Wenn Arbeiten zur Sucht wird / ISM-Professorin gibt Empfehlungen zum Umgang mit Arbeitssucht
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gerne mal eine Extraschicht einlegen, gelten zunächst als Gewinn für
Unternehmen. Doch ein übermäßiges Arbeitsengagement hat auf Dauer
eine dunkle Kehrseite. Nicht nur für die Betroffenen und ihre
Familien, sondern auch für das Arbeitsumfeld. Woran Arbeitssucht
erkennbar ist und wie man sich und andere davor schützt, zeigt Dr.
Ute Rademacher, Professorin an der International School of Management
(ISM) in ihrem neuen Buch "Arbeitssucht - Workaholismus erkennen und
verhindern."
Viele Menschen gehen davon aus, dass sich Arbeitssucht an der Zahl
der Arbeitsstunden erkennen lässt. Aber nicht alle Menschen, die
intensiv und viel arbeiten, sind automatisch arbeitssüchtig. Eine
hohe Zahl an Überstunden kann auch auf konkrete Ziele ausgerichtet
sein, zum Beispiel um die nächste Stufe der Karriereleiter zu
erreichen oder das Eigenheim abzubezahlen. Sind diese Ziele erreicht,
pendelt sich die Intensität und Zahl der Arbeitsstunden von alleine
auf das ursprüngliche Niveau ein, ohne dass Vielarbeiter etwas
vermissen. "Bei Arbeitssüchtigen ist die Leidenschaft für ihre Arbeit
unabhängig von konkreten Zielen", erklärt Rademacher. "Sie geben
immer alles und hängen sich bei allen Projekten und Aufgaben mit Haut
und Haar hinein. Das Arbeiten wird zum Selbstzweck und zur
hauptsächlichen oder einzigen Quelle von Selbstbestätigung und
Sinnhaftigkeit."
Mittel- und langfristig führt das zu Problemen. Die
Arbeitsmotivation sinkt, die Zahl der Fehler steigt und das
berufliche und private Umfeld leidet. "Arbeitssüchtige können
schlecht delegieren und sind keine guten Teamplayer", so Rademacher.
"Auf Dauer leidet die Gesundheit unter dem dauerhaften Arbeiten auf
Hochtouren: Herz-Kreislauf-Probleme und psychosomatische Krankheiten
sind vorprogrammiert."
Oft sind sich Vorgesetzte, Personalverantwortliche und potenziell
Betroffene unsicher, wo die Grenze zwischen Engagement und
Arbeitssucht liegt. In ihrem Buch "Arbeitssucht - Workaholismus
erkennen und verhindern" bietet die ISM-Professorin eine praxisnahe
Orientierung für den Umgang mit Arbeitssucht. Das Essential enthält
zeitgemäße und jobverträgliche Anregungen, wie man eine gesunde
Einstellung zur Arbeit und nachhaltiges Arbeitsverhalten entwickeln
und pflegen kann, ohne auf den Spaß am Job verzichten zu müssen.
Über die Autorin:
Ute Rademacher ist Professorin für Wirtschaftspsychologie an der
ISM Hamburg und kennt Phasen hoher Arbeitsdichte und häufigen
Zeitdrucks aus ihrer früheren Tätigkeit als Top-Managerin in
international agierenden Unternehmen. Heute unterstützt und berät sie
Menschen im psychologischen Berufs-Coaching dabei, berufliche
Herausforderungen zu meistern und seine Potenziale in einer
erfüllenden Karriere zu entfalten, ohne sich dabei ständig zu
verausgaben.
Rademacher, U. (2017): Arbeitssucht. Workaholismus erkennen und
verhindern. Wiesbaden : Springer Fachmedien Wiesbaden (essentials).
ISBN: 978-3-658-18925-9
Hintergrund:
Die International School of Management (ISM) zählt zu den
führenden privaten Wirtschaftshochschulen in Deutschland. In den
einschlägigen Hochschulrankings rangiert die ISM regelmäßig an
vorderster Stelle.
Die ISM hat Standorte in Dortmund, Frankfurt/Main, München,
Hamburg, Köln und Stuttgart. An der staatlich anerkannten, privaten
Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft wird der Führungsnachwuchs
für international orientierte Wirtschaftsunternehmen in kompakten,
anwendungsbezogenen Studiengängen ausgebildet. Alle Studiengänge der
ISM zeichnen sich durch Internationalität und Praxisorientierung aus.
Projekte in Kleingruppen gehören ebenso zum Hochschulalltag wie
integrierte Auslandssemester und -module an einer der über 175
Partneruniversitäten der ISM.
Pressekontakt:
Daniel Lichtenstein
Leiter Marketing & Communications
ISM International School of Management GmbH
Otto-Hahn-Str. 19
44227 Dortmund
tel.: 0231.97 51 39-31
fax: 0231.97 51 39-39
email: daniel.lichtenstein@ism.de
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Datum: 31.07.2017 - 09:38 Uhr
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