Europäisches Patentamt beabsichtigt Patenterteilung für CRISPR-Technologie von Merck
ID: 1517197
(http://www.merck.de/de/index.html), ein führendes Wissenschafts- und
Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass das
Europäische Patentamt (EPA) eine Mitteilung zur Erteilungsabsicht -
eine sogenannte "Notice of Intention to Grant" - für die von Merck
zum Patent angemeldete CRISPR-Technologie zum Einsatz in einem
Genomintegrationsverfahren für eukaryotische Zellen herausgegeben
hat.
Mit einer Patentierung wird die
CRISPR-Genomintegrationstechnologie von Merck umfangreich geschützt
und das Patentportfolio des Unternehmens weiter gestärkt. Eine
verwandte Patentanmeldung wurde vom australischen Patentamt im Juni
2017 bewilligt. Merck rechnet mit positiven Entscheidungen zum Patent
in weiteren Ländern, da für viele Patentämter weltweit der Status
verwandter Fälle in Europa von hoher Relevanz für die Entscheidung
zur Erteilung von Patenten ist.
"Die Entscheidung des EPA ist bedeutend und spannend zugleich. Wir
betrachten diese Mitteilung als Anerkennung der wichtigen Beiträge,
die Merck auf dem Gebiet der Genom-Editierung geleistet hat", sagte
Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und Leiter des
Unternehmensbereichs Life Science. "Dieses Patent gewährleistet den
Schutz unserer CRISPR-Technologie, mit der Wissenschaftler die
Entwicklung von Behandlungsoptionen für einige der herausforderndsten
Erkrankungen unserer Zeit vorantreiben können."
Mit der CRISPR-Genomintegrationstechnologie von Merck können die
Forscher eine krankheitsassoziierte Mutation durch eine vorteilhafte
oder funktionale Gensequenz ersetzen - diese Methode spielt eine
wichtige Rolle bei der Erstellung von Krankheitsmodellen und
Gentherapien. Forscher können mit dem Verfahren auch Transgene
einschleusen, um Grundlagenforschung zu betreiben. Die Technologie
hilft ihnen beispielsweise dabei, körpereigene Proteine für die
visuelle Nachverfolgung in den Zellen zu markieren.
Diese Patentanmeldung ist eine von zahlreichen
CRISPR-Patentanmeldungen, die das Unternehmen seit 2012 eingereicht
hat. Im Mai 2017 gab Merck mit Proxy-CRISPR die Einführung einer
alternativen CRISPR-Methode zur Genom-Editierung bekannt. Im
Gegensatz zu anderen Systemen ermöglicht das neue
Proxy-CRISPR-Verfahren von Merck den Zugriff auf bisher nicht
erreichbare Regionen des Genoms und macht CRISPR dadurch effizienter,
flexibler und spezifischer, wodurch sich Forschern mehr
experimentelle Möglichkeiten eröffnen.
Merck ist seit 14 Jahren im Bereich der Genom-Editierung tätig und
bot als erstes Unternehmen weltweit maßgeschneiderte Biomoleküle für
die Genom-Editierung an (TargeTron(TM) RNA-geführte Gruppe-II-Introns
und CompoZr(TM) Zinkfingernukleasen), wodurch die weitverbreitete
Nutzung dieser Verfahren in der globalen Forschungsgemeinschaft
vorangetrieben wurde. Merck stellte zudem als erstes Unternehmen in
Zusammenarbeit mit dem Wellcome Trust Sanger Institute sogenannte
"Arrayed" CRISPR-Bibliotheken her, die das gesamte menschliche Genom
abdecken. Mit ihnen können Forscher Krankheitsursachen genauer
untersuchen, was die Entwicklung von Therapien beschleunigt. Die
Verfügbarkeit solcher Arrayed-CRISPR-Bibliotheken stellt zudem einen
wichtigen Fortschritt in der Genom-Editierung dar und stärkt die
Führungsposition des Unternehmens in diesem Bereich.
Neben der grundlegenden Forschung zur Genom-Editierung unterstützt
Merck die Entwicklung von gen- und zellbasierten Therapien und stellt
virale Vektoren her. 2016 startete das Unternehmen eine Initiative,
um die Erforschung neuer Behandlungsmethoden - von der
Genom-Editierung selbst bis zur genbasierten Wirkstoffproduktion -
mit einem eigenen Team und zusätzlichen Ressourcen voranzutreiben.
Das Engagement von Merck im Bereich der Genom-Editierung wird dadurch
weiter gefestigt.
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Über Merck
Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen
in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials.
Rund 50.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien
weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern - von
biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler
Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung
und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder
LCD-Fernseher. 2016 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz
von 15,0 Milliarden Euro.
Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische
Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute
Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in
Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck.
Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD
Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.
Foto -
https://mma.prnewswire.com/media/541207/Merck__Patent_Application.jpg
Pressekontakt:
Ihr Ansprechpartner: Gangolf Schrimpf
06151 72-9591
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Datum: 03.08.2017 - 10:00 Uhr
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- Patentanmeldung umfasst die Integration einer externen DNA-Sequenz in Chromosomen eukaryotischer
Kategorie:
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