltung", so
Peifer. Die Aktivisten haben bei ihren Recherchen auch sterbende,
tote und selbst verweste Hühner in den Ställen vorgefunden. Die Eier
der geschundenen Hühner werden auch in deutschen Supermärkten
verkauft. Dies erfolgt regelmäßig unter dem Siegel von KAT. Bei KAT
handelt es sich um einen Verein der Eierwirtschaft, der offenbar nur
das Ziel hat, dem Verbraucher Qualität und Sicherheit vorzugaukeln,
die es aber nicht gibt. "Bei Kontrollen durch KAT hätten die
Gesetzesverstöße auffallen müssen, entweder wurde nicht richtig
kontrolliert oder es fanden überhaupt keine Kontrollen statt; aus
unserer Sicht ist das Siegel wertlos", so das Fazit von Jan Peifer.
Unter dem Titel "Hinter jedem Ei steckt Tierquälerei" starten die
Tierrechtler heute eine Aufklärungskampagne mit dem Ziel, die
Verbraucher über Hühnerhaltung in Bio- und Freilandbetrieben zu
informieren. "Wer diese Tierquälerei nicht unterstützen möchte, dem
empfehlen wir auf Ei-Alternativen auszuweichen", so Peifer
abschließend.
Heute Abend wird die ARD im Rahmen der Sendereihe "ARD-Exclusiv"
ab 21:45 Uhr über die aktuelle Undercover-Recherche berichten.
Zeitgleich wird das Deutsche Tierschutzbüro eine Kampagnen-Website
mit weiteren Informationen online schalten:
https://www.tierschutzbuero.de/ei-tierquaelerei/ Zudem wird der SWR
morgen Abend in der Sendung "marktcheck" ab 20:15 Uhr berichten.
Aktuelles Foto- und Videomaterial auf Anfrage.
Pressetermin:
Wann: MORGEN (01.08.2017) 11:00 Uhr
Wo: Vor KAT, Konrad-Zuse-Platz 5, 53227 Bonn (Ramersdorf/Oberkassel)
Was: Als Huhn verkleidete Aktivisten werden das KAT-Siegel symbolisch
in einem Sarg beerdigen, zudem werden ca. 10 Aktivisten Banner und
Schilder mit Fotos aus der aktuellen Undercover-Recherche zeigen.
Kontakt: Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender Deutsches Tierschutzbüro,
mobil 0171-4841004
(Es wird um Anmeldung gebeten).
Pressekontakt:
Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender Deutsches Tierschutzbüro e.V.,
Mobil 0171-4841004 (jan.peifer@tierschutzbuero.de).
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Datum: 31.07.2017 - 08:31 Uhr
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